18. August 2020 / 18:00 Uhr

VfL Wolfsburg siegt im Test gegen Lübeck, Sturmtalent Bialek schaut schon zu

VfL Wolfsburg siegt im Test gegen Lübeck, Sturmtalent Bialek schaut schon zu

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Testsieg: Der VfL Wolfsburg (r. Josuha Guilavogui) setzte sich gegen Phönix Lübeck durch.
Testsieg: Der VfL Wolfsburg (r. Josuha Guilavogui) setzte sich gegen Phönix Lübeck durch. © Boris Baschin
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Erster Testsieg für den VfL Wolfsburg in der Saisonvorbereitung: Gegen Viertligist Phönix Lübeck setzte sich der Fußball-Bundesligist mit 2:0 durch. Sturmtalent Bartosz Bialek schaute bereits von der Tribüne aus zu.

Zweiter Test, erster Testspielsieg für den VfL Wolfsburg in dieser Sommer-Vorbereitung: Nach dem ernüchternden 0:1 am Samstag gegen Nachbar Braunschweig gewann der Fußball-Bundesligist gegen Viertligist 1. FC Phönix Lübeck mit 2:0. Aber noch interessanter: Auf der VIP-Tribüne saß bereits Sturmtalent Bartosz Bialek von Zaglebie Lubin, der Angreifer steht unmittelbar vor einem Wechsel zum VfL.

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In der ersten Halbzeit konnte Bialeks neues Team nur selten überzeugen. Die Wolfsburger, die im Mittelfeld wie schon beim 0:1 gegen Nachbar Eintracht Braunschweig mit Raute spielten, hatten zwar viel Ballbesitz, pressten sehr hoch. Aber nach Balleroberung passierte fast nichts. Tim Siersleben (Kopfball nach Ecke), Renato Steffen (aus der Distanz ans Außennetz), Wout Weghorst (Lübeck-Torhüter Kevin Trittel wehrte zur Ecke ab) und Kevin Mbabu (sein Versuch ging vorbei) vergaben.

Zur Pause wechselte VfL-Trainer Oliver Glasner dann komplett durch - und sorgte somit dafür, dass Weghorst und Daniel Ginczek nicht zusammen auf dem Platz stehen konnten. Beide hatten sich gegen Braunschweig gezofft. Weghorst war mit dem taktischen Verhalten von Ginczek nicht einverstanden gewesen. Dieser reagierte gereizt, schnauzte den Niederländer an. "Halt die Fresse, Junge! Was glaubst du eigentlich, wer du bist?", brüllte Ginczek durchs AOK-Stadion.

Testspiel: VfL Wolfsburg gegen 1. FC Phönix Lübeck

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Testspiel: VfL Wolfsburg gegen 1. FC Phönix Lübeck ©

Apropos Ginczek: Glasner bot den Stürmer diesmal als Zehner auf, hinter den Spitzen Joao Victor und Omar Marmoush. Bei den Spielern des Regionalliga-Aufsteigers merkte man nun, dass sie in der ersten Halbzeit viel hatten laufen müssen. Die taktische Ordnung passte nicht mehr ganz, sodass sich für den VfL Räume ergaben. Luca Horn nutzte das zur Führung, Felix Klaus (der Außenstürmer spielte erneut hinten rechts) baute die kurze Zeit später aus. Die Gäste hätten in der 68. Minute (nach einem Patzer von John Anthony Brooks) den Anschlusstreffer erzielen müssen, aber Haris Hysenis Versuch ging rechts vorbei, später tarf er die Latte. Ginczek wiederum vergab freistehend 20 Minuten vorm Ende aus zwölf Metern leichtfertig, ebenso Marmoush (nach tollem Solo), der eingewechselte John Yeboah traf kurz vorm Ende mit einem Kracher die Latte.

Und das alles vor den Augen von Bialek, dessen Wechsel nach Wolfsburg in dieser Woche noch offiziell werden dürfte. Möglicherweise kann der Angreifer schon am Samstagnachmittag beim nächsten VfL-Test gegen Zweitligist Holstein Kiel erstmals für seinen neuen Klub auflaufen. Der robuste Stürmer hat gleich in seiner ersten Saison in der Extraklasa überzeugen können. Seine Bilanz: neun Tore und vier Vorlagen in 19 Spielen. Ex-VfL-Stürmer Andrzej Juskowiak hatte zum SPORTBUZZER am Montag gesagt: „Wolfsburg und Bialek – das passt."

Mehr zum VfL Wolfsburg

VfL (1. HZ): Casteels - Mbabu, Pongracic, Siersleben, Roussillon - Guilavogui - Gerhardt, Schlager - Brekalo - Steffen, Weghorst.
VfL (2. HZ): Pervan - Klaus, Bruma, Brooks, Horn - Arnold - Justvan (72. Yeboah), Malli - Ginczek - Victor, Marmoush.
Phönix (1. HZ): Tittel - Fischer, Thiel, Lindenberg, Blazheski (56. Korup) - Lambach, Kwame (61. Gnerlich) - Scharkowski (70. Ahn), Tetik (70. Al-Tamemy), Bock (56.Aouci) - Hyseni.
Schiedsrichter: Felix Bickel (Wolfsburg).
Tore: 1:0 (50) Horn, 2:0 (60.) Klaus.