15. März 2019 / 09:25 Uhr

„Es war keine normale Woche“: Der VfL Wolfsburg nach Klatsche und Trainer-Thema

„Es war keine normale Woche“: Der VfL Wolfsburg nach Klatsche und Trainer-Thema

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wie hat der VfL Wolfsburg die Klatsche in München und die Ankündigung von Bruno Labbadia, im Sommer als Trainer aufzuhören, verdaut?
Wie hat der VfL Wolfsburg die Klatsche in München und die Ankündigung von Bruno Labbadia, im Sommer als Trainer aufzuhören, verdaut? © dpa
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0:6 bei den Bayern verloren, der Trainer hört am Saisonende auf – es ist „keine normale Woche“ gewesen beim VfL Wolfsburg, da redet Bruno Labbadia gar nicht um den heißen Brei herum. Im Mittelpunkt stehe jedoch das Sportliche und damit das Heimspiel gegen Düsseldorf.

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Am vergangenen Samstag die 0:6-Klatsche bei den Bayern, am Dienstag dann gab Trainer Bruno Labbadia bekannt, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird – der Wolfsburger Bundesligist erlebt gerade die turbulentesten Tage seit dem Fastabstieg im vergangenen Sommer. Und das alles vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf, das es zu gewinnen gilt, wenn der VfL weiterhin im Rennen um Europa dabei bleiben möchte.

„Es gibt kein Pokern, kein Zurück“

Die Partie gegen die Fortuna sei etwas zur „Randerscheinung“ geworden, wie Labbadia bedauernd feststellt. „Es war keine normale Woche“, gibt der VfL-Trainer zu, „aber wir sind immer klar mit der Mannschaft umgegangen.“ Es sei in dieser Woche in allen Gesprächen „nicht um meine Person gegangen, sondern um das, was wir gegen Düsseldorf und bis Ende der Saison machen wollen, das war ein viel größeres Thema“. Dass niemand beim VfL versucht habe, ihn zum Bleiben zu überreden, sei dabei kein Faktor und kein Problem. Labbadia: „Es wäre ja auch albern gewesen, etwas anzudrohen. Es gibt kein Pokern, kein Zurück.“

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Der Zeitpunkt der Verkündung, so betonte es der Trainer erneut, sei bewusst gewählt worden: „Es gibt nie einen optimalen Zeitpunkt, um so etwas zu verkünden. Ich arbeite eng mit der Mannschaft, deswegen war es mir wichtig, dass die Jungs frühzeitig Klarheit haben und diese auch von mir selber bekommen.“

Labbadia hatte am Dienstag nicht nur die VfL-Führung um Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer über seinen Ausstieg zum Saisonende informiert, sondern auch mit VfL-Aufsichtsratschef und VW-Vorstand Frank Witter gesprochen. Zum AR-Chef hatte er stets – anders als zu Schmadtke – einen guten Draht.

Bruno Labbadias Jahr beim VfL Wolfsburg in Bildern:

Am 20. Februar wird Bruno Labbadia als Cheftrainer des VfL Wolfsburg verpflichtet. Er übernimmt das Team im Absteigskampf: Wolfsburg hat seinerzeit 24 Punkte nach 23 Spieltagen und steht auf dem 14. Platz – nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. Zur Galerie
Am 20. Februar wird Bruno Labbadia als Cheftrainer des VfL Wolfsburg verpflichtet. Er übernimmt das Team im Absteigskampf: Wolfsburg hat seinerzeit 24 Punkte nach 23 Spieltagen und steht auf dem 14. Platz – nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. ©
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Labbadia: „In der Phase, als wir im Abstiegskampf waren, hat er mir unglaubliches Vertrauen ausgesprochen. Er hat mir gesagt: ,Sie sind der Fachmann, ich glaube an Sie, Sie treffen die Entscheidungen.’“ Dieses Vertrauen habe ihm viel bedeutet. Gegenüber „Kicker online“ hatte sich Witter für Labbadias Arbeit bedankt und gesagt, er sei sich sicher, dass der Trainer bis zum 30. Juni „weiter einen guten Job für den VfL machen wird und die Mannschaft weiter konzentriert die sportlichen Ziele verfolgt“.

Zurück zur Normalität

So, wie sich Witter gegenüber ihm nun geäußert habe, „so muss man miteinander umgehen. Eine Trennung bedeutet nicht immer Krach, es kann auch – wie in unserem Fall – sehr sauber über die Bühne gehen. Wir haben eine Entscheidung getroffen, die nicht verwerflich ist“, betont Labbadia, der nun zusammen mit der Mannschaft versuchen will, „so gut es geht, in die Normalität reinzugehen“ – damit es nach einer nicht normalen Woche wie dieser am Samstag gegen die Fortuna dennoch einen Sieg gibt.

Es wäre die richtige Reaktion nach dem 0:6 bei den Bayern und der erste Dreier auf Labbadias Abschiedstour als VfL-Trainer.

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