17. Dezember 2021 / 23:42 Uhr

VfL-Meinung: Die toten Augen von München

VfL-Meinung: Die toten Augen von München

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
Die tägliche VfL-Meinung
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Der VfL Wolfsburg verlor mit 0:4 beim FC Bayern - in einem Spiel, in dem SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann eine Menge vermisst hat.

Ich weiß nicht, ob man die Bayern hätte ärgern können. Ich weiß nicht, ob der VfL mit einer deutlich besseren Leistung in München eine Chance gehabt hätte. Ich weiß nicht, ob die technische Qualität der FCB-Stars ausgereicht hätte, um einen körperlich robusten Gegner zu dominieren. Ich weiß nicht, ob eine Mannschaft, in der alles stimmt, den Tabellenführer hätte anders herausfordern können.

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Ich weiß das wirklich alles nicht. Aber ich hätte es an diesem Freitagabend gern herausgefunden. Der VfL gab mir keine Chancen dazu.

So leblos war selten ein Wolfsburger Auftritt in München. Dass man irgendwann während eines Spiels einsieht, dass man chancenlos ist, das kann passieren. In diesem Fall aber schien der VfL das schon vor dem Anpfiff eingesehen zu haben. Kein Anfeuern, kein Aufmuntern, kein Aufbäumen. Bei keinem war irgendwas Mutmachendes zu erkennen, kein Feuer in den Augen, nicht einmal Frust.

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Die Mannschaft wirkte gedanklich müde und antriebslos. Und dass der VfL ein paar Chancen hatte, hilft auch nicht – denn die vergab er so, wie er gespielt hatte: mutlos und ohne jeden Glauben an eigene Qualität. Dass jetzt Winterpause ist, ist eine gute Nachricht – aber auch nur, wenn irgendwem in dieser Pause einfällt, wie man diese Mannschaft wieder aufwecken kann.

pahlmann@waz-online.de