24. März 2021 / 10:24 Uhr

Wolfsburgs Mbabu: Nach Corona und Bänderriss auch noch ein gebrochener Arm!

Wolfsburgs Mbabu: Nach Corona und Bänderriss auch noch ein gebrochener Arm!

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kevin Mbabu mit gebrochenem Arm: Am Donnerstag startet der Wolfsburger mit der Schweiz in die WM-Quali.
Kevin Mbabu mit gebrochenem Arm: Am Donnerstag startet der Wolfsburger mit der Schweiz in die WM-Quali. © Imago Images
Anzeige

Er ist so etwas wie der Dauer-Pechvogel des VfL Wolfsburg: Kevin Mabu. Im Sommer 2020 bremste ihn Corona, dann verletzte er sich am Knie - und vor sechs Wochen brach er sich den Arm! Das allerdings hindert ihn nicht daran, weiter auf dem Platz zu stehen.

Auftakt mit zwei Profis des VfL Wolfsburg: Die Schweiz startet am Donnerstag (18 Uhr) mit dem Spiel in Bulgarien in die WM-Qualifikation. Besonders im Fokus: Kevin Mbabu. Denn der Rechtsverteidiger verriet vor der Partie ein Verletzungsgeheimnis: Er spielt mit einem gebrochenen Unterarm - seit sechs Wochen!

Anzeige

Passiert ist es beim Bundesliga-Spiel in Augsburg Anfang Februar, offenbar bei einem Zweikampf mit Florian Niederlechner. Mbabu ging zu Boden, der Arm schmerzte - doch der Mann mit den Rasta-Zöpfen spielte weiter, überzeugte auf seiner Seite mit einer stabilen Leistung, setzte mit seinem Antritt weiter Akzente nach vorn. Der VfL gewann 2:0.

Erst nach dem Spiel gab's dann die Diagnose für Mbabu - der rechte Unterarm ist gebrochen. Seitdem spielt der 25-Jährige mit einem Verband, beim VfL zumeist in grün, beim Training der Nationalmannschaft zuletzt in schwarz oder in auffälligem blau. So auffällig, dass es Nachfragen gab. Und Mbabu mit der Wahrheit rausrückte: "Ich habe mir den Arm gebrochen. Im Spiel gegen Augsburg. Das war vor sechs Wochen..." Seit Sonntag ist er bei der "Nati", wo seine guten Leistungen in der Bundesliga und der Höhenflug des VfL seine Startelf-Aussichten verbessern - auch wenn er mit Silvan Widmer vom FC Basel starke Konkurrenz hat.

Im vergangenen Sommer war Mbabu als erster VfLer und erster schweizer Nationalspieler an Corona erkrankt, nach seiner Genesung zog er sich beim Länderspiel in der Ukraine einen Teilabriss am Innenband des rechten Knies zu. Die Verletzung schmerzte, nicht nur körperlich. "Für mich war es der Horror, mein Team spielen zu sehen, während ich verletzt war", sagt er. Die VfL-Spiele mag er sich zunächst gar nicht angucken, erst zu den Partien der Nati gegen gegen Spanien und Deutschland schaltet er den Fernseher wieder ein.

Mbabu schuftete in Belgien fürs schnelle Comeback, doch als er wieder fit war, musste er sich erst einmal hinter Wolfsburg-Neuzugang Ridle Baku hinten anstellen. Erst seit Baku zum Rechtsaußen "befödert" wurde, ist Mbabu wieder da - und macht seine Sache gut - auch mit Hilfe des zweiten Wolfsburgers im Nationalteam: Admir Mehmedi. "Admir ist wie ein Vater für mich", sagt Mbabu. "Er ist mir immer wieder mit Ratschlägen zur Seite gestanden. Vor allem am Anfang, als ich noch nicht spielte."

Der dritte VfLer im Schweizer Bunde, Renato Steffen, fehlt wegen seiner Bandverletzung im linken Sprunggelenk, hofft aber auf eine Genesung bis spätestens zur EM im Sommer. In der WM-Quali geht's für die Schweiz nach dem Spiel in Bulgarien am Sonntag gegen Litauen weiter, am Mittwoch folgt ein Testspiel gegen Finnland. Zur WM-Quali-Gruppe der Eidgenossen gehören noch Italien und Nordirland.