15. Mai 2019 / 14:00 Uhr

VfL Wolfsburg nach Europa? Diesmal würde Guilavogui die Spiele mehr genießen

VfL Wolfsburg nach Europa? Diesmal würde Guilavogui die Spiele mehr genießen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Josuha Guilavogui spielte 2014 mit dem VfL gegen FK Krasnodar - diese Spiele wünscht sich der Franzose auch für die kommende Saison wieder. 
Josuha Guilavogui spielte 2014 mit dem VfL gegen FK Krasnodar - diese Spiele wünscht sich der Franzose auch für die kommende Saison wieder.  © dpa
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Am Samstag (15.30 Uhr) steigt das packende Saisonfinale, in dem der VfL Wolfsburg auf Europas Fußballbühne zurückkehren kann. Dabei muss der Fußball-Bundesligist auf Josuha Guilavogui verzichten, der Kapitän muss ausgerechnet jetzt eine Gelb-Sperre absitzen.

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Neunmal Champions League, zehnmal Europa League, dazu noch sechs weitere Spiele auf internationaler Bühne mit seinen Ex-Vereinen Atletico Madrid und AS Saint-Etienne – Josuha Guilavogui weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Flutlicht auf Europas Fußballbühne angeht. Zuletzt durfte der Kapitän des Bundesligisten VfL Wolfsburg diese besondere Atmosphäre am 12. April 2016 beim Viertelfinal-Champions-League-Aus gegen Real Madrid genießen. Wobei: „Ich habe es nicht genug genossen“, sagt der Franzose.

Mit einem Sieg am Samstag (15.30 Uhr) im Saisonfinale gegen den FC Augsburg können Guilavogui und der VfL auf diese Bühne zurückkehren. Kommt es so, will er diese Abende genießen. Ganz anders genießen als in der Vergangenheit, in der diese Partien für ihn „normal“ waren. „Wir haben mit dem VfL Europa League gespielt, danach Champions League, wir sind weitergekommen - jetzt möchte ich jedes Jahr Europa League oder Champions League spielen, denn für einen Fußballer gibt es nichts Besseres“, betont Guilavogui. Jeden Samstag Bundesliga sei auch etwas Besonderes, weil die Stadien immer voll seien, aber für die neue Saison wünscht sich der Kapitän „Spiele gegen Teams aus dem Ausland. Vielleicht spielen wir gegen ein französisches Team und ich komme damit zurück nach Frankreich“, so der Mittelfeldspieler, dessen Vertrag 2020 beim VfL ausläuft.

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Wie im vergangenen Jahr könnte er dank einer Ausstiegsklausel gehen – und wie im vergangenen Jahr gehört Benfica Lissabon zu den Interessenten. Wie ist der Stand der Dinge? Bleibt er beim VfL? „Wir haben schon ein Gespräch gehabt, wir sind auf einem guten Weg. Ich denke, beide Seiten wollen zusammen weiterarbeiten und ich hoffe, wir werden eine Lösung finden“, sagt Guilavogui, der im Sommer 2014 nach Wolfsburg gewechselt war und beim VfL zu einer Führungsfigur gereift ist. Der Franzose ist beliebt, auf und neben dem Platz, ein Gesicht des Klubs halt, welches Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer nicht verlieren wollen. Wann fällt die Entscheidung? Zeitnah? „Mein erster Wunsch ist wirklich, die Europa League zu schaffen - und das mit dem VfL“, sagt Guilavogui und fügt hinzu: „Ich hoffe, wir treffen uns am Samstag um 17.15 Uhr und ich sage: Ja, ich bleibe.“

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Er selbst kann gegen den FCA wegen seiner Gelb-Sperre nicht mithelfen, was ihn traurig macht. „Es ist das wichtigste Spiel in dieser Saison, wir können so viel erreichen - nach zwei Jahren mit Relegation muss das Stadion normalerweise ausverkauft sein“, betont Guilavogui und wünscht sich Hilfe von den Rängen. „Wir wissen, wie wichtig es ist, die Fans hinter uns zu haben.“

Guilavogui glaubt nicht an einen Frankfurter Sieg

Der VfL geht als Tabellensiebter (52 Punkte) ins Saisonfinale und könnte mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage der Frankfurter (Sechster, 54 Zähler) noch an der Eintracht, die bei Tabellenführer Bayern München ran muss, vorbeiziehen. Guilavogui: „Erst mal müssen wir gewinnen, das ist das Wichtigste.“ Und weiter: „Ich denke nicht, dass die Frankfurter bei den Bayern gewinnen, weil die Bayern mindestens remis spielen müssen, um Meister werden zu können. Für Ribery und Robben ist es der Abschied, sie wollen Tore schießen und eine schöne Party haben, zudem sind die Bayern lange nicht mehr zu Hause Meister geworden.“ Andererseits könnten die Frankfurter mit einer Überraschung beim FCB noch in die Champions League einziehen. Eine packender letzter Spieltag, an dem „wir zunächst nur auf uns schauen sollten“.

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