08. März 2022 / 18:29 Uhr

Wolfsburgs neuer Rhythmus: Darum hat Kohfeldt freitags keine Geheimnisse mehr

Wolfsburgs neuer Rhythmus: Darum hat Kohfeldt freitags keine Geheimnisse mehr

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mittwochs und donnerstags hinter verschlossenen Türen: Florin Kohfeldt und der VfL.
Mittwochs und donnerstags hinter verschlossenen Türen: Florin Kohfeldt und der VfL. © Roland Hermstein
Anzeige

Schon seit einigen Wochen setzt Trainer Florian Kohfeldt beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg mittwochs und donnerstags Geheimtrainingseinheiten an. Am Freitag dagegen darf neuerdings jeder zuschauen. Das hat Gründe.

In der Regel ist es so, dass Bundesliga-Trainer in einer "normalen" Woche (Spiele jeweils am Samstag) am Donnerstag und Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren lassen. Das war auch lange Zeit bei VfL-Trainer Florian Kohfeldt so, doch seit einigen Wochen lässt der Wolfsburg-Coach am Mittwoch und Donnerstag geheim üben, die Freitags-Einheiten hingegen sind öffentlich.

Anzeige

"Wenn ich spieltaktische Dinge mit hoher Intensität trainieren will", erklärt Kohfeldt den neuen Rhythmus, "kann ich das nur dienstags bis donnerstags machen, weil du am Freitag schon wieder etwas runterfahren musst." Und diese Inhalte sollen möglichst Spieltags-nah ohne Beobachtung des Gegners einstudiert werden - daher mittwochs und donnerstags Geheimtraining.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Nicht dabei im Moment: Michael Frontzeck: Bereits beim 2:2 in Gladbach und beim 1:0-Erfolg gegen Union Berlin fehlte der Trainer Michael Frontzeck - und das wird auch noch eine Weile so bleiben. "Michael ist momentan privat verhindert, er wird in den nächsten Wochen wieder zurückkehren", so Kohfeldt. Bis zur Rückkehr Frontzecks wird der 39-Jährige lediglich vor allem von seinem anderen Assistenten Vincent Heilmann unterstützt.

Anzeige

Die Niedersachsen bereiten sich gerade auf das Auswärtsspiel am Samstag beim SC Freiburg (15.30 Uhr) vor. Die Breisgauer müssen gegen VfL womöglich ohne ihren formstarken Nationalspieler Nico Schlotterbeck auskommen. Der 22-jährige Innenverteidiger zog sich beim 1:1 in Leipzig eine Kapselreizung zu und konnte am Dienstag nicht trainieren. Alternativen für den von Top-Klubs umworbenen Shootingstar sind dessen älterer Bruder Keven Schlotterbeck, Manuel Gulde und Kiliann Sildillia.

Die Schwarzwälder gaben außerdem am Dienstag die Vertragsverlängerung mit Trainer Christian Streich bekannt - und werden mit dem Dauerbrenner der Liga im Sommer nach mehr als zehn Jahren in eine weitere Saison gehen. Eine konkrete Laufzeit nannte der Klub nicht. Streich steht beim Sportclub seit Dezember 2011 an der Seitenlinie, ist dienstältester Bundesliga-Coach. Bis zum Vereinsrekord von Volker Finke fehlen ihm allerdings noch ein paar Jahre. Finke trainierte die Südbadener zwischen Juli 1991 und Juni 2007 und damit 16 Jahre lang. Vor dem Spiel gegen Wolfsburg sind die Freiburger als Bundesliga-Sechster und DFB-Pokal-Halbfinalist weiter auf Kurs Richtung Europapokal.