07. Februar 2019 / 13:07 Uhr

„Uns hat vorne der Punch gefehlt“: VfL Wolfsburg sucht nach Erklärungen für das Pokal-Aus

„Uns hat vorne der Punch gefehlt“: VfL Wolfsburg sucht nach Erklärungen für das Pokal-Aus

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Renato Steffen (VfL Wolfsburg): „Das war heute kein gutes Spiel, nach einem Fehler von uns haben wir auch noch ein Tor hergeschenkt. Wir hatten Chancen, die haben wir aber nicht genutzt. Den Ball von mir hält er (Peter Gulacsi, Red.) überragend. Da weiß ich nicht, was ich anders machen soll, er war platziert in die Ecke.
Renato Steffen hatte noch die beste Chance beim Pokal-Aus in Leipzig. © dpa
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Der VfL Wolfsburg scheiterte am Mittwoch im DFB-Pokal-Achtelfinale bei RB Leipzig. Die 0:1-Niederlage war verdient, die Wölfe konnten sich kaum richtige Torchancen herausspielen. Renato Steffens Abschluss in der 15. Minute war noch die beste Möglichkeit der Gäste - aber RB-Keeper Gulacsi hielt glänzend.

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Renato Steffen machte eigentlich alles richtig, so wie es in einem Lehrbuch, verfasst von Arjen Robben, stehen würde. Tempo rausnehmen in der torungefährlichen Zone auf dem rechten Flügel, Gegenspieler gleich mit aussteigen lassen, nach innen ziehen – und mit dem starken linken Fuß das lange Eck anvisieren.

Doch RB-Keeper Peter Gulacsi hatte am Mittwochabend im DFB-Pokal etwas dagegen, dass der Schweizer den 1:1-Ausgleich für den VfL erzielte. Er lenkte den Ball gerade noch so zur Ecke, am Ende blieb es also beim 1:0-Sieg – weil den Wolfsburgern sonst offensiv nicht mehr viel einfallen sollte.

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RB Leipzig zieht nach einem völlig verdienten 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. ©
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Steffen hat die beste Chance

Denn bis auf diese Chance von Steffen in der 15. Minute war da tatsächlich nicht mehr viel Gefährliches, was die Gäste in Leipzig fabrizierten. Der potenzielle VfL-Torschütze haderte nach Schlusspfiff: „Ich weiß nicht, was ich da noch hätte anders machen sollen.“

Auch Trainer Bruno Labbadia musste anerkennen: „Die Chance von Steffen war super gehalten von Gulacsi, das muss man klar sagen“, meinte er über den ungarischen Schlussmann, „aber wir hatten davor noch eine Situation, als Wout auf Yunus ablegt, er aber noch mal hätte durchstecken können – das war noch eine Möglichkeit“.

Das war in der 13. Minute – und so etwas wie die zweitgrößte Wolfsburger Gelegenheit, auch wenn der Abschluss dann am Tor vorbei ging. Ansonsten führten die Offensivbemühungen nur zu sehr wenig. „Du brauchst das Quäntchen Glück am Schluss und das Durchsetzungsvermögen, uns hat vorne der Punch gefehlt“, konstatierte der Wolfsburger Coach.

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Koen Casteels: Er war auch in Leipzig der große VfL-Rückhalt, besonders nach der Pause war der Belgier bärenstark. Note: 2 ©

"Kein gutes Spiel von uns"

Stürmer Wout Weghorst konnte sich kaum in Szene setzen. Steffen, als zweite Spitze um den Niederländer herum aufgeboten, wuselte zumeist ohne Wirkung – und monierte: „Wir waren zu weit weg von den zweiten Bällen. Jeder weiß selbst, dass es kein gutes Spiel von uns war.“

Und Malli füllte die Rolle als Spielgestalter auf der Zehn einmal mehr erstaunlich ideenlos aus. Auch, weil Leipzig eine unbequeme Gangart an den Tag legte, die diesen Spielern eher weniger schmeckt: „Es liegt halt auch am Gegner, der ein Wahnsinns-Tempo hinten drin hat, der hinten Eins-gegen-Eins spielen kann“, so Labbadia.

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Ginczek und Mehmedi werden schmerzlich vermisst

Nach lediglich zwei Treffern in den ersten vier Spielen in der Rückrunde werden die zurzeit verletzten Offensivkräfte Admir Mehmedi (Adduktoren) und Daniel Ginczek (Bandverletzung) umso mehr vermisst.

Letzterer wird noch mehrere Wochen ausfallen, für Mehmedi kommt das Bundesligaspiel in Freiburg am Samstag wohl auch noch zu früh. „Das müssen wir mal schauen“, sagt VfL-Manager Jörg Schmadtke, „aber er ist eher ein Kandidat für Mainz“. Eine Woche später also… Immerhin: Kapitän Josuha Guilavogui könnte im Breisgau dagegen wieder zum Kader gehören.

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