07. Januar 2018 / 14:38 Uhr

VfL Wolfsburg: Origi kann sich einen Verbleib vorstellen

VfL Wolfsburg: Origi kann sich einen Verbleib vorstellen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
07012018 Divock Origi 07
Kann sich einen Verbleib in Wolfsburg vorstellen: Liverpool-Leihgabe Divock Origi. © Roland Hermstein
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Nach dem Wechsel von Mario Gomez zum VfB Stuttgart gehört das VfL-Sturmzentrum in erster Linie Divock Origi. Der Angreifer darf ab sofort wieder auf seiner Lieblingsposition auf Torejagd gehen. Bis zum Sommer ist der Belgier noch an den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten ausgeliehen. Wie es danach weitergeht, darauf will sich Origi zwar noch nicht festlegen, ein Verbleib über die Saison hinaus ist aber durchaus denkbar.

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VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe hatte bereits vor einigen Wochen geäußert, Origi im Sommer fest vom FC Liverpool verpflichten zu wollen. Dafür müsste der 39-Jährige allerdings tief in die Tasche greifen, der aktuelle Marktwert beläuft sich laut transfermarkt.de auf 12 Millionen Euro. Über seine Zukunft macht sich der 22-Jährige aber noch keine Gedanken. "Für mich ist es ein Kompliment, dass der Klub mich schätzt. In die Entscheidung spielen viele Faktoren mit rein. Ich bin jemand, der den Moment genießt", sagt Origi, macht den VfL-Fans aber Hoffnung: "Ich denke, alles ist möglich. Ich fokussiere mich aber auf das Hier und Jetzt. Ich habe ein gutes Verhältnis nach Liverpool, aber fühle mich auch in Wolfsburg sehr wohl. Am Ende der Saison setzen wir uns zusammen und schauen, wie es weitergeht. Momentan bin ich noch ein halbes Jahr da und dann bin ich offen für alles."

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Hört sich aus Wolfsburger Sicht gar nicht schlecht an. Einen Stammplatz im Angriff hat Origi, der zuletzt meist auf der Außenbahn ran musste, nach dem Gomez-Wechsel jedenfalls. Ich habe immer gesagt, dass die Neun meine Lieblingsposition ist, von daher bin ich glücklich, wieder dort spielen zu dürfen", freut sich der Stürmer, der in der aktuellen Spielzeit bereits vier Treffer erzielt hat - allesamt auf vorderster Position. "Ich brauchte ein wenig Zeit, um mich an die andere Position zu gewöhnen. Ich habe vorher nie viele Spiele auf dem Flügel gemacht. Aber ist so, dass ich im Sturmzentrum produktiver bin", so Wolfsburgs Nummer 14.

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Und auf dieser Position hatte ihm bisher immer Gomez im Weg gestanden. Obwohl Origi immer etwas zurückstecken musste, fehlt ihm der deutsche Nationalspieler. "Wir haben ihn als Person, aber auch als Spieler geliebt. Wir vermissen ihn alle", gibt der Torjäger zu. Und nun ist Origi mehr denn je gefragt. Denn vor allem seine Aufgabe ist es jetzt, die Lücke zu schließen. "Die Tatsache, dass Mario den Verein verlassen hat, bringt Veränderungen mit sich. Aber wir haben genug Qualität im Team, um den Verlust zu kompensieren", so der VfLer. Druck macht er sich jedenfalls nicht. "Ich gucke auf meine Erfahrungen in Liverpool und der Nationalmannschaft. Das hlft mir, ruhig zu bleiben. Ich will nicht der nächste Gomez werden. Wir müssen den Abgang gemeinsam kompensieren, nicht nur ich alleine.

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Szene aus dem Testspiel SG Dynamo gegen VfL Wolfsburg 4 ©

Und das ist wichtig, möchte der VfL eine entspannte und sorgenfreie Rückrunde spielen. Darüber macht sich Origi aber keinen Kopf. "Wir können alle noch nachlegen. In der Hinrunde haben wir eine gute Grundlage geschaffen. Ich spüre, dass wir viele Schritte nach vorne machen", sagt der Stürmer, der mit einem Auge auch immer in Richtung WM-Teilnahme schielt: "Meine Saison in Wolfsburg ist sehr ordentlich. Und wenn man eine gute Saison spielt, kommen die anderen Dinge hoffentlich automatisch. Es wäre ein Traum, bei der WM dabei zu sein."