12. August 2019 / 23:15 Uhr

VfL Wolfsburg: Viele Tore, tiefes Durchatmen und ein zufriedener Trainer

VfL Wolfsburg: Viele Tore, tiefes Durchatmen und ein zufriedener Trainer

Andreas Pahlmann und Alexander Flohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hallescher FC - VfL Wolfsburg
Das war ein hartes Stück Arbeit: Der neue VfL-Trainer Oliver Glasner (M.) und die Wolfsburger gewannen beim Halleschen FC mit 5:3. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/
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Der VfL Wolfsburg hat sich lange schwer getan beim Pokalfight bei Drittligist Hallescher FC, erst in der Verlängerung konnte sich der Fußball-Bundesligist durchsetzen...

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Am Ende applaudierten sogar die Wolfsburger Fans den Drittliga-Kickern aus Halle – nachdem sie erst einmal tief durchgeatmet hatten. Die Erstrunden-Partie im DFB-Pokal, der erste Auftritt des neuen VfL unter Trainer Oliver Glasner, war zu einer 120-Minuten-Angelegenheit geworden, der Bundesligist siegte gestern Abend mit 5:3 (1:1, 3:3) nach Verlängerung beim Halleschen FC. „Es war in Summe ein positiver Auftritt“, so Glasner, „auch wenn wir es uns etwas einfacher gewünscht hätten.“

Bilder zum Spiel des Halleschen FC gegen den VfL Wolfsburg

Halles Patrick Göbel haut sich gegen Jerome Roussillon rein.  Zur Galerie
Halles Patrick Göbel haut sich gegen Jerome Roussillon rein.  ©
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Es war eines dieser zähen Spiele, wie es sie zum Pokal-Start oft gibt, es war aber über weite Strecken auch höchst unterhaltsam und hatte alles, was ein zünftiger Cup-Fight braucht – viele Tore, einen Platzverweis und einen späten Treffer in der regulären Spielzeit. Mathias Fetsch hieß der Mann, der die Partie in die Verlängerung köpfte, in der sich dann allerdings trotz Unterzahl die Klasse des Erstligisten durchsetzte. Und vielleicht war es ja auch ganz gut, dass Wolfsburg seine letzten Vorbereitungsspiele gegen Union und Nizza auch über 120 Minuten absolviert hatte, auch wenn dort kein Spieler so lange auf dem Platz stehen musste.

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Dass es diesmal nicht noch länger dauerte und dem VfL ein Elfmeterschießen erspart blieb, gehört zu den positiven Erkenntnissen des Abends. „Gut so“, fand Maximilian Arnold, „denn das hätte nur noch mehr Nerven gekostet.“ Der Mittelfeldmann hatte mit Yannick Gerhardt die Zentrale gebildet. Neuzugang Xaver Schlager blieb überraschend draußen. Und Arnold war ein Faktor im Spiel, musste gegen den Drittligisten oft Präsenz zeigen, manchmal auf die robuste Tour. „Das tut gut, das tut aber auch weh“, meinte er schmunzelnd. Was außerdem wehtat: „Die drei Gegentore“, die aber nicht auf das neue 3-4-3-System zurückzuführen seien, sondern eher auf individuelle Fehler. Aber, so Arnold: „Mit der Mannschaft können wir so auch in der Bundesliga bestehen“, die Mentalität habe gestimmt, auch darum hatte er selbst beim Stand von 3:3 in Unterzahl „eigentlich nicht das Gefühl, dass da irgendwas anbrennt.“ Und Glasner befand: „Was die Spieler nach dem 3:3 gezeigt haben, verdient großen Respekt. Wir haben in Unterzahl zwei Tore geschossen und den Gegner kaum noch zur Entfaltung kommen lassen.“

So war am Ende trotz der Überstunden die Laune gut bei Glasner: „Ich habe den Spielern vor dem Spiel gesagt, dass wir unser Ding durchziehen müssen und füreinander da sein müssen. Das haben sie fantastisch gemacht.“ Und: „Den Fight haben wir voll angenommen. Deswegen bin ich sehr zufrieden. Das ist der Grundstein für alles andere!“

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