10. Januar 2022 / 21:14 Uhr

Wolfsburg-Talent Ambros: 2022 soll sein Jahr werden

Wolfsburg-Talent Ambros: 2022 soll sein Jahr werden

Victor Catalina
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Top-Talent in Wolfsburgs U19: Lukas Ambros (r.).
Top-Talent in Wolfsburgs U19: Lukas Ambros (r.). © Roland Hermstein
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In dieser Woche starten die Nachwuchsteams des VfL Wolfsburg in die Rückrunden-Vorbereitung. Mit dabei: Lukas Ambros. Der 17-jährige Spielmacher der U19 hofft auf seine Chance bei den Profis.

Mit dem Trainingsstart in dieser Woche beginnt auch für den Nachwuchs des VfL Wolfsburg das neue Fußball-Jahr - und Lukas Ambros hofft, dass 2022 zu seinem Jahr beim VfL Wolfsburg werden könnte. Der erst 17-jährige Spielmacher gehört zu den auffälligsten Akteuren im U19-Kader des VfL. Einen Profivertrag hat der Tscheche auch in der Tasche – und wartet nun auf seine Chance im Team von Florian Kohfeldt.

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Im Sommer 2020 kam Ambros ablösefrei von der U17 Slavia Prags nach Wolfsburg. „Ich habe schon einmal den Klub gewechselt, habe bei einem kleineren Verein in Tschechien angefangen. Aber der Unterschied war schon groß. Damals habe ich mit meinen Brüdern zusammengespielt, jetzt war es ein anderes Land, eine andere Sprache. Wolfsburg ist drei Stunden entfernt. Aber ich fühle mich gut“, fasst Ambros seine Entwicklung zusammen.

So gut die Eingewöhnung verlief, so herausfordernd ist die Zeit auf dem Platz. Für Ambros selbst stehen in allen Wettbewerben mit einem Tor und fünf Assists gerade einmal sechs Skorerpunkte zu Buche. „Es gibt viele Dinge, die ich noch verbessern muss“, sagt er selbstkritisch. „Meine Schusstechnik, auch mit dem schwächeren Fuß, die Ausdauer. Daran will ich arbeiten.“ Das hört man bei den Profis gern. Sportdirektor Marcel Schäfer: "Lukas ist ein vielversprechendes Talent. Er bringt viele Anlagen mit, auf die sich aufbauen lässt - er muss aber auch noch viel arbeiten."

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Allerdings tat sich nicht nur Ambros selbst schwer, sondern die gesamte U19. Vor der Winterpause blieb man viermal in Folge sieglos, liegt in der A-Jugend-Bundesliga Nord/Nordost auf Platz neun. Trainer Christian Wimmer wurde vom bisherigen U17-Coach Daniel Bauer abgelöst. Auch europäisch in der Youth League lief es nicht wie erhofft. Nur einen Zähler holte Wolfsburg (beim 1:1 gegen den FC Sevilla) und lief auf dem letzten Gruppenplatz neun Punkte hinter Lille ins Ziel ein. Torschütze zum 1:0 gegen die Andalusier: Lukas Ambros. „Von all den Spielen war das unser bestes. Wir haben geschlossen, als Team gespielt und hätten sogar gewinnen können. Aber sie haben auch getroffen.“ Generell spiele die U19 „mit nicht so viel Selbstvertrauen, wie im Training. Im Training spielen wir viel aggressiver, mit mehr Leidenschaft“, sagt Ambros.

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Genau das wird es auch brauchen, um den Sprung zu den Profis zu schaffen. Den Profivertag hat Ambros bereits in der Tasche, einmal durfte er auch mit der Kohfeldt-Mannschaft trainieren. „Er wirkt sehr höflich, sehr freundlich, spricht viel mit uns“, so sein erster Eindruck des aktuellen VfL-Trainers. Mit Vorgänger Mark van Bommel gab es hingegen kaum Berührungspunkte. Sowieso, sagt Ambros selbst, „ist der erste Schritt, mich weiterzuentwickeln“. An seinen Schwächen will er arbeiten und auf den Stärken, zu denen er selbst das Eins-gegen-Eins sowie sein Passspiel zählt, aufbauen. Nur so kommt er seinem Traum ein Stück näher. „Natürlich ist mein großes Ziel, zu den Profis dazuzustoßen, die Chance zu bekommen, mit ihnen zu trainieren." Bescheiden fügt er hinzu: "Und vielleicht, wenn ich gut genug bin, auch mit ihnen zu spielen."

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