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Wolfsburg: Schlager verletzt, Mainz will Marmoush, Guilavogui soll bleiben

Transferende naht: Guilavogui (l.) ist wegen der Verletzung von Schlager (M.) enorm wichtig, Marmoush (r.) könnte noch gehen, Manager Schmadtke hat zu tun. © 

Am Dienstag schließt das Transferfenster. Beim VfL Wolfsburg wird es bis dahin noch Veränderungen im Kader geben - das deutet Manager Jörg Schmadtke an.

Nach dem VfL-Spiel gegen Leipzig ist Länderspielpause, die Nicht-Nationalspieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten dürfen es ein bisschen ruhiger angehen lassen – Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer wiederum haben eher keine Ruhe. Denn im VfL-Kader könnte es noch Bewegung geben, ehe am Dienstag die Sommer-Transferperiode endet. Ein Flügelspieler und ein Abwehrspieler (Micky van de Ven) könnten noch kommen, Omar Marmoush etwa noch gehen. Auch bei Vize-Kapitän Josuha Guilavogui gibt es Wechsel-Spekulationen.

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Die dürften sich wahrscheinlich erledigen - denn Xaver Schlager musste beim 1:0-Sieg gegen Leipzig verletzt vom Platz, das schmerzverzerrte Gesicht des Österreichers ließ nichts Gutes vermuten, offenbar ist das rechte Knie betroffen. Für eine nähere Diagnose, so Trainer van Bommel, müsse man bis Montag warten.

Für Schlager kam Guilavogui, fügte sich sofort in das Team ein und verteidigte das 1:0 aufopferungsvoll. Der Mittelfeldmann sei "ein gutes Beispiel" für die Wolfsburger Mentalität, meinte Mannschaftskollege Maximilian Arnold, denn: "Josh hat sofort alles weggeräumt, was nicht bei Drei auf dem Baum war..."

Seit 2014 spielt der Franzose, die vergangenen drei Jahre war er Kapitän, beim VfL. Aber in der vergangenen Spielzeit verlor er seinen Stammplatz, in dieser noch jungen Saison war er auch nicht erste Wahl, er kam lediglich zu Kurzeinsätzen. Nach Informationen des Portals Fußballtransfers.com sollen der FC Watford, der FC Venedig, Dinamo Moskau und Vereine aus Katar interessiert sein. Geht Guilavogui noch? Ganz ausgeschlossen schien das zumindest bis zur Schlager-Verletzung nicht.

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Schmadtke jedenfalls will, dass er bleibt. „Josh ist Bestandteil unseres Kaders, er ist Co-Kapitän. Wir haben nichts auf dem Tisch liegen, mit dem ich mich beschäftigen müsste“, sagte der Manager schon vor dem Leipzig-Spiel. Und er wurde deutlich: „Es gibt da kein Thema und ich lasse kein Thema aufkommen. Er bleibt.“ Dass Guilavogui gerade eine sportlich schwierige Zeit durchmache, dafür hat der Manager Verständnis – und dennoch bauen die Verantwortlichen weiterhin auf den erfahrenen Defensivspieler und wünschen sich, dass er sich beim VfL durchsetzt.

Guilavogui bleibt, sagt der Manager – bei Josip Brekalo könnte das am Ende auch so sein, obwohl der Flügelspieler weg will, aber nach wie vor haben Schmadtke und Schäfer kein Angebot auf dem Tisch. Vages Interesse hatte der FC Turin geäußert, in den vergangenen Tagen sollte sich das konkretisieren - das hatte die Brekalo-Seite zumindest gehofft. Pustekuchen. Schmadtke: „Wir drängen ihn nicht, sich zu verändern. Wenn er sich verändern will, okay. Und wenn er hier ist, okay. Dann soll er sich bitte auf die Aufgabe hier konzentrieren und soll sich dem Konkurrenzkampf hier stellen. Punkt.“ Was den Verantwortlichen nicht schmeckt ist, dass es gefühlt jede Transferperiode Wechselgerüchte um Brekalo gibt. Der Manager betont: „Wir wollen Spieler, die sich mit der Idee hier in Wolfsburg identifizieren."

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Schmadtke will, dass sich Brekalo aufs Wesentliche konzentriere, dann könne er der Mannschaft helfen. „Ich mag den Jungen. Ich mag es, ihm beim Fußball spielen zuzuschauen. Da gibt es kein Problem.“ Was Brekalo zuletzt gezeigt habe, hat dem Manager gefallen. „Er ist in dieser Saison zweimal reingekommen und hatte einen Effekt für unser Spiel. Das war alles gut.“ Schmadtke dachte dabei ans Pokalspiel in Münster, als der kroatische Nationalspieler nach seiner Einwechslung getroffen hatte. Beim Sieg in der Liga bei Hertha war Brekalo ebenfalls von der Bank gekommen – und hatte die Vorlage zum Siegtor von Lukas Nmecha gegeben.

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Der VfL vorm Transferende – ein Flügelspieler könnte noch kommen, Lech Posen bleibt bei VfL-Kandidat Jakub Kaminski hart und will ihn nicht ziehen lassen. Aber der VfL hat Alternativen an der Angel. Schmadtke vielsagend: „Wir stehen selten auf einem Bein...“ Gehen wiederum dürfte Omar Marmoush, den auch Hannover 96 im Visier hatte. Er ist ein heißes Thema in Mainz, die 05er wollen ihn leihen, der VfL favorisiert jedoch einen anderen Klub aus der Bundesliga, im Gespräch ist auch Fürth. Der Ägypter, gegen Leipzig kurz vor Schluss eingewechselt, war im vergangenen Jahr an St. Pauli ausgeliehen und hatte da überzeugt, jetzt steht die nächste Leihe an – eine, bei der der Offensivmann erneut viel Spielpraxis bekommen soll.

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