05. September 2018 / 14:57 Uhr

VfL Wolfsburg: Tisserand steht vor seinem Comeback

VfL Wolfsburg: Tisserand steht vor seinem Comeback

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Boris Baschin, Wolfsburg, VfL-Training mit Neuzugang Marcel Tisserand, Fußball, Bundesliga, 22.08.2017,
Steht vorm Comeback: VfLer Marcel Tisserand (l.). © Boris Baschin
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Eine lange Leidenszeit liegt hinter VfL-Profi Marcel Tisserand: Der Innenverteidiger steht nach seinem Muskelsehnenriss im Oberschenkel, den er sich Ende April gegen den Hamburger SV zugezogen hatte, vor seinem Comeback - nach drei Monaten Pause. Am Freitag (16 Uhr) soll er im Testspiel gegen Erzgebirge Aue wieder für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten auflaufen.

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Das Kalenderjahr lief für Tisserand bisher zum Vergessen. Nach langer Sehnenverletzung Anfang des Jahres kämpfte sich der Abwehrmann zurück auf den Platz. Aufgrund von Personalmangel musste der Wolfsburger früher als ursprünglich geplant wieder ran - mit fatalen Folgen. Beim Spiel in Mönchengladbach ging noch alles gut, eine Woche später gegen Hamburg musste Tisserand bereits nach elf Minuten runter. Drei Monate Pause bedeutete die Muskelverletzung letztlich. "Jetzt will ich wieder zurückkommen, aber nicht so wie beim letzten Mal", betont der 25-Jährige. "Das war das erste Mal, dass ich so lange verletzt war."

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"Ich brauche wohl noch etwa eine Woche, um bei 100 Prozent zu sein."


Seit zwei Wochen trainiert er wieder mit der Mannschaft. Am Freitag lässt VfL-Coach Bruno Labbadia seinen Schützling wohl wieder von der Leine. "Der Trainer sagt, wenn ich bereit bin, kann ich am Freitag spielen. 45 Minuten oder vielleicht auch länger", freut sich Tisserand, der inzwischen schmerzfrei ist, aber auch weiß: "Ich habe ein gutes Gefühl, doch ich brauche wohl noch etwa eine Woche, um bei 100 Prozent zu sein."

Marcel Tisserand: Die Karriere des VfL-Abwehrspielers in Bildern

Nördlich von Paris geboren, absolvierte Marcel Tisserand seine Fußball-Ausbildung im berühmten Leistungszentrum Clairefontaine. 2009 wechselte er in die Jugendabteilung der AS Monaco, mit der er 2011 den französischen A-Jugend-Pokal gewann. Zur Galerie
Nördlich von Paris geboren, absolvierte Marcel Tisserand seine Fußball-Ausbildung im berühmten Leistungszentrum Clairefontaine. 2009 wechselte er in die Jugendabteilung der AS Monaco, mit der er 2011 den französischen A-Jugend-Pokal gewann. ©

Gute körperliche Bedingungen sind jedenfalls eine wichtige Voraussetzung, um der Konkurrenz im Abwehrzentrum Druck zu machen. Da das Duo Robin Knoche und John Anthony Brooks bei Labbadia gesetzt zu sein scheint, kann sich Tisserand auch andere Positionen vorstellen. Zuletzt war er oft hinten links, aber auch mal im defensiven Mittelfeld eingesetzt worden. "Ich spiele da, wo der Trainer mich braucht. Ich kann alle Positionen spielen."

​Roussillon fragte Kumpel Tisserand um Rat

Gegen Aue wird er wohl in der Innenverteidigung auflaufen - womöglich an der Seite seines Freundes Jerome Roussillon. Beide spielten bereits in der Jugend zusammen bei INF Clairefontaine. "Das ist lange her", erinnert sich Tisserand. "Wir hatten damals eine super Mannschaft." Und vor seinem Wechsel nach Wolfsburg diente Tisserand für Roussillon als Ansprechpartner. "Er hat mich gefragt: 'Ist Wolfsburg gut für mich?' Und ich habe gesagt: 'Klar, komm' her! Du kannst Linksverteidiger spielen. Das war zwar zuletzt meine Position, aber das ist dein Platz'", erzählt der VfLer schmunzelnd.

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Jetzt ist Roussillon da - und überzeugte prompt bei seinen ersten Auftritten. Überraschen tut das Tisserand aber nicht. "Ich kenne ihn nur so. Er spielt immer wie in Leverkusen. Er macht immer Tempo. Für mich ist das normal. Die Bundesliga ist super für ihn", freut sich Wolfsburgs Nummer 29. Und wie ist Roussillon charakterlich? Tisserand lachend: "Nach außen wirkt er meist reserviert, aber in der Kabine ist er manchmal schon ein bisschen verrückt."