10. Juli 2019 / 10:00 Uhr

VfL Wolfsburg: Neuzugang Felicitas Rauch ist in Peine aufgewachsen

VfL Wolfsburg: Neuzugang Felicitas Rauch ist in Peine aufgewachsen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Felicitas Rauch: Früher VfB Peine,  jetzt VfL Wolfsburg
Felicitas Rauch: Früher VfB Peine, jetzt VfL Wolfsburg
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Der Neuzugang des VfL Wolfsburg wuchs ganz in der Nähe auf – in Peine. Der Wechsel von Turbine Potsdam zum Meister hat für Felicitas Rauch aber keine nostalgischen, sondern eher sportliche Gründe.

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Sechs neue Spielerinnen hat der VfL für die kommende Saison verpflichtet, für eine davon ist der Wechsel zum Wolfsburger Frauen-Bundesligisten eine Art Rückkehr in die alte Heimat: Felicitas Rauch. Die Linksverteidigerin, die von Turbine Potsdam kommt, ist in Peine aufgewachsen – und hat dort auch das Fußballspielen gelernt.

Geprägt von Benjamin und Michael Duda

So ist es also kein Wunder, dass Rauch auf die Frage, ob man „Willkommen zu Hause“ sagen dürfe, sofort „Ja, klar!“ antwortet. Die Nationalspielerin, die die WM knapp verpasst und beim Double-Gewinner bis 2021 unterschrieben hat, schnürte beim TSV Dungelbeck und beim VfB Peine die Fußballschuhe. „In Dungelbeck hatten meine Eltern damals ein Haus gekauft. Da habe ich mit drei Jahre gemeinsam mit meinem Bruder angefangen, Fußball zu spielen. Der Sportplatz war quasi direkt gegenüber, so dass wir die meiste Zeit dort verbracht haben“, so die 23-Jährige.

Drei Jahre später folgte der Schritt zum VfB, „die eine gute Jugendabteilung haben und auch ein bisschen besser organisiert und strukturiert waren. Vor Ort gab es auch einen DFB-Stützpunkt.“ Die Jugendtrainer Benjamin und Michael Duda prägten Rauch in der Zeit besonders, denn „gemeinsam haben sie mir das Fußballspielen schmackhaft gemacht. Der schmale Grat zwischen Ehrgeiz und Spaß hat gepasst.“

VfL-Frauen verpflichten Felicitas Rauch von Turbine Potsdam

So spielte Felicitas Rauch bei Turbine Potsdam, ab Sommer spielt sie für den VfL Wolfsburg. Zur Galerie
So spielte Felicitas Rauch bei Turbine Potsdam, ab Sommer spielt sie für den VfL Wolfsburg. ©
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"Als einziges Mädchen war das immer etwas Besonderes"

Zu den Erinnerungen an die Peiner Zeit gehört ein Foto, dass sie inmitten von Jungs als Hallenkreismeister zeigt. „Natürlich erinnere ich mich an das Foto mit meinen Jungs“, sagt sie. „Meine Eltern haben auch immer zugeguckt. Von klein auf habe ich immer mit denselben Jungs in der jeweiligen Jahrgangsstufe zusammengespielt. Als einziges Mädchen war das immer etwas Besonderes.“ Probleme gab’s nicht. „Ich hatte tolle Trainer, die offen waren und es meinen Mitspielern gut verklickert haben. Wir wurden immer gleich behandelt. Auch unter den Jungs gab es nie Gerede.“

2010 zog die Familie in Richtung Berlin und die junge Fußballerin schloss sich Turbine Potsdam an. Rauch: „Ich war natürlich auch traurig, dass ich weg musste. Und es war auch ungewohnt für mich, dann mit Mädchen zu trainieren und zu spielen.“ Aber es war auch ihr Glück: In Potsdam reifte sie zur Bundesliga-Spielerin, schaffte auch den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft aber gab Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg Leonie Maier vom FC Bayern den Vorzug. „Es war anfangs ein kleiner Weltuntergang. Ich habe die Saison alles rausgehauen, um dabei zu sein“, erklärt Rauch. „Der Tapetenwechsel ist jetzt das Beste, um das Ganze in Motivation umzuwandeln und zu sagen: Hey, das passiert nicht noch einmal!“

So könnte der VfL Wolfsburg seine Neuzugänge einbauen

So könnten die VfL-Frauen in der kommenden Saison spielen Zur Galerie
So könnten die VfL-Frauen in der kommenden Saison spielen ©

Rückkehr hat sportliche Gründe

Die Rückkehr jetzt hat weniger mit Heimatgefühlen zu tun, sondern hat eher sportliche Gründe: „Wolfsburg ist das Nonplusultra, umso schöner dass es bei mir in der Heimat liegt. Aber der sportliche Faktor stand im Vordergrund.“ Es gab auch die Überlegung, ins Ausland zu gehen, „doch als der VfL anfragte, schob sich der Gedanke schnell beiseite. Es ist eine große Ehre für mich. Ich sehe hier sportlich die besten Chancen, mich weiterzuentwickeln.“

Gemeinsam mit Team-Kollegin Pia-Sophie Wolter (kam vor einem Jahr aus Bremen) wohnt Rauch jetzt in Wolfsburg in einer WG, erkundete bereits mit dem Rad die Stadt. „Die Infrastruktur und das Drumherum beim VfL waren immer sehr beeindruckend, wenn wir mit Potsdam hier gespielt haben. Jetzt auf der Wolfsburger Seite zu stehen, ist natürlich ein Traum.“

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In Bildern: Die Sommer-Transfers von Turbine Potsdam.

Die Sommer-Transfers von Turbine Potsdam im Überblick. Zur Galerie
Die Sommer-Transfers von Turbine Potsdam im Überblick. ©

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