02. August 2021 / 15:21 Uhr

Wolfsburg: Rexhbecaj-Abschied fix, neue Gerüchte um Brekalo

Wolfsburg: Rexhbecaj-Abschied fix, neue Gerüchte um Brekalo

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Leihe fix: Elvis Rexhbecaj wechselt von Wolfsburg nach Bochum.
Leihe fix: Elvis Rexhbecaj wechselt von Wolfsburg nach Bochum. © Boris Baschin
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Elvis Rexhbecaj wird den VfL Wolfsburg wie erwartet verlassen, die Ausleihe zum VfL Bochum ist fix. Derweil gibt es um Josip Brekalo neue Wechselgerüchte aus Italien.

Der Wechsel von Elvis Rexhbecaj von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg zum VfL Bochum ist perfekt. Wie beide Vereine am Montag bestätigten, wird der Mittelfeldspieler für ein Jahr an den Aufsteiger ausgeliehen. Damit kann es schon am ersten Bundesliga-Spieltag zum Wiedersehen kommen: Am 14. August tritt Bochum in der VW-Arena an.

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„Ich bin neugierig auf die Mannschaft und hoffe, dass ich ihr mit meinen Fähigkeiten helfen kann“, sagte Rexhbecaj, der in Wolfsburg bereits in der Jugend spielte und zuletzt an den 1. FC Köln verliehen war. Dort habe er "schon miterlebt, wie man im Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt erfolgreich sein kann". Bei seinem neuen Klub, bei dem er die Nummer 20 tragen wird, ist die Ausgangslage ähnlich. "Dass ich in Bochum die gleiche Rückennummer habe wie in Köln, sehe ich daher als gutes Omen...“

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In Bochum kann er über alte Wolfsburger Zeiten plaudern - mit Trainer Thomas Reiss, der bei den Wölfen U19-Coach war, und mit Ex-VfL-Profi Sebastian Schindzielorz, der jetzt Sport-Geschäftsführer beim Liga-Neuling ist. „Elvis kann im Mittelfeld auf vielen Positionen eingesetzt werden“, so Schindzielorz. „Laufstärke und Einsatzwillen prägen sein Spiel, zudem verfügt er über die nötige Robustheit, sich in der Bundesliga behaupten zu können.“

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Die zeigte er auch in Köln, nach der Rückkehr allerdings hatte Rexhbecaj keine wirkliche Stammplatz-Perspektive. Mit Wolfsburg ist er zwar eng verbunden, sein Vater ist Platzwart beim VfL - doch die Konkurrenz ist zu groß. Unter anderem tummeln sich Maximilian Arnold, Xaver Schlager, Josuha Guilavogui und Yannick Gerhardt in der Wolfsburger Zentrale. "Aus Elvis' Sicht", so VfL-Manager Jörg Schmadtke, "ist Bochum im Moment die beste Option. Was dann in einem Jahr ist, wird man sehen." Ein Verbleib in Köln wäre für den Spieler auch eine Option gewesen - aber der FC konnte die Ablöse von 7 Millionen Euro nicht stemmen. Kurios: Auch bei seinem Abschied auf Zeit vor eineinhalb Jahren war Rexhbecaj zum kommenden Wolfsburg-Gegner gewechselt, stand aber beim schellen Wiedersehen im Januar 2020 noch nicht im Kölner Aufgebot für's Duell mit dem VfL.

Für Wolfsburg absolvierte Rexhbecaj 28 Bundesliga-Spiele (zwei Tore), sein Debüt gab der heute 23-Jährige im Januar 2018 bei einem 1:0-Sieg in Hannover.

Rexhbecaj weg - ist Josip Brekalo der nächste? Dass der Kroate Wolfsburg verlassen will, ist längst klar, die Liste der angeblich interessierten Vereine wird fast täglich länger. Neu im Rennen: der FC Turin. Wie der "Kicker" berichtet, beschäftigt der Serie-A-Klub, bei dem Ex-VfLer Ricardo Rodriguez unter Vertrag steht, mit Brekalo, Trainer dort ist dessen Landsmann Ivan Juric. Der VfL fordert rund 15 Millionen Euro Ablöse für den 23-Jährigen, der in der vergangenen Saison beim VfL in 29 Spielen sieben Tore erzielte und dessen Vertrag noch bis 2023 läuft.

Mit Ole Pohlmann (Dortmund II) und Bryang Kayo (Viktoria Berlin) hatten zuletzt zwei Youngster den VfL Wolfsburg verlassen - auch, weil es bei den Niedersachsen keine U23 mehr gibt, die eine Einsatzperspektive bietet. Beide sind für die U19 zu alt - das gilt auch für Kobe Hernandez-Foster, Dominik Marx, Marcel Beifus und Jannis Lang, die mit den Profis trainieren. Bleiben sie beim VfL, müssen sie allerdings nicht komplett auf Nachwuchs-Pflichtspiele verzichten, denn sie sind in der Youth League spielberechtigt. In diesem Wettbewerb, in dem der VfL-Nachwuchs auf dieselben Gegner trifft wie die "Großen" in der Champions League, gelten andere Stichtage.