27. Februar 2020 / 20:57 Uhr

Wolfsburg trumpft in Malmö auf: VfL nach 3:0-Sieg im Achtelfinale 

Wolfsburg trumpft in Malmö auf: VfL nach 3:0-Sieg im Achtelfinale 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Yannick Gerhardt überzeugte beim Auswärtssieg in Malmö. 
Yannick Gerhardt überzeugte beim Auswärtssieg in Malmö.  © imago images/regios24
Anzeige

Der Respekt vor dem Auftritt im schwedischen Malmö war da, doch mit einem mutigen Auftritt beseitigte der VfL Wolfsburg die Zweifel am Weiterkommen in der Europa League. Josip Brekalo, Yannick Gerhardt und Joao Victor trafen beim 3:0-Sieg. 

Anzeige

Mit einem couragierten und in der zweiten Halbzeit phasenweise glanzvollen Auswärtsauftritt hat der VfL Wolfsburg hochverdient das Achtelfinale der Europa League erreicht. Der Fußball-Bundesligist gewann beim schwedischen Rekordmeister Malmö FF am Donnerstagabend mit 3:0 (1:0) und überstand damit souverän die Zwischenrunde. Das Hinspiel hatten die Niedersachsen eine Woche zuvor mit 2:1 für sich entschieden. Josip Brekalo (42. Minute), Yannick Gerhardt (65.) und João Victor (69.) erzielten die Tore für den VfL, der erstmals seit 2016 wieder in der Runde der besten 16 eines europäischen Wettbewerbes steht. Der nächste Gegner wird an diesem Freitag ab 13.00 Uhr bei der Auslosung in Nyon ermittelt.

Einzelkritik: So waren die Profis des VfL Wolfsburg gegen Malmö FF in Form

<b>Koen Casteels</b>: Torschüsse musste er kaum abwehren, aber einige Male kam er gut aus seinem Tor heraus und vereitelte so Schlimmeres. - Note: 3. Zur Galerie
Koen Casteels: Torschüsse musste er kaum abwehren, aber einige Male kam er gut aus seinem Tor heraus und vereitelte so Schlimmeres. - Note: 3. ©

Malmö hat offensiv kaum was zu bieten

Im stimmungsvollen, engen und lauten Stadion von Malmö nahm die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner den Kampf direkt zu Beginn an. Glasner hatte trotz des Erfolgs im Hinspiel offensiv aufgestellt, und entsprechend trat sein Team auf: Wolfsburg störte die Malmö-Spieler in der Anfangsphase immer wieder früh im Spielaufbau und suchte den Weg nach vorne. Der erste Abschluss gehörte den Gästen: Admir Mehmedi kam von der Strafraumgrenze zum Schuss, zielte aber deutlich zu hoch (6.).

Bis zum Sechzehner machten es die Wölfe gut. Zwar passierte vor dem Malmö-Tor wenig, doch immerhin hielt Wolfsburg die Gastgeber aus der Heimatstadt von Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovic lange vom eigenen Strafraum fern. Ein zu hoch angesetzter Kopfball und ein Versuch aus spitzem Winkel von Marcus Antonsson - mehr hatte die Mannschaft von Trainer Jon Dahl Tomasson in der ersten Hälfte nicht zu bieten.

In der unterstehenden Galerie findet ihr Bilder zum Spiel der Wölfe gegen Malmö FF.

Den Ball im Visier: Paulo Otavio im Zweikampf mit Oscar Lewicki.  Zur Galerie
Den Ball im Visier: Paulo Otavio im Zweikampf mit Oscar Lewicki.  ©

Brekalo eröffnet den Torreigen

Dafür schlug der VfL zu: Brekalo spielte einen Doppelpass mit Mittelstürmer Wout Weghorst und zirkelte den Ball dann platziert in die rechte Ecke. Das Tor zählte wegen einer vermeintlichen Abseitsposition von Weghorst zunächst nicht, wurde nach Einsatz des Videoassistenten dann aber gegeben.

Kurz nach der Pause hätte Xaver Schlager nachlegen können, doch der Österreicher schoss freistehend aus fünf Metern über das Tor (50.). Die Partie wurde nun unruhiger. Malmö traute sich mehr, wurde offensiver, war vorne aber zu unkreativ, um wirklich gefährlich zu werden.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Partystimmung im Wolfsburger Fanblock

Wolfsburg spielte deutlich zielstrebiger: Ein strammer Distanzschuss von Maximilian Arnold flog nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei (61.). Gerhardt machte es kurz darauf besser: Nachdem Mehmedi wenige Sekunden zuvor noch an Malmös Torwart Johan Dahlin gescheitert war, schlenzte der 25-Jährige den Ball sehenswert und unhaltbar zur Entscheidung in die linke Ecke. Als João Victor wenig später nach schöner Kombination aus Nahdistanz auf 3:0 erhöhte, war die Partystimmung im Wolfsburger Fanblock perfekt. „Oh, wie ist das schön“, sangen die mitgereisten Anhänger und freuten sich schon auf die nächste Europapokalnacht.