09. April 2019 / 19:40 Uhr

VfL Wolfsburg startet in richtungweisende Wochen: „Das wird ein enges Rennen“

VfL Wolfsburg startet in richtungweisende Wochen: „Das wird ein enges Rennen“

Engelbert Hensel und Tim Lüddecke
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL Wolfsburg und sein scheidender Trainer Bruno Labbadia stehen vor den entscheidenden Wochen in der Fußball-Bundesliga.
Der VfL Wolfsburg und sein scheidender Trainer Bruno Labbadia stehen vor den entscheidenden Wochen in der Fußball-Bundesliga. © dpa
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Die internationalen Plätze sind heiß begehrt – und mit RB Leipzig, Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim warten nun drei Topteams auf den VfL Wolfsburg. Der Blick in die Hinrunde dürfte aber für eine breite Wölfe-Brust sorgen.

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Auch in Wolfsburg wird man beim Blick auf die aktuelle Bundesliga-Tabelle festgestellt haben, dass dieser sechste Platz, auf dem der VfL rangiert, recht umworben ist. Nur drei Punkte und ein um drei Treffer besseres Torverhältnis trennt die Wolfsburger (45 Punkte) von Platz neun, auf dem Bayer Leverkusen (42) lauert – Werder Bremen (43) und 1899 Hoffenheim (44) auf den Plätzen davor freilich ebenfalls. Sechs Spieltage vor Schluss geht es also reichlich eng zu im Rennen um die europäischen Plätze. Und nach dem Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten halten die kommenden drei Gegner nun ganz andere Aufgaben bereit.

Trikot-Historie des VfL Wolfsburg in der Bundesliga

1997 - Das Heimtrikot des VfL Wolfsburg in der Spielzeit 1997/98. Stefan Fritze Meißner gegen Schalke 04. Zur Galerie
1997 - Das Heimtrikot des VfL Wolfsburg in der Spielzeit 1997/98. Stefan "Fritze" Meißner gegen Schalke 04. ©
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LESENSWERT

"Wir müssen eine kleine Serie machen. Ich hoffe, das gelingt uns wie in der Hinrunde."

Erst RB Leipzig, dann Eintracht Frankfurt, dann 1899 Hoffenheim – das ist dann schon etwas anderes als Hannover 96. Wobei: In der Hinrunde markierte die Partie gegen RB den Startschuss zum Wolfsburger Endspurt vor der Winterpause mit fünf Siegen aus sechs Spielen. Und nach Platz fünf zur Halbserie hält sich der VfL hartnäckig im Kreis der Europa-Anwärter. Kapitän Josuha Guilavogui erklärt: „Wir wissen, wir müssen eine kleine Serie machen. Ich hoffe, das gelingt uns wie in der Hinrunde. Und wenn wir das schaffen, haben wir eine große Chance, einen europäischen Platz zu schaffen.“

Richtungsweisende Wochen für den VfL

Einem 1:0-Sieg gegen Leipzig folgte da ein 2:1 bei Eintracht Frankfurt. Als Tabellendritter beziehungsweise -vierter befinden sich die beiden kommenden Gegner allerdings nach wie vor auf Champions-League-Kurs. Und Hoffenheim ist mit drei Siegen aus vier Spielen ebenfalls richtig gut drauf. Es werden also drei richtungweisende Wochen für die Wolfsburger Unternehmung Europapokal. Trainer Bruno Labbadia macht deutlich: „Wir müssen immer an die Grenze kommen, das hat man gegen Hannover wieder gesehen. Die Mannschaft will. Wir haben mit dem Sieg den Grundstock gelegt, dass wir bis zum Ende dabei sein können.“

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"Planspiele bringen nichts.“

Zumal mit Borussia Mönchengladbach eine Mannschaft auf Platz fünf steht, die zwar drei Punkte entfernt liegt, sich aber zuletzt nicht unbedingt uneinholbar präsentiert hatte; zwei Punkte aus den letzten Spielen gegen den SC Freiburg (1:1), Fortuna Düsseldorf (1:3) und Werder Bremen (1:1) sprechen jedenfalls nicht für die Ausbeute eines Europapokal-Aspiranten. Und dann wären da ja noch die Nebengeräusche durch die Trennung von Trainer Dieter Hecking am Saisonende, der sich in Bälde auch über seine persönliche Zukunft (eine Rückkehr zum VfL ist nicht ausgeschlossen) Gedanken machen will.

VfL-Trainerkollege Labbadia versucht, nicht zu weit in die Zukunft blicken zu wollen. „Das wird ein enges Rennen. Aber das weiß jeder, der dabei ist“, so der 53-Jährige, „ich mache mir aber keine Gedanken, was in zwei oder drei Wochen ist. Planspiele bringen nichts.“ Und eine Rechnung aufzustellen, wie vieler Punkte es bedarf, um sich am Ende für das internationale Geschäft zu qualifizieren, sei schwierig. Nur so viel konnte er sagen: Spätestens seit gestern macht sich Labbadia ganz andere Gedanken – um RB Leipzig, Gegner am Samstag (15.30 Uhr).

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