20. Mai 2021 / 16:31 Uhr

Die Wolfsburg-Stürmer Ginczek und Klimowicz verbindet ein Schuh-Geheimnis

Die Wolfsburg-Stürmer Ginczek und Klimowicz verbindet ein Schuh-Geheimnis

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburg-Stürmer: Diego Klimowicz und Daniel Ginczek.
Wolfsburg-Stürmer: Diego Klimowicz und Daniel Ginczek. © Roland Hermstein / Boris Baschin
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Der eine gehört zum aktuellen Kader des VfL Wolfsburg, der andere stürmte vor mehr als zehn Jahren für die Niedersachsen. Und doch haben Diego Klimowicz und Daniel Ginczek auch eine gemeinsame Geschichte - in Dortmund.

Beide stürmten für den VfL Wolfsburg. Der eine, Diego Klimowicz, von 2001 bis 2007. Der andere, Daniel Ginczek, seit 2018. Und obwohl elf Jahre zwischen dem letzten Klimowicz-Spiel für den VfL und dem ersten Ginczek-Einsatz für Wolfsburg liegen, verbindet die beiden ein Schuh-Geheimnis, das Ginczek jetzt in einem Spox-Interview lüftete.

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Nach seiner Wolfsburg-Zeit spielte Klimowicz für Borussia Dortmund an der Seite von Mladen Petric, Alex Frei, Sebastian Kehl und Co. Ginczek, geboren und aufgewachsen im Sauerland, war damals der Top-Stürmer in der B-Jugend des BVB. "Ich habe bei den Profis mittrainiert", erinnert er sich an diese Zeit, "und saß in der Kabine neben Diego Klimowicz. Diego hat mir dann seine Adidas-Schuhe in die Hand gedrückt, mit seiner Nummer und seinem Namen draufgestickt. Er hat gesagt, ich solle sie mal anprobieren. Ich fand die Schuhe super und Diego sagte, dass sie nun mir gehören würden."

Ginczek trainierte nicht nur in den Schuhen des Ex-Wolfsburgers, er trug sie auch in den Spielen der B- und A-Jugend. "Ich bin teilweise mit Klimowicz-Schuhen in der U19-Bundesliga rumgelaufen", erinnert er sich. Und das offenbar sehr erfolgreich: 2008 war Ginczek bester Torschütze der drei B-Jugend-Bundesliga-Staffeln (26 Treffer in 25 Spielen) und wurde mit dem BVB deutscher Vizemeister. Und als A-Jugendlicher gehörte er in der Saison darauf schon zum Stamm der Dortmunder U23 in der Regionalliga.

Klimowicz spielt da schon für den VfL Bochum, den er 2010 verließ, um nach Argentinien zu Instituto Atlético Central Córdoba zurückzukehren. 2011 beendete er seine Karriere, mittlerweile spielt sein Sohn Mateo für den VfB Stuttgart in der Bundesliga - also für den Verein, der auch für Ginczek eine große Rolle spielte. Nach den Zwischenstationen Bochum, St. Pauli und Nürnberg war er dort von 2014 bis 2018 unter Vertrag, für keinen Klub spielte er nach seiner Dortmunder Zeit länger.

Seit drei Jahren ist Ginczek Wolfsburger, ob er das bleibt, ist weiter offen - denn von einem Stammplatz war er zuletzt weit entfernt. "Ich habe nichts anderes geplant und werde erst nach der Saison mit den Verantwortlichen über meine Situation sprechen", sagt er. "Ich habe noch Vertrag bis 2022 und mir bislang noch keinerlei Gedanken gemacht. Da bin ich mittlerweile auch etwas lockerer als noch vor ein paar Jahren." Frust schiebe er darum nicht: "In gewissen Phasen muss man sich hinten anstellen. Ich freue mich für den Verein und versuche, mich im Training in den Vordergrund zu spielen. Priorität haben nicht meine persönlichen Ziele, es ging darum, mit dem Klub in die Champions League einzuziehen."