07. September 2017 / 17:17 Uhr

VfL Wolfsburg: Trainer Jonker sucht den besten Platz für Divock Origi

VfL Wolfsburg: Trainer Jonker sucht den besten Platz für Divock Origi

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Ist bereit für 96: VfL-Neuzugang Divock Origi (M.).
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Im Sturmzentrum oder auf der Außenbahn? Und wenn auf dem Flügel, dann links oder rechts? VfL-Neuzugang Divock Origi wird am Samstag gegen Hannover 96 seine ersten Einsatzminuten beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten bekommen - und wahrscheinlich sogar direkt von Beginn an auflaufen. So viel steht fest. Stellt sich nur die Frage, wo Trainer Andries Jonker die Liverpool-Leihgabe auflaufen lässt. Es gibt mehrere Optionen.

Am liebsten läuft Origi im Sturmzentrum auf, festgelegt ist er aber nicht. Auch auf den Flügeln ist der Belgier stark. "Es liegt am Trainer zu entscheiden, wo ich spiele", hatte der Neu-VfLer gesagt. Nun hat Jonker also die Qual der Wahl. In den ersten Einheiten hinterließ Origi jedenfalls bereits einen ordentlichen Eindruck und lieferte im geheimen Testspiel gegen die Bundesliga-Reserve (3:1) mit zwei Treffern erste Argumente für einen Platz in der Startelf und sagt: "Ich bin bereit zu spielen. Mental und körperlich fühle ich mich gut." Jonker tut sich aber noch schwer, die beste Position des Neuzugangs zu bestimmen. "Divock hat jetzt dreimal mit uns trainiert. Wo er am besten ist, weiß man erst, wenn er häufiger mittrainiert und seine ersten Spiele für uns gemacht hat", sagt der Coach.

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Gegen Hannover will Jonker unbedingt den nächsten Dreier einfahren. Helfen würden dafür definitiv auch Tore des Offensivmanns. Aber kommt Wolfsburgs neue Nummer 14 für Landry Dimata im rechten Mittelfeld zum Einsatz oder stellt der Coach das System erneut um und lässt den Wirbelwind neben Angreifer Mario Gomez ganz als zweite Spitze vorn ran? Beide Varianten sind denkbar. "Ich bin da nicht festgelegt", bestätigt der Niederländer. "Ich nehme mir jegliche Freiheit, um für die Mannschaft das Beste zu entscheiden - ob mit einem, zwei oder drei Stürmern."

Mit seiner Schnelligkeit und der guten Technik kann der 22-Jährige den Wolfsburgern auf jeden Fall nach vorn bringen. Jonker schwärmt in höchsten Tönen: "Er bringt einen ordentlichen Körper mit und ist robust", sagt der 54-Jährige und erinnert sich mit einem Augenzwinkern an eine Szene aus dem Testspiel am Dienstagabend: "Ein Nachwuchsspieler ist im Zweikampf gegen ihn gelaufen. Der hat sich wehgetan, Divock nicht." Und auch Mitspieler Yannick Gerhardt ist angetan von den Qualität der Leihgabe. "Das war ein sehr guter Transfer", lobt der Linksverteidiger. "Jeder kannte den Spieler schon. Er ist zwar noch jung, aber hat sehr früh auf sich aufmerksam gemacht. Er ist technisch stark und extrem schnell. In den Torschussübungen hat man gesehen, dass er einen starken Abschluss hat. So ein Spieler hat uns noch gefehlt." Und Gerhardt ist sich sicher, dass Origi auch eine Entlastung für Gomez sein kann. "Er nimmt den Fokus etwas von Mario weg."