03. Februar 2022 / 09:20 Uhr

Wolfsburgs Schäfer über Ex-Mitspieler Kruse: "Er ist ehrlich und direkt - auch in der Kabine"

Wolfsburgs Schäfer über Ex-Mitspieler Kruse: "Er ist ehrlich und direkt - auch in der Kabine"

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gemeinsame Vergangenheit im Wolfsburger Team: Max Kruse und Marcel Schäfer.
Gemeinsame Vergangenheit im Wolfsburger Team: Max Kruse und Marcel Schäfer. © Roland Hermstein / WölfeTV
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Marcel Schäfer, Sportdirektor des VfL Wolfsburg, hat in der Saison 2015/16 mit Max Kruse zusammengespielt. Er erinnert sich an eine starke Quote des Winter-Neuzugangs - und sagt heute über ihn: "Er zieht einfach sein Ding durch."

Max Kruse zum VfL Wolfsburg - dass der Überraschungstransfer dieses Bundesliga-Winters so hohe Wellen schlug, liegt auch daran, dass der 33-jährige Offensivmann eine Wolfsburger Vergangenheit hat. Teil dieser Vergangenheit ist Marcel Schäfer, heute VfL-Sportdirektor und 2015/16 Kruses Mannschaftskollege bei den Niedersachsen. In 17 Liga-Spielen standen die beiden gemeinsam auf dem Platz.

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Die Erinnerung daran, so Schäfer, habe jetzt bei der Rückkehr für beide "durchaus auch eine Rolle gespielt". Nicht zuletzt, weil Kruses erste Wolfsburg-Phase sportlich "eine erfolgreiche Zeit war". In 43 Pflichtspielen war er auf 21 Torbeteiligungen gekommen. "Eine 50-Prozent-Quote - das ist eine sehr gute Quote.“ Und: "Bei allen seinen Vereinen war Max immer ein wichtiger Spieler - einer, der Verantwortung übernimmt und auch schwierige Phasen nicht scheut."

Am Ende seiner ersten Wolfsburger Zeit hatte Kruse für Schlagzeilen auf und vor allem außerhalb des Platzes gesorgt - unter anderem, weil er einen nennenswerten Geldbetrag in einem Berliner Taxi vergaß und der daraus folgende öffentliche Spott bei den VfL-Verantwortlichen um den damaligen Manager Klaus Allofs für Verärgerung sorgte. "Damals ist das eine oder andere vorgefallen, da müssen wir nicht drumherum reden", so Schäfer. Wichtiger aber ist: "Die Dinge um seine Person prallen vollkommen an ihm ab. Er zieht einfach sein Ding durch. Und er hat eine klare Meinung, zu der er steht, egal wie viel Gegenwind es gibt. Er ist ein Gewinnertyp, dabei ehrlich und direkt - auch in der Kabine."

Damals sangen Schäfer und Kruse sogar zusammen - auf Youtube ist das Video immer noch zu finden. "Ich habe ihm das ,Nineteen-Forty-Five' der Fans beigebracht", so der heutige Sportdirektor, "aber den Anlass dafür weiß ich nicht mehr."

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Dass seit Kruses erster VfL-Zeit fünfeinhalb Jahre vergangen sind, war dabei eher ein Argument für die Rückkehr. "Jeder reift mit den Jahren. Max ist mittlerweile verheiratet, hatte mehrere Stationen. Natürlich hat er sich verändert. Entscheidend ist, dass wir wir jemanden wollten, der Erfahrungen mitbringt - und auch sportliche Situationen kennt, wie wir sie gerade haben."

Und das unterscheide Kruse auch von Jonas Wind und Kevin Paredes, den beiden anderen Wolfsburger Winter-Zugängen. Schäfer: "Max weiß, was auf ihn zukommt - für die beiden anderen ist die Situation eher neu." Am Ende ihrer gemeinsamen VfL-Saison wurden Schäfer und Kruse mit dem Wolfsburg Achter - was damals als sportlicher Rückschlag galt, erscheint heute als erstrebenswertes Ziel für den Tabellen-15. "Wir hätten", so Schäfer schmunzelnd, "nichts dagegen, wenn es wieder so kommt..."

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