20. November 2018 / 17:25 Uhr

VfL-Wolfsburg-Manager Schmadtke: "Konsequenz ist für mich das Schlagwort"

VfL-Wolfsburg-Manager Schmadtke: "Konsequenz ist für mich das Schlagwort"

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fordert klare Abwehrsituationen und Chancen: VfL-Manager Jörg Schmadtke.
Fordert klare Abwehrsituationen und Chancen: VfL-Manager Jörg Schmadtke.
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Dass man mit ein bisschen mehr Glück und Gerechtigkeit ein paar Punkte mehr auf dem Konto haben könnte – das hört man von den Bayern bis zu Hannover 96 in vermutlich jedem Bundesliga-Klub. Der VfL Wolfsburg macht da keine Ausnahme – doch sollten nun auch die Konsequenzen daraus gezogen werden, findet Manager Jörg Schmadtke. Und das bedeutet: Klare Abwehraktionen und ein sauberes Ausspielen der Chancen.

Wenn Jörg Schmadtke davon spricht, dass etwas „okay“ ist, dann ist das für seine Verhältnisse eine eher gute Bewertung. Und wenn der Manager des VfL Wolfsburg an „die Spielweise, die wir an den Tag gelegt haben“, denkt, kommt er zum Beispiel zu einem solchen Urteil. Weil dabei aber nur ein Sieg aus den letzten neun Spielen herumgekommen ist, sagt Schmadtke auch, dass die Gesamtsituation „nicht perfekt ist“.

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Jeder Klub sagt: "Da hätten wir einen Punkt mehr haben können"

Wobei „perfekt“, gerade im Schmadtke-Duktus, ja so ziemlich das höchste der Gefühle darstellt – was in der Bundesliga nun aber an den allermeisten Standorten eher eine Seltenheit ist. „Wenn man in der Liga mal nachfragt, wird es bei jedem Klub Stimmen geben, die sagen: Da hätten wir einen Punkt mehr haben können“, erklärt Schmadtke.

In Wolfsburg finden sich nach elf Spielen ein paar mehr dieser Stimmen. Spieler, Trainer und Manager sprechen davon, dass es bei günstigerem Verlauf der einen oder anderen Partie durchaus eine Handvoll mehr Punkte hätten sein können als deren zwölf, mit denen der VfL aktuell auf dem zwölften Platz steht.

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17. Spieltag: FC Augsburg (23.12., 15.30 Uhr, (A)) ©

Schmadtke persönlich hat in der Länderspielpause zwar „genauso häufig und selten“ auf das Tableau geschaut wie sonst auch („Am elften Spieltag ist das für mich nicht so wirklich bedeutsam“), doch auch er hätte sich natürlich ein paar zusätzliche Zähler gewünscht, einfach, „weil sie drin gewesen wären“, und „weil es natürlich auch zur Beruhigung des Umfelds dient“.

"Die Bundesliga richtet sich nur nach Punkten"

Denn am Ende – nicht am elften Spieltag – sei es doch so, dass die Tabelle nun mal den Leistungsstand abbildet. So funktioniert das Geschäft. „Die Bundesliga richtet sich nur nach Punkten und nichts anderem. Und da ist es uns nicht gelungen, vier, fünf Punkte mehr einzufahren. Wir müssen ganz genau hinschauen und daran arbeiten, dass das besser wird“, erklärt der VfL-Manager, „aber es ist auch nicht so, dass es in irgendeiner Form dramatisch wäre“.

Womit man wieder bei der Spielweise wäre, die eben nicht so schlecht ist wie die aktuelle Punkteausbeute. „Für mich gehören die Dinge auch ein bisschen zusammen. Wenn man gut spielt, wird man auf lange Strecke auch Punkte einfahren“, erklärt Schmadtke, der somit nichts davon hält, die ansehnliche Spielanlage allmählich gegen eine rein ergebnisorientierte einzutauschen. „Ich würde das nicht gegeneinander stellen.“

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Letzter Pass fehlt zu häufig

Nur irgendwas muss sich ja ändern – und Schmadtke weiß auch, was: „Konsequenz ist für mich das Schlagwort.“ Gerade in den gefährlichen Zonen, defensiv wie offensiv. „Das bedeutet für mich, klarer zu sein in den Abwehraktionen, aber auch, die Chancen besser auszuspielen, vielleicht etwas zeitiger den Pass zu spielen – und dann das Ding zu versenken.“

Eine Willensfrage? Nein, findet Schmadtke, „sich Torchancen in der Bundesliga herauszuarbeiten, ist eine Qualität. Nichtsdestotrotz hat in dem einen oder anderen Moment das letzte Quäntchen gefehlt“. Gut möglich, dass es das in den nächsten Spielen besonders braucht, bei Gegnern aus dem höheren Segment wie RB Leipzig, Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim. Schmadtke: „Die Herausforderung in diesen Spielen ist gegeben, gar keine Frage.“