15. März 2019 / 17:26 Uhr

VfL Wolfsburg - Schmadtke: Wiedersehen mit der Fortuna am Geburtstag

VfL Wolfsburg - Schmadtke: Wiedersehen mit der Fortuna am Geburtstag

Engelbert Hensel
Jörg Schmadtke (Manager VfL Wolfsburg): Das Spiel war insgesamt nicht prickelnd, wir haben es nicht geschafft, einen Pokalfight daraus zu machen - und dadurch nicht unverdient verloren. Leipzig war in einigen Dingen besser.
Freut sich auf seinen Heimatklub Fortuna Düsseldorf: VfL-Manager Jörg Schmadtke. © Boris Baschin
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Von 1985 bis 1993 hatte Jörg Schmadtke bei Fortuna unter Vertrag gestanden. Als Eigengewächs schaffte er dort den Durchbruch, machte als Torwart insgesamt 261 Spiele für die Düsseldorfer (387 Gegentore). Ausgerechnet am Samstag, an Schmadtkes Geburtstag, gibt's nun das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein.

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Während einer Fußball-Bundesliga-Saison wird dann gern mal von einem Überraschungsteam gesprochen – Fortuna Düsseldorf gehört zweifelsohne in diese Kategorie. Sieben der vergangenen elf Liga-Spiele hat der Traditionsklub gewonnen und steht nicht – wie von vielen Experten erwartet – auf einem Abstiegsplatz, sondern mit 31 Zählern auf Platz elf.

Am Samstag (15.30 Uhr) kommt diese starke Fortuna nun nach Wolfsburg zum Duell mit dem VfL, bei dem Jörg Schmadtke seit dem vergangenen Sommer im sportlichen Bereich das Sagen hat. Der Mann, der von 1985 bis 1993 bei der Fortuna unter Vertrag gestanden hatte, ist von der Entwicklung seines Ex-Klubs überrascht.

Jörg Schmadtke - Seine Karriere in Bildern:

VfL Wolfsburg: Jörg Schmadtke - Karriere in Bildern Zur Galerie
VfL Wolfsburg: Jörg Schmadtke - Karriere in Bildern ©
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Nein, Bezeichnungen wie „alte Liebe“ oder „seine Liebe“ seien im Zusammenhang mit ihm und der Fortuna nicht richtig, sagt Schmadtke. „Heimatklub“ sei richtig, betont der 54-Jährige. Das Hinspiel bei seinem Heimatklub hatte der VfL mit 3:0 gewonnen, die Fortuna hatte in dieser Saisonphase mit den erwarteten Problemen eines Aufsteigers zu kämpfen und war mit fünf Punkten Tabellenletzter.

„Nach dem Hinspiel sah es nicht so aus, als ob sie sich stabilisieren würden, aber der Dezember-Monat hat ihnen total geholfen, da haben sie neun Punkte geholt, haben Dortmund geschlagen“, erinnert Schmadtke, der einst als Eigengewächs bei der Fortuna den Durchbruch geschafft und als Torwart insgesamt 261 Spiele für die Düsseldorfer (387 Gegentore) bestritten hatte.

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Diese Super-Woche kurz vor Weihnachten habe seinem Ex-Klub einen Schub gegeben. „Aber noch wichtiger war aus meiner Sicht, dass sie sich zuvor nicht aus der Ruhe haben bringen lassen, sondern einen langen Atem bewiesen haben.“ Einzig in der Winterpause war kurzfristig mal Unruhe aufgekommen, als die Verantwortlichen zunächst verkündeten, der am Saisonende auslaufende Vertrag von Trainer-Fuchs Friedhelm Funkel werde nicht verlängert. Doch dann ruderten die Bosse zurück und verlängerten doch mit dem Aufstiegs-Coach.

Aber Funkel ist für Schmadtke nicht der einzige Grund, warum sein Ex-Verein zu den Überraschungen der Saison zählt. „Sie haben kaum Jungspunde, sondern eine sehr erfahrene Mannschaft. Zudem stimmt das Zusammenspiel aller Parteien im Klub, dann kannst du solch eine Saison spielen“, sagt der VfL-Manager, in dessen Brust am Samstag dennoch keine zwei Herzen schlagen. Schmadtke will nach der 0:6-Klatsche mit dem VfL in München gegen seinen Heimatklub zurück in die Erfolgsspur, um weiterhin an den europäischen Plätzen dran bleiben zu können.

Bruno Labbadias Jahr beim VfL Wolfsburg in Bildern:

Am 20. Februar wird Bruno Labbadia als Cheftrainer des VfL Wolfsburg verpflichtet. Er übernimmt das Team im Absteigskampf: Wolfsburg hat seinerzeit 24 Punkte nach 23 Spieltagen und steht auf dem 14. Platz – nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. Zur Galerie
Am 20. Februar wird Bruno Labbadia als Cheftrainer des VfL Wolfsburg verpflichtet. Er übernimmt das Team im Absteigskampf: Wolfsburg hat seinerzeit 24 Punkte nach 23 Spieltagen und steht auf dem 14. Platz – nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. ©

Und dieser Dreier soll ausgerechnet an seinem 55. Geburtstag gelingen. Am Geburtstag im Stadion dem eigenen Team die Daumen drücken – wann war das eigentlich zuletzt mal der Fall? „Keine Ahnung, das habe ich nicht parat“, sagt der Manager in seiner gewohnt unaufgeregten Art. „Das ist mir auch egal.“ Viel wichtiger für ihn ist, dass das Spiel gegen seinen Heimatklub gewonnen wird.

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