22. Mai 2020 / 16:16 Uhr

Wolfsburger soll Geschäftsführer bei 1860 München werden

Wolfsburger soll Geschäftsführer bei 1860 München werden

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wird als 1860-Geschäftsführer gehandelt: Sven Froberg
Wird als 1860-Geschäftsführer gehandelt: Sven Froberg
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Ein Wolfsburger soll Geschäftsführer bei 1860 München werden. Wie "Süddeutsche" und "Abendzeitung" berichten, ist Sven Froberg Top-Kandidat für den Posten bei der TSV 1860 KGaA. Froberg selbst, zuletzt Kommunikations-Chef beim VfL Wolfsburg, will sich dazu nicht äußern.

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Bundesliga-Gründungsmitglied, deutscher Meister 1966, lange ein zweiter großer Klub in München: Der TSV 1860 hat viel Tradition - und viele Probleme. Zwischenzeitlich in die Viertklassigkeit abgestürzt, waren die Löwen vor der Corona-Pause Sechster in der 3. Liga, mit Kontakt zu den Aufstiegsrängen. Das Gebaren von Investor Hasan Ismaik, seit 2011 Hauptanteilseigner bei 1860, sorgte immer wieder für Negativ-Schlagzeilen - und für Personalrochaden. Jetzt ist ein Geschäftsführer-Posten vakant, weil Michael Scharold den Verein zum 30. Juni verlässt. Froberg gilt als Ismaiks Wunschkandidat.

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Froberg (48), gebürtiger Wolfsburger, ist Kommunikations-Profi, war leitend unter anderem bei Sat1 und beim Sport-Informations-Dienst tätig. 2018 kam er zum VfL, war erst Presse-Chef und dann nach einer Umstrukturierung Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation. Sein Vertrag lief am 1. April aus, beratend blieb er allerdings für den VfL tätig, organisiert unter anderem den VfL-Livestream vor dem Geisterspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund. Zu den Berichten über seine mögliche neue Aufgabe in München möchte er sich nicht äußern.

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Die Entscheidung über den neuen 1860-Geschäftsführer soll in der ersten Juni-Woche fallen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung haben der Verein - vertreten durch einen Verwaltungsrat - und die Investorengruppe um Ismaik je einen Kandidaten, den sie für die freie Stelle ins Rennen schicken wollen. Pikant und angesichts der verwirrend erscheinenden Machtverhältnisse bei 1860 wohl nicht ungewöhnlich: Froberg soll auch einer von sechs Kandidaten des Vereins gewesen sein, war aber am Ende nicht erste Wahl. Allerdings: Es wäre nicht die erste Entscheidung, die Investor Ismaik gegen den Willen des Vereins durchdrückt.