12. Oktober 2021 / 10:25 Uhr

Wolfsburg-Sportdirektor Schäfer: Darum haben wir jetzt spannende Wochen vor uns

Wolfsburg-Sportdirektor Schäfer: Darum haben wir jetzt spannende Wochen vor uns

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zwischen Bundesliga und Königsklasse: Sportdirektor Marcel Schäfer erwartet richtungweisende Wochen für den VfL Wolfsburg.
Zwischen Bundesliga und Königsklasse: Sportdirektor Marcel Schäfer erwartet richtungweisende Wochen für den VfL Wolfsburg. © dpa / Boris Baschin
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Für den VfL Wolfsburg stehen bis zur nächsten Länderspiel-Pause im November vier Liga-Partien und zwei Duelle mit Salzburg an. Danach dürfte klar sein, zu was es für den VfL in diesem Jahr reicht.

In der Fußball-Bundesliga mit 13 Punkten nach sieben Spieltagen auf Platz fünf, in der Champions League mit den Remis in Lille und gegen Sevilla ordentlich gestartet – und doch lässt sich noch nicht greifen, zu was es für den VfL Wolfsburg in dieser Saison reichen kann. Wie gut ist der VfL wirklich? Nach den nun folgenden Wochen mit vier Liga-Spielen und zwei Königsklassen-Duellen bis zur nächsten Länderspielpause Mitte November dürfte es eine Antwort auf diese Frage geben, sagt VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer. Denn: „Dann haben wir in der Liga elf Spiele hinter uns - und dann kann man gewisse Dinge reflektieren.“

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Die aktuelle Länderspielpause neigt sich ihrem Ende entgegen, am Montag begann für die Nicht-Nationalspieler des VfL die Vorbereitung auf die Partie am Samstag (15.30 Uhr) bei Union Berlin. Die Köpenicker stehen mit einem Zähler weniger als Wolfsburg auf Platz sieben, danach kommt der Tabellenvierte Freiburg in die VW-Arena, bevor das Team zum Zweiten Leverkusen muss und zum Abschluss der zweiten intensiven Wochen die unangenehm zu spielenden Augsburger zu Gast hat.

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Und in der Wochenmitte liegen zweimal die Duelle mit dem österreichischen Ligakrösus RB Salzburg (20. Oktober und 2. November), der in der Liga alles gewonnen, mit großem Vorsprung Erster ist und in der CL noch kein Spiel verloren hat. „Spannende Wochen für uns. Die Gegner sprechen für sich, alles gute Mannschaften. Union, Freiburg und Leverkusen sind im Moment top – und die Salzburger sind es auch“, so Schäfer. „Das sind schöne Herausforderungen. Man wird sehen, wie weit unser Entwicklungs-Prozess ist.“

Im VfL-Kader hat sich im Sommer viel verändert. Mit Mark van Bommel hat der VfL einen neuen Trainer geholt, mit Dodi Lukebakio (Hertha BSC), Micky van de Ven (FC Volendam), Aster Vranckx (KV Mechelen), Sebastiaan Bornauw (1. FC Köln), Lukas und Felix Nmecha (beide Manchester City) sowie Königstransfer Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon) wurden sieben neue Spieler geholt. Spieler mit viel Qualität, aber mit Vranckx oder van de Ven auch welche, die die Chance bekommen sollen, in Wolfsburg eher mittelfristig sportlich wachsen zu können - und denen auch Fehler zugestanden werden. „Unsere Spieler sollen diese Wochen mit Begeisterung angehen und es nicht als Belastung empfinden“, wünscht sich Schäfer. Der ehemalige Profi fügt hinzu: „Es ist doch schön, sich auf diesem Niveau beweisen zu dürfen.“

Allerdings werden auf diesem Top-Niveau Fehler meist eiskalt bestraft - wie das 1:3 gegen Gladbach zum Abschluss der letzten englischen Woche gezeigt hatte. Nach dem Fight in der Königsklasse gegen Sevilla wurde zu Beginn der Partie gegen die Borussia gepennt, nach sieben Minuten lag der VfL 0:2 hinten. Schäfer: „Natürlich kann man mal aufgrund der englischen Woche körperlich vielleicht etwas müde sein. Das ist normal. Aber man muss mental für diese Herausforderungen immer bereit sein. Da muss man ehrlich sagen, dass wir das gegen Gladbach nicht ganz waren.“

Und so holte der VfL aus den letzten beiden englischen Wochen in der Liga nur vier von zwölf möglichen Zählern, in der Königsklasse gab es in der Zeit die bereits erwähnten zwei Remis. Wie viele Punkte werden es diesmal? Schäfer will sich da nicht öffentlich festlegen, er sagt nur: „Wir wollen maximal erfolgreich sein.“ Und: „Seit Jörg Schmadtke und ich hier sind, hatten wir in jeder Saison ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, aber die Spielzeiten haben sich dann immer sehr positiv entwickelt.“


Die VfL-Partien bis zur nächsten Länderspielpause

Union Berlin - VfL (Bundesliga) Sa., 15.30 Uhr

RB Salzburg - VfL (Champions League) Mi., 20.10., 18.45 Uhr

VfL - SC Freiburg (Bundesliga) Sa., 23.10., 15.30 Uhr

Bayer Leverkusen - VfL (Bundesliga) Sa., 30.10., 15.30 Uhr

RB Salzburg - VfL (Champions League) Di., 2.11., 18.45 Uhr

VfL - FC Augsburg (Bundesliga) Sa., 6.11., 15.30 Uhr