02. Dezember 2019 / 09:42 Uhr

"Keine Lust mehr auf das Thema": VAR sorgt beim VfL Wolfsburg für Verdruss

"Keine Lust mehr auf das Thema": VAR sorgt beim VfL Wolfsburg für Verdruss

Andreas Pahlmann und Alexander Flohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 VfL-Manager Jörg Schmadtke hat nicht Eindruck, dass es durch den Videobeweis mehr Rechtssicherheit gibt.
VfL-Manager Jörg Schmadtke hat nicht Eindruck, dass es durch den Videobeweis mehr Rechtssicherheit gibt. © imago images/Eibner
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Auch im Heimspiel gegen Bremen ist der Videobeweis ein großes Thema in einem Spiel des VfL Wolfsburg gewesen. Die Entscheidungen waren korrekt, dennoch nervt der sogenannte Video Assistent Referee (VAR) Spieler und Verantwortliche gleichermaßen zunehmend. 

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Rein objektiv kann man nach diesem Abend wenig gegen den Videoschiri sagen. Beim 2:3 des VfL in der Bundesliga gegen Werder Bremen schritt er zweimal ein, beide Male kam Schiri Robert Kampka mit Hilfe der Bilder zu einem richtigen Urteil – aus VfL-Sicht allerdings dummerweise zweimal zum Nachteil des Wolfsburger Teams. Denn das Handspiel von Kapitän Josuha Guilavogui, das zum Elfer führte, war ebenso eindeutig wie die Abseitsstellung von Jeffrey Bruma beim vermeintlichen 2:2. 

"Was bringt uns das?"

Beim VfL sah man das etwas anders – und hielt den Elfer-Pfiff für eine „Kann“-Entscheidung. Das war er allerdings nicht, die Regeln (Arm über Schulterhöhe) sind seit dieser Saison eindeutig. Für VfL-Manager Jörg Schmadtke offenbar nicht eindeutig genug: „Wenn wir ein System einführen, um mehr Klarheit und Sicherheit zu haben, und dann aber sagen, man kann es so oder so sehen, dann sage ich: Weg mit dem Blödsinn. Was bringt uns das?“

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen dem VfL Wolfsburg und SV Werder Bremen

Bremens Yuya Osako muss sich gegen die Wolfsburger John Anthony Brooks (links) und Maximilian Arnold behaupten. Zur Galerie
Bremens Yuya Osako muss sich gegen die Wolfsburger John Anthony Brooks (links) und Maximilian Arnold behaupten. ©
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Er sei ein Befürworter des Videobeweises gewesen, aber: „Wenn die Entscheidung zum Videobeweis heute noch mal anstehen würde, dann wäre ich mit dem Wissen von heute eher dagegen. Nicht nur wegen dieses Spiels, sondern einfach insgesamt. Mein Eindruck ist, dass wir nicht mehr Rechtssicherheit haben.“

So oder so: Die Diskussion nervt – was man unter anderem Wout Weghorst nach Abpfiff ansah: „Ich habe eigentlich keinen Bock darüber zu reden“, so der Niederländer. „Es war zweimal ganz unglücklich mit dem Videobeweis.“

Mehr über den VfL Wolfsburg

Hinzu kam, dass Weghorst selbst gegen Gebre Selassie im Strafraum zu Fall gekommen war, Elfer-Pfiff und Korrektur per Bildschirm aber – berechtigterweise – ausblieben. „Ich komme aus der Balance, wie das passiert ist, weiß ich nicht“, so der Stürmer. „Ich hoffe, dass das alles gut organisiert ist und die Schiris es gut machen. Für uns ist es blöd. Ich hab’ aber wirklich keine Lust mehr auf das Thema...“

Klar scheint: Die Diskussion um den VAR ist so verkorkst und hat so oft für Unklarheiten gesorgt, dass es mittlerweile auch Unmut gibt, wenn alles richtig läuft. „Wenn man es sehr pointieren würde, dann ist der Zuschauer im Stadion der Depp“, so Schmadtke. „Ich habe den Eindruck, dass die Emotionalität verloren geht – und das ist nicht gut.“

Der VfL Wolfsburg unterliegt dem SV Werder Bremen mit 2:3. Das sind die Stimmen zum Spiel:

<b>Daniel Ginczek (Spieler des VfL Wolfsburg):</b> Ich dachte bei meiner Einwechselung, dass wir das Ding noch drehen. Ich denke, am Ende war es eine unnötige Niederlage. Wir haben zu viele Konter gefangen. Ich persönlich bin froh über meine ersten Minuten. Bei meiner Einwechselung war es super. Es ist schön, dass sie mich noch in den Köpfen haben nach so langer Zeit. Ich will jetzt im Training an die 100 Prozent kommen und der Mannschaft so helfen. Ansprüche an einen Startplatz hab ich nach so langer Zeit aber nicht. Zur Galerie
Daniel Ginczek (Spieler des VfL Wolfsburg): "Ich dachte bei meiner Einwechselung, dass wir das Ding noch drehen. Ich denke, am Ende war es eine unnötige Niederlage. Wir haben zu viele Konter gefangen. Ich persönlich bin froh über meine ersten Minuten. Bei meiner Einwechselung war es super. Es ist schön, dass sie mich noch in den Köpfen haben nach so langer Zeit. Ich will jetzt im Training an die 100 Prozent kommen und der Mannschaft so helfen. Ansprüche an einen Startplatz hab ich nach so langer Zeit aber nicht." ©

Wie Schmadtke wollte auch Trainer Oliver Glasner nicht über die Abseits-Entscheidung („War gerecht“) reden, sondern vor allem über das Handspiel – aber auch er irrte. Denn sein „Man geht bei so einem Schuss eben so hin“ ist kein Argument mehr, wenn der Arm über Schulterhöhe ist. Dass ihn die Entscheidung nervt, war dennoch nachvollziehbar: „Es war in den letzten sieben bis acht Spielen so, dass sechs bis sieben Situationen gegen uns entschieden worden sind.“

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