30. Mai 2018 / 20:34 Uhr

VfL Wolfsburg: Schmadtke will endlich loslegen, Modeste kein Thema

VfL Wolfsburg: Schmadtke will endlich loslegen, Modeste kein Thema

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
xuhx, Berlin, Olympiastadion, 19.05.18, DFB-Pokal-Finale: FC Bayern Muenchen - Eintracht Frankfurt Bild: Jörg Schmadtke (neuer Manager VfL Wolfsburg) Berlin *** xuhx Berlin Olympic Stadium 19 05 18 DFB Cup Final FC Bayern Muenchen Eintracht Frankfurt Bild Jörg Schmadtke new Manager VfL Wolfsburg Berlin
Will beim VfL früher loslegen: Neu-Geschäftsführer für Sport Jörg Schmadtke. © imago/Jan Huebner
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Jörg Schmadtkes offizieller Dienstantritt beim VfL ist der 1. Juli. Aber: Möglicherweise kann der neue Manager der Wolfsburger schon früher beim Fußball-Bundesligisten einsteigen. Die Verhandlungen mit seinem Ex-Klub 1. FC Köln laufen – und es könnte schnell gehen...

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Schmadtke erhielt bei der Trennung von seinem ehemaligen Verein eine millionenschwere Abfindung. Dem Vernehmen nach waren es 3,3 Millionen Euro. Dafür darf der 54-Jährige jedoch bis Ende Juni keinen neuen Klub übernehmen. Ein Problem: Wegen der Relegation hat der VfL schon viel Zeit verloren, Spieler, die für die Wolfsburger interessant waren, sind längst vom Markt. Beim Neuaufbau zählt also jeder Tag, den der neue Manager früher einsteigen kann. Deshalb wird verhandelt. Für den VfL ist es Aufsichtsratschef Frank Witter, der die Gespräche führt. Die Kölner Seite ist durch FC-Präsident Werner Spinner vertreten. Diese beiden Gremien bestellen die Geschäftsführer ihrer Fußball-Abteilungen –  und versuchen nun, eine Lösung in der Frage zu finden. FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle bestätigte gegenüber dem Kölner Express: „Es gibt Gespräche zwischen unserem Präsidium und dem Aufsichtsrat des VfL Wolfsburg über dieses Thema.“

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Verhandelt wird, ob Schmadtke einen Teil der Abfindung zurückzahlt, und/oder ob der VfL eine Art „Ablöse“ für den neuen Sportgeschäftsführer überweist, im Gespräch ist angeblich eine Summe von 500.000 Euro. Beide Seiten sind bemüht, eine schnelle Lösung zu finden – damit Schmadtke im Idealfall schon morgen offiziell in Wolfsburg einsteigen kann.

Dann kann der VfL auch seine Bemühungen auf dem Transfermarkt weiter intensivieren. An den Gerüchten um den Ex-Kölner Anthony Modeste ist nach WAZ-Informationen nichts dran, dafür steht mit Daniel Ginczek ein anderer Angreifer oben auf der Wolfsburger Wunschliste. Ginczek müsste vom VfB Stuttgart losgeeist werden, der ihn eigentlich nicht abgeben möchte. Das klingt nach zähen Verhandlungen, in die Schmadtke gern möglichst früh offiziell einsteigen würde – so früh, wie er eben darf...

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Beim VfL steht nach der zweiten Relegation in Folge mal wieder alles auf dem Prüfstand. Nicht nur im Kader wird’s gravierende Veränderungen geben, auch im Team um das Team herum dürfte sich einiges tun. Ein neuer Teammanager könnte kommen, nachdem Maria Wallenborn zu Beginn des Jahres zum Hamburger SV abgewandert war und Elk Jörn diese Stelle kommissarisch besetzt hatte. Veränderungen sind auch in der medizinischen Abteilung geplant, nachdem die Wolfsburger in der vergangenen Saison mit unfassbar vielen Verletzungssorgen zu kämpfen hatten. Denkbar ist auch, dass VfL-Trainer Bruno Labbadia neben Eddy Sözer einen weiteren Co-Trainer bekommt. Bleiben wiederum soll Günter Kern, den Labbadia im März dazugeholt hatte. Der Vertrag von Kern galt nur bis zum Sommer. Der 59-Jährige sollte sich als Athletik-Trainer unter anderem um eine schnellere Genesung der Profis kümmern.

Kurzum: Es gibt viel zu tun – daher hofft Schmadtke, dass er endlich für den VfL arbeiten darf.