27. März 2019 / 14:52 Uhr

VfL Wolfsburg: Schmadtke erklärt, worauf es für Europa ankommt

VfL Wolfsburg: Schmadtke erklärt, worauf es für Europa ankommt

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mit Jörg Schmadtke als Manager qualifizierte sich Alemannia Aachen, Hannover 96 (zweimal) und der 1. FC Köln für den Europapokal.
Mit Jörg Schmadtke als Manager qualifizierte sich Alemannia Aachen, Hannover 96 (zweimal) und der 1. FC Köln für den Europapokal. © imago/Montage
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Er schaffte es mit Aachen, Hannover und Köln, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren – damit es auch beim VfL Wolfsburg unter Manager Jörg Schmadtke schon in dieser Saison so weit sein könnte, müsse der Klub vor allem die Heimbilanz aufbessern.

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Es wäre nicht das erste Mal, dass Jörg Schmadtke einen Klub als Manager nach Europa führt. Bei Alemannia Aachen war das so (allerdings über den DFB-Pokal), bei Hannover 96 war das zweimal so, beim 1. FC Köln war das zuletzt vor zwei Jahren so. Auch beim VfL Wolfsburg könnte es am Ende der Saison so sein. Doch der 55-Jährige weiß aus seinen Erfahrungen eben auch, dass dafür an den noch acht ausstehenden Spieltagen vieles passen muss.

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„Manchmal sind es Kleinigkeiten“, macht Schmadtke auf die Dinge aufmerksam, die letztendlich ausschlaggebend sein können. Dazu zählen nicht nur Verletzungen, sondern auch Gelb-Sperren – und deren Zeitpunkte. Beim VfL sieht es da einerseits gut (nur Ignacio Camacho fällt noch länger aus), andererseits nicht so gut aus, denn mit Jerome Roussillon, Maximilian Arnold, Elvis Rexhbecaj, Wout Weghorst und dem am Comeback arbeitenden Daniel Ginczek droht fünf Spielern seit Wochen der fünfte gelben Karton – und damit eine Sperre.

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Zudem wichtig im Wettrennen um die internationalen Plätze ist laut Schmadtke "die Ruhe zu bewahren. Man darf sich nicht jedes Wochenende aufs Neue vom Ergebnis blenden lassen.“ Bedeutet: Abgerechnet wird am Schluss. Und dass die Wolfsburger bis dahin tatsächlich um Europa mitspielen können, haben sie in dieser Saison bereits nachhaltig unter Beweis gestellt.

"Extrem talentierte High-Speed-Mannschaft"

„Mit Frankfurt und Hoffenheim spielen wir noch gegen zwei direkte Konkurrenten um die Plätze“, sagt Wolfsburgs Manager – mit RB Leipzig wartet zudem noch ein Champions-League-Kandidat und nun mit Borussia Dortmund ein Meisterkandidat als Gegner. Aufgrund dessen Kopf-an-Kopf-Rennens mit den Bayern rechnet er am Samstag (15.30 Uhr) mit einer „ähnlichen Konstellation“ wie vor dem letzten VfL-Auswärtsspiel in München, was angesichts des Ergebnisses (0:6) zumindest recht bedrohlich klingen mag. Schmadtke: „Dortmund ist eine extrem talentierte High-Speed-Mannschaft, die kombinieren kann, aber auch eine unglaubliche Schnelligkeit hat. Da muss man dann die richtigen Mittel finden.“

Das sind die Tops und Flops aller Schmadtke-Transfers:

<b>Jörg Schmadtke</b> hat für Alemannia Aachen, Hannover 96 und den 1. FC Köln so einige Transfers über die Bühne gebracht.  Zur Galerie
Jörg Schmadtke hat für Alemannia Aachen, Hannover 96 und den 1. FC Köln so einige Transfers über die Bühne gebracht.  ©

Vor dem Bayern-Spiel hatte Trainer Bruno Labbadia von einer „Reifeprüfung“ gesprochen, um nicht viel anderes handelt es sich wohl auch bei der Partie in Dortmund. Will der VfL aber wirklich ein Wörtchen um Tabellenplatz sechs und aufwärts mitsprechen, muss er wohl vor allem Punkte in den noch ausstehenden Spielen gegen Hannover, Nürnberg, Stuttgart und Augsburg sammeln.

"Heimspiele könnten ein Schlüssel sein"

Schmadtke lenkt zwar ein, dass es „nicht immer einfacher ist, gegen Mannschaften, die unten stehen, zu spielen“, doch auch er glaubt, dass „die Heimspiele am Ende ein Schlüssel sein könnten“ – in denen es gegen drei der besagten vier Gegner aus dem Tabellenkeller geht. Schon in Hannover und Köln waren Schmadtkes Mannschaften in den Saisons, in denen sie sich für Europa qualifizierten, stets wesentlich heim- als auswärtsstarker. Also: „Wenn wir unsere Statistik zu Hause aufbessern, ist das eine Grundvoraussetzung, um das zu erreichen.“