20. August 2017 / 22:43 Uhr

VfL Wolfsburg: Noch kein Neuer in Sicht, Guilavogui denkt an Abschied

VfL Wolfsburg: Noch kein Neuer in Sicht, Guilavogui denkt an Abschied

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
gui
Er könnte den VfL Wolfsburg noch verlassen: Josuha Guilavogui (r.).
Anzeige

Das 0:3 zum Auftakt der neuen Fußball-Bundesliga-Saison gegen Dortmund zeigte ganz deutlich: Der VfL muss zwingend in Sachen Kader nachbessern. Neben einem neuen Flügelflitzer muss noch ein neuer zentraler Abwehrspieler her. Aber: Wunschkandidat Naldo lässt Schalke nicht ziehen – und Neven Subotic wird VfL-intern kritisch gesehen. Kritisch sieht auch Josuha Guilavogui zurzeit seine Situation beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Der Franzose war gegen Dortmund nur Bankdrücker. Ein Abgang scheint möglich.

Anzeige

Klubs aus England (West Bromwich und Stoke City) zeigten Interesse, zuletzt aber war bei Guilavogui nur noch von OGC Nizza die Rede. Geht der Franzose noch? Am Samstag äußerte sich der Mittelfeldspieler erstmals dazu. „Ich habe nie gesagt, dass ich gehen möchte.“ Aber: „Ich bin jetzt 26 Jahre alt, ich werde schauen, was das Beste für mich ist.“

Anzeige

„Ich kann das nicht akzeptieren“

Wie konkret ist das Interesse aus Nizza? Es sei jetzt nicht die richtige Zeit, um über den französischen Erstligisten zu sprechen, „allerdings klar ist: Das ist eine gute Mannschaft in Frankreich.“ Ein gutes Team, das gerade um das Erreichen der Champions League kämpfe. „Einer meiner besten Freunde spielt da...“, sagte Guilavogui, der „ein bisschen überrascht“ war, dass er gegen Dortmund nicht erste Wahl war. „Das ist schwer für mich, ich kann das nicht akzeptieren, aber der Trainer entscheidet“, sagte Guilavogui, der seinen Platz an Neuzugang Ignacio Camacho verloren hat, sich deswegen aber jetzt nicht hängen lässt: „Der Trainer hat zu mir gesagt: Ich muss kämpfen. Ich kenne meine Qualitäten, ich werde alles geben.“

Rebbe winkt in Sachen Guilavogui-Verkauf bislang ab, Priorität hat beim Sportdirektor gerade die Suche nach einem neuen Innenverteidiger. Die Wunschlösung Naldo zu bekommen, ist nach den Aussagen von Schalke-Manager Christian Heidel („Ich würde vorschlagen, dass Wolfsburg sich da sehr auf Neven Subotic konzentriert. Bei uns braucht in Sachen Naldo niemand anzurufen“) wohl vom Tisch. Leichter wäre Subotic zu kriegen, BVB-Sportdirektor Michael Zorc ließe ihn gehen. Auffällig: Nach dem Spiel steckten Zorc und sein Wolfsburger Kollege Rebbe mal kurz die Köpfen zusammen. Ging es da um Subotic? „Nein“, so der VfL-Sportdirektor, „es ging einzig und allein ums Spiel.“



Neben einem neuen Innenverteidiger will Rebbe noch einen Flügelflitzer holen. Wunschkandidat Malcom hat am Wochenende mal wieder gezeigt, wie gut er ist, war beim 3:3 von Girondins Bordeaux in Lyon doppelt erfolgreich – und ist jetzt wohl noch schwieriger zu bekommen als zuvor.

Das waren die Aufaktspiele des VfL Wolfsburg in der Bundesliga seit dem Aufstieg

1997/98: Hansa Rostock - VfL Wolfsburg 0:1<br> Wolfsburgs erstes Spiel im Oberhaus schien torlos zu enden, aber in letzter Minute patzte Hansa-Keeper Bräutigam – und Präger sorgte für den ersten Bundesliga-Sieg des VfL.  Zur Galerie
1997/98: Hansa Rostock - VfL Wolfsburg 0:1
Wolfsburgs erstes Spiel im Oberhaus schien torlos zu enden, aber in letzter Minute patzte Hansa-Keeper Bräutigam – und Präger sorgte für den ersten Bundesliga-Sieg des VfL.  ©

Gar kein Thema mehr ist jetzt wiederum Nicolai Müller. Bitter: Der Hamburger, lange der VfL-Wunschkandidat, hat sich am Samstag beim Jubeln das Kreuzband gerissen und fällt sieben Monate lang aus.