14. Mai 2019 / 20:19 Uhr

VfL Wolfsburg: Torloses Halbfinal-Hinspiel beim VfB Stuttgart

VfL Wolfsburg: Torloses Halbfinal-Hinspiel beim VfB Stuttgart

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eric Hoffmann (VfB) im Duell mit Tim Siersleben (VfL).
Eric Hoffmann (VfB) im Duell mit Tim Siersleben (VfL). © imago images / Avanti
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Da ist noch alles drin: Im Halbfinal-Hinspiel der deutschen A-Jugend-Meisterschaft kam der VfL Wolfsburg zu einem 0:0 beim VfB Stuttgart. Das Rückspiel findet am Montag (17 Uhr) im AOK-Stadion statt.

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Keine Tore - aber eine gute Ausganglage: Das 0:0 lässt der U19 des VfL Wolfsburg alle Chancen auf den Einzug ins Finale. Am Mittwoch treffen Borussia Dortmund und Schalke 04 im zweiten Rückspiel aufeinander, beide Rückspiele findet am Montag statt. Der Sieger des Duells Stuttgart gegen Wolfsburg hat im Finale (2. Juni) Heimrecht.

Den ersten Aufreger im Halbfinal-Hinspiel gab es bereits nach sechs Minuten, als Stuttgart-Angreifer Lilian Egloff von VfL-Torhüter Lino Kasten gebremst wurde, der Elfmeterpfiff aber trotz aller VfB-Proteste ausblieb. Stuttgart blieb zunächst spielbestimmend, scheiterte am Außennetz oder an Kasten. Das erste Ausrufezeichen auf der Gegenseite gab es nach einer haben Stunde, als Wolfsburgs bundesligaerfahrenes Offensivtalent John Yeboah mit einem satten Schuss an VfB-Torhüter Sebastian Hornung scheiterte. Der Offensivschwung der Gastgeber erlahmte anschließend ein wenig, weitere VfL-Gelegenheiten gab es aber auch nicht.

Das VfL-Spiel in Stuttgart - Die Bilder

Leon Sommer (VfL Wolfsburg) gegen Leon Dajaku (VfB Stuttgart) Zur Galerie
Leon Sommer (VfL Wolfsburg) gegen Leon Dajaku (VfB Stuttgart) ©
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Unter anderem verfolgen die Ex-VfLer Christian Gentner (jetzt Kapitän der Stuttgarter Profis), Thomas Hitzlsperger (VfB-Sportvorstand) und Marcel Schäfer (VfL-Sportdirektor) die Partie, die im 35 Kilometer von Stuttgart entfernten Großaspach ausgetragen wurde. Auch Nico Willig, bis vor kurzem noch A-Jugend-Coach und am vergangenen Wochenende als Interimscoach der Profis 3:0-Sieger gegen Wolfsburg, war dabei. Sie sahen nach Wiederanpfiff die nächste brenzlige Strafraumszene, Wolfsburgs US-Boy Michael Edwards holte Stuttgarts Leon Dajaku im 16er von den Beinen, spielte aber auch den Ball - wieder gab es keinen Elfmeter. Stuttgart war wieder spielbestimmend, aber auch die VfL-Gegenstöße wurden gefährlicher.

In der 71. Minute sah es dann fast nach der sicheren Stuttgarter Führung aus, Dajaku ging mit dem Ball allein aufs Wolfsburger Tor zu, schob den Ball aber rechts neben den Pfosten, VfL-Keeper Kasten hatte geschickt den Winkel verkürzt. In den letzten Minuten erhöhte dann Wolfsburg noch mal den Druck, spekulierte auf spätes Tor-Glück. Am dichtesten dran war Kapitän Tim Siersleben, sein abgefälschter Schuss fand aber nicht sein Ziel

Setzt sich der VfL am Montag durch, wäre es seine dritte Teilnahme am Endspiel um die deutsche A-Jugend-Meisterschaft. 2008 gab es (untere anderem mit Pierre Michel-Lasogga) ein 0:2 gegen den SC Freiburg mit Trainer Christian Streich, 2011 holte die Wolfsburger U19 (mit Robin Knoche und Maximilian Arnold) durch ein 4:2 gegen Kaiserslautern den Titel. 2013 gewann der VfL (mit Arnold und Julian Brandt) das Finale bei Hansa Rostock mit 3:1 nach Verlängerung. Stuttgart ist mit zehn A-Jugenditeln Rekordhalter, der letzte Triumph ist allerdings eine Weile her: 2005 gab es ein 1:0 im Finale gegen Bochum, für den VfB standen damals unter anderem Andreas Beck, Serdar Tasci und Adam Szalai auf dem Platz.

VfL-Trainer Thomas Reis, der selbst einst für die Stuttgarter Jugend spielte, meinte nach Schlusspfiff: "Man hat gesehen, dass das jetzt ein ganz anderes Niveau ist. Meine Spieler waren ein bisschen hektisch, das lag auch an der nervlichen Anspannung. Wir hatten nicht den Mut, Fußball zu spielen. Aber in den letzten Minuten hat man gesehen, dass wir konditionell gut drauf sind, das kann im Rückspiel ein Plus sein." Was die Ausgangslage angeht, habe man sich "ein bisschen mehr erhofft, aber wenn man nach diesem Spielverlauf mit einem Unentschieden nach Hause fahren kann, ist vom Ergebnis her einiges erreicht." Im Rückspiel gehe es nun - im echten Wortsinn - "bei Null los."

Stuttgart: Hornung - Kopf, Mack, Aidonis (86. Cetinkaya), Lockl - Reutter, Günes - Egloff (83. Djermanovic), Bätzner - Dajaku (90.+1 Frölich), Hottmann (73. Almeida Morais)

VfL: Kasten - Sommer (63. Saul), Edwards, Siersleben, Mai - Saracevic (58. Pohlmann), Marx - Yeboah , Messeguem - König, Herrmann (58. Jastremski).

Schiedsrichter: Ehrnsperger (Rieden). - Zuschauer: 1450.

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