05. Juli 2019 / 14:23 Uhr

VfL Wolfsburg: Oliver Glasner über Testspiele, Kader und Taktik

VfL Wolfsburg: Oliver Glasner über Testspiele, Kader und Taktik

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner ist auf der Suche nach der Startelf fürs Pokalspiel in Halle.
Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner ist auf der Suche nach der Startelf fürs Pokalspiel in Halle. © Boris Baschin
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Seit Sonntag ist Oliver Glasner offiziell im Amt beim VfL Wolfsburg. Nach der ersten Woche zieht er eine erste Zwischenbilanz und gibt einen Einblick auf das Testspiel am Samstag gegen Hansa Rostock.

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Oliver Glasner ist angekommen beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Beim Spiel am Samstag (16 Uhr) gegen Drittligist Hansa Rostock im AOK-Stadion wird seine Familie aus Österreich ebenfalls dazustoßen. Was sie dort zu sehen bekommt, ist noch nicht klar.

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So geht der VfL ins erste Testspiel

Doch der VfL-Trainer verriet ein paar Details zum ersten Testspiel der Vorbereitung: „Es soll jeder 45 Minuten spielen. Wir werden mit zwei Mannschaften auflaufen. Wir wollen kein Verletzungsrisiko eingehen.“ Nach dem gleichen Prozedere will der Österreicher auch gegen SM Caen und VVV-Venlo vorgehen.

Innenverteidiger Robin Ziegele aus der U23 wird den Kader verstärken. Einige Profis könnten durch die Rotation auf ungewohnten Positionen spielen. „Das ist interessant für mich, um zu sehen: Wer kann vielleicht auf einer Position mal einspringen“, sagt Glasner.

Auf ein System hat er sich auch schon festgelegt. Mit einer Dreierkette starten die Wolfsburger. Glasner: „Wir werden uns mal ansehen, wie es funktioniert. Aber es ist nicht in Stein gemeißelt.“

Beim Trainingsspiel am Freitag klappte es bereits sehr gut. Erst spielte Michael Edwards zusammen mit Ignacio Camacho und John Anthony Brooks (läuft gegen Rostock noch nicht auf), dann verteidigten Robin Knoche, Josuha Guilavogui und Brooks zusammen in der Dreierkette. Ergebnis beider Trios: nur ein Gegentreffer in 30 Minuten.

Trainingsauftakt beim VfL Wolfsburg: Die Bilder

Trainingsauftakt beim VfL Wolfsburg: Der neue Trainer Oliver Glasner (r.) legte los Zur Galerie
Trainingsauftakt beim VfL Wolfsburg: Der neue Trainer Oliver Glasner (r.) legte los ©

Ziel: weniger Gegentore

Darauf arbeitete Glasner zusammen mit seinem Team in der ersten Trainingswoche hin. „Wir haben uns auf unser Defensiv-Verhalten verständigt“, sagt der Coach. Das ist auch dringend notwendig. Der VfL kassierte die meisten Gegentore (50) der Top Acht in der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Mit der neuen Taktik und Guilavogui als zentraler Spieler in der Kette soll das Team stabiler werden. „Wir werden versuchen, die Gegentore herunterzuschrauben“, sagt Glasner.

Vor allem im individuellen und taktischen Bereich setzte das Trainer-Team deshalb an. Immer wieder unterbricht der 45-jährige Cheftrainer die Einheiten, zieht sich einzelne Spieler heran und redet minutenlang mit ihnen.

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16. Spieltag: VfL Wolfsburg - Schalke 04 / 18. Dezember (20.30 Uhr) ©
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Glasner ist zufrieden

Und den Spielern gefällt die Art Glasners. Jerome Roussillon („Für mich ist die System-Umstellung gut“), Camacho („Er ist sehr besorgt um mich“) und Admir Mehmedi („Es wird praktisch alles mit dem Ball gemacht“) lobten während der ersten Tage bereits, dass der Stil des neuen Übungsleiters gut ankomme. Auch Glasner ist mit seiner neuen Truppe zufrieden. „Mir gefällt die Stimmung, die hier herrscht. Es ist ein sehr guter Mix aus Ernsthaftigkeit und Spaß. Wir lachen viel, aber wenn es um die Übungen geht, sind alle sehr konzentriert. Es ist so, wie ich das am liebsten habe“, sagt er.

Weil es bisher so gut klappt, sieht Glasner noch keinen Bedarf, den Kader mit externen Spielern zu erweitern. „Momentan haben wir genügend Spieler. Ich bin sehr zufrieden, wie wir aufgestellt sind“, sagt der 44-Jährige.

Der Stamm der Mannschaft ist zusammengeblieben, die zentralen Spieler des Teams wurden gehalten. Glasner betont aber auch: „Wir haben Anfang Juli, die Transferperiode dauert noch zwei Monate an.“ In den ersten Testspielen wird sich zeigen, wie schnell der VfL bereits die Ideen des Trainers verinnerlicht hat.