18. Mai 2018 / 21:01 Uhr

VfL Wolfsburg: Pokalfinale! Die Frauen wollen den nächsten Titel

VfL Wolfsburg: Pokalfinale! Die Frauen wollen den nächsten Titel

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Stephan Lerch und Lena Goeßlng vom VfL Wolfsburg
Stephan Lerch und Lena Goeßlng vom VfL Wolfsburg
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DFB-Pokal der Frauen:  Der VfL Wolfsburg will am Samstag im Finale gegen Bayern München den vierten Cup-Sieg in Folge

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Auf dem Weg zum Triple geht es am Samstag erst einmal ums Double: Die Fußballerinnen des VfL treffen im Finale des DFB-Pokals um 15 Uhr in Köln auf Bayern München. Für die Wolfsburgerinnen geht es dabei auch um die erneute Titelverteidigung – 2016 und 2017 hatte es jeweils 2:1-Finalsiege gegen Sand gegeben. Eine, die im vergangenen Jahr fehlte, ist diesmal besonders heiß: Lena Goeßling.

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Goeßling: "Man kann immer mehr Titel gebrauchen"

Goeßling fehlte beim Finale im Vorjahr, in dieser Saison hat sich die Nationalspielerin nach einer Verletzungspause wieder zu alter Form zurückgekämpft, ist – wahlweise im Mittelfeld oder in der Abwehr – eine der Top-Spielerinnen. Und die 32-Jährige ist nach all den Erfolgen der letzten Jahre mit dem VfL und dem Nationalteam immer noch titelhungrig. „Dieser Hunger ist noch da“, so Goeßling. „Man kann in seiner Sammlung immer mehr Titel gebrauchen. Das macht einen ja auch stolz.“

Was für Goeßling und Co. spricht: Alle seine Pokalfinals hat der VfL bisher gewonnen: 2013, 2015, 2016, 2017. Bei der einzigen Wolfsburger Niederlage gehörten die Fußballerinnen noch zum VfR Eintracht, der 1984 das Endspiel in Frankfurt mit 0:2 gegen die damalige Frauenfußball-Macht SSG 09 Bergisch Gladbach verlor.

Meister 2018! Die Frauen des VfL Wolfsburg sind wieder Titelträger

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Meister 2018! Die Frauen des VfL Wolfsburg sind wieder Titelträger © Boris Baschin

Köln ist ein gutes VfL-Pflaster

Die Vormachtsstellung haben jetzt die VfLerinnen inne – und Köln ist für sie ein gutes Pflaster. „Ich komme immer super gern hier her, es ist eine tolle Atmosphäre“, so Goeßling. „Man sollte das einfach genießen.“ Dass es der vierte Pokalsieg nacheinander werden kann, hat für sie einen besonderen Reiz: „Viermal hintereinander – hat das schon mal eine Mannschaft geschafft?“ Die Antwort ist: Ja. Der 1. FFC Frankfurt war von 1999 bis 2003 fünfmal in Folge Cup-Champion, der TSV Siegen von 1986 bis 1989 viermal. Für den VfL geht der Blick erst einmal Richtung Triumph Nummer 4. „Das muss unser Ziel sein, aber wir wissen auch, dass es schwierig wird“, so Goeßling. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, die Tagesform kann da auch entscheidend sein.“

Trainer Stephan Lerch mag sich derweil nicht mit Rekordlisten beschäftigen. „Natürlich ist jeder Titel wunderbar. Wir zählen jetzt aber nicht, wie viele es in der Vergangenheit waren. Der Fokus liegt auf heute und die Chance, den Pokal zu gewinnen, ist Anreiz genug. Und wir werden alles dafür tun, damit es auch so kommt!“

Die Qualitäten des FC Bayern seien bekannt, betont Lerch: „Sie spielen sehr flexibel, können variabel agieren. Sie versuchen durch bestimmte Laufwege Lücken zu reißen und haben dann auch die nötige Qualität, das auszuspielen.“ Und er warnt: „Sie haben sehr offensiv starke Spielerinnen. Sie sind ähnlich wie wir auf Ballbesitz aus und können von hinten heraus das Spiel gestalten.“

Lerchs Premiere als Cheftrainer

Für Lerch selbst, der zu Saisonbeginn Ralf Kellermann als Trainer abgelöst hatte, ist es das erste große Finale in dieser Rolle. „Die Vorfreude ist sehr groß. Das eine oder andere Finale habe ich ja schon hier erleben dürfen, damals als Assistenztrainer“, so der 33-Jährige vor dem gestrigen Training im Rheinenerige-Stadion. „Jetzt hier das erste Mal als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen zu dürfen, in einem tollen Stadion, im Rahmen eines ganz großen Spiels mit dieser Atmosphäre, ist etwas ganz Besonderes!“

Anna Blässe und ihre Titelsammlung in Bildern

Anna Blässe mit Zsanett Jakabfi (r.) Zur Galerie
Anna Blässe mit Zsanett Jakabfi (r.) ©

17.000 bis 18.000 Zuschauer erwartet

Wenn der VfL Wolfsburg heute im DFB-Pokalfinale auf den FC Bayern München trifft, können beide Mannschaften mit einer großen Kulisse rechnen. Verkauft wurden bisher knapp über 15.000 Karten. Erwartet werden letztlich zwischen 17.000 und 18.000 Fans. Im Vorjahr hatten 17.100 Zuschauer das Finale zwischen dem VfL und dem SC Sand (2:1) gesehen.

ARD mit Homburg und Baffoe

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Das Pokalfinale zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München wird live in der ARD übertragen, die Sendung beginnt um 14.45 Uhr. Die gebürtige Wolfsburgerin Valeska Homburg, die am Sonntag das VfL-Ligaspiel gegen Essen im AOK- Stadion angeschaut hatte, führt durch die Sendung, Bernd Schmelzer kommentiert, Expertin ist Ex-Nationalspielerin Nia Künzer. Schauspielerin Liz Baffoe   (KIKA, Lindenstraße), offizielle Sportbotschafterin der Stadt Köln, wird die Trophäe vor Anpfiff ins Rheinenergie-Stadion tragen.