10. März 2021 / 17:26 Uhr

Wolfsburger Personalnot? Beim nächsten Gegner sieht's noch viel schlimmer aus...

Wolfsburger Personalnot? Beim nächsten Gegner sieht's noch viel schlimmer aus...

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Duell am Samstag: Ridle Baku (l.) dürfte als VfL-Linksverteidiger debütieren, Schalke-Coach Grammozis hat viele Ausfälle zu verkraften.
Duell am Samstag: Ridle Baku (l.) dürfte als VfL-Linksverteidiger debütieren, Schalke-Coach Grammozis hat viele Ausfälle zu verkraften. © Boris Baschin / dpa
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Vor dem Spiel am Samstag gegen Schalke 04 ist die Ausfall-Liste beim VfL Wolfsburg lang - beim Gegner ist sie allerdings noch länger. Ridle Baku wird gegen die Königsblauen derweil wohl auf einer neuen Position spielen.

Mit Xaver Schlager, Maxence Lacroix und Paulo Otavio sind drei Spieler gesperrt, mit Renato Steffen fehlt eine weitere Stammkraft verletzt, und dass Jerome Roussillon nach Wadenproblemen wieder einsatzbereit ist, ist unwahrscheinlich: Der VfL Wolfsburg geht personell arg gebeutelt in das Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Schalke 04. Doch beim königsblauen Schlusslicht sieht es sogar noch schlimmer aus - Neu-Trainer Dimitrios Grammozis muss auf bis zu zwölf (!) Spieler verzichten!

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Omar Mascarell sah beim 0:0 am vergangenen Freitag gegen Mainz 05 seine fünfte Gelbe Karte und ist gesperrt, verletzt oder angeschlagen sind die Stürner Mark Uth (Oberschenkelverlezung), Goncalo Paciencia (Knieverletzung) und Klaas-Jan Huntelaar (Muskelfaserriss), Offensiv-Außen Steven Skrzybski (Bänderverletzung), das Mittelfeld-Trio Nabil Bentaleb (Adduktorenprobleme), Nassim Boujellab (Bänderverletzung) und Amine Harit (muskuläre Probleme) sowie Torwart Ralf Fährmann (Rippenbruch) und die Abwehrspieler Salif Sané (Knieprobleme), Matija Nastasic (Wadenprobleme) und Kilian Ludewig (Mittelfußbruch).

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Vor allem ein erneuter Harit-Ausfall würde Schalke hart treffen. Coach Grammozis wollte den Marokkaner zum Dreh- und Angelpunkt in der Offensive machen, doch der 23-Jährige musste gegen Mainz nach dem Aufwärmen kurzfristig passen. Immerhin: Sead Kolasinac, den Grammozis vom Außenverteidiger zum defensiven Mittelfeldmann "befördert" hatte, musste gegen Mainz zwar angeschlagen raus, konnte aber in dieser Woche wieder trainieren, während Harit nur ein eingeschränktes Programm absolvierte.

Egal, wer aufläuft - der körperliche Gesamtzustand der Mannschaft sah zuletzt nicht gut aus, fehlende Fitness gilt als einer der Gründe für den sportlichen Niedergang der Schalker, die kaum Chancen auf den Klassenerhalt haben. "Es sieht nicht schön aus, wenn zwei, drei Spieler auf dem Boden liegen und sich dehnen müssen, um das Spiel durchzustehen“, so Grammozis im Sport1-Interview.

Zu den Schalker Hoffnungsträgern gehört ein Youngster mit bekanntem Namen: Kerim Calhanoglu. Der 18-Jährige, Cousin von Ex-Leverkusen-Profi und AC-Mailand-Star Hakan Calhanoglu, feierte in der vergangenen Woche sein Bundesliga-Debüt, verdrängte den erfahrenen Bastian Oczipka auf die Bank. Grammozis: "Aufgrund der U19-Pause hatte Kerim keine Spielpraxis, aber der Junge hat es gut gemacht für das Debüt.“

Auf Debütanten muss sein Wolfsburger Kollege Oliver Glasner nicht zurückgreifen - aber dafür wohl Spieler auf neue Positionen setzen. Beim Training am Mittwoch übte Ridle Baku (zuletzt auf der rechten Seite) wieder auf der vakanten Linksverteidiger-Position in der A-Elf, in der B-Elf kam dort Yannick Gerhardt (zuletzt auf der 10) zum Einsatz. Dass der gelernte Linksverteidiger Jerome Roussillon nach Wadenproblemen zurückkehrt, ist weiter unwahrscheinlich, der Franzose kann nach wie vor nur individuell trainieren. Beim Training fehlten außerdem die ohnehin gesperrten Lacroix (Vorsichtsmaßnahme) und Otavio (Schulterprobleme).