13. Januar 2022 / 16:19 Uhr

Wolfsburg vor dem Hertha-Spiel: Kohfeldts Hoffen auf den einen guten Tag

Wolfsburg vor dem Hertha-Spiel: Kohfeldts Hoffen auf den einen guten Tag

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Klappt's diesmal? Florian Kohfeldt und der VfL Wolfsburg erwarten am Samstag Hertha BSC.
Klappt's diesmal? Florian Kohfeldt und der VfL Wolfsburg erwarten am Samstag Hertha BSC. © (c) dpa-Zentralbild
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Der VfL Wolfsburg erwartet nach acht Pflichtspiel-Niederlagen in Serie am Samstag Hertha BSC. Trainer Florian Kohfeldt hat wieder zwei Alternativen mehr im Kader, dem VfL droht der nächste Negativ-Rekord.

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten rund um den VfL Wolfsburg: Dodi Lukebakio und Aster Vranckx sind nach Covid-Pause und Trainingscomeback wieder da, beide werden im Kader stehen, wenn der Sorgen-Klub aus Niedersachsen am Samstag (15.30 Uhr) auf Hertha BSC trifft. "Wir haben eine personell erfreuliche Woche hinter aus", so Trainer Florian Kohfeldt. "Beide sind auch Kandidaten für einen Einsatz - wie lang, muss man dann sehen."

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Das war's allerdings dann auch schon mit erfreulichen Zustandsbeschreibungen aus Wolfsburg, die sportliche Lage ist trist - und zudem droht mal wieder ein Negativrekord: Geht's nach zuletzt acht Pflichtspielniederlagen in Folge auch gegen die Berliner schief, wäre es die vierte Liga-Heimniederlage in Folge, mehr gab es in knapp 25 Jahren Erstklassigkeit noch nie. Schlechtes Omen: Als der VfL Ende 2016 zuletzt vier Heimniederlagen nacheinander hinnehmen musste, hieß der vierte Gast in dieser Reihe auch Hertha.

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Kohfeldt gibt sich dennoch alle Mühe, Vorfreude auf das Duell am Samstag zu erzeugen - räumt aber ein, dass das 0:1 zum Rückrundenstart in Bochum diese Aufgabe erheblich erschwert. "Normalerweise ist es so, dass der Spieltag der schönste Tag der Woche ist - und das, was einen antreibt." Man müsse aber ehrlicherweise zugeben, dass "der schlechteste Tag der letzten 14 Tage der Spieltag in Bochum war - denn da sind wir nicht an das herangekommen, was wir uns vorher im Training erarbeitet haben." Lust aufs Spiel habe man dennoch immer - dass daraus aber wieder echte Aktivität für Top-Leistungen wird, "müssen wir uns erarbeiten". Denn: "13 schlechte Tage und ein guter wären mir lieber." Wenn der gute der kommende Samstag ist. Und wenn dieser Tag gut ausgeht. "Dass das Ergebnis momentan über allem steht, ist klar." Heißt: "Egal, wie - gewinnen", ob nun "dreckig, wunderschön oder mit Pauken und Trompeten."


Ob Lukebakio und Vranckx schon wieder für die Startelf infrage kommen, ließ der VfL-Trainer offen - deutete aber an, dass es Änderungen in der Anfangsformation geben kann. "Wir wissen", so Kohfeldt, "dass wir in gewissen Teilen über das Zusammenspiel kommen müssen - und da gibt der Kader auf den Offensiv-Positionen schon die eine oder andere Alternative her." Renato Steffen könnte ein Kandidat sein, um ihren Platz bangen müssen die in Bochum enttäuschenden Luca Waldschmidt und Maximilian Philipp.

Und dann gibt es doch noch eine zweite Nachricht in traurigen Zeiten: Immerhin 500 Zuschauende können dem VfL helfen, die vierte Heimpleite in Folge zu verhindern. "In Corona-Zeiten ist es nun mal so, dass man sich selbst über 500 freut", so Sportdirektor Marcel Schäfer. "Und wir hoffen, dass die mit uns gemeinsam das Spiel so angehen, dass wir die drei Punkte in Wolfsburg behalten."

Mehmedi-Abschied fast fix

In Sachen Winterpausen-Abgänge gibt's beim VfL zwei Neuigkeiten: Der Wechsel von Jannis Lang zu Erzgebirge Aue ist perfekt, der von Admir Mehmedi zu Antalyaspor in die Türkei steht unmittelbar bevor. "Wir sind in weit fortgeschrittenen Gesprächen und es ist davon auszugehen, dass das über die Ziellinie führt", so Schäfer. Im Januar 2018 war Mehmedi für rund 8 Millionen Euro Ablöse aus Leverkusen nach Wolfsburg gekommen, vorher hatte er für den SC Freiburg, Dynamo Kiew und den FC Zürich gespielt. Für seine drei Bundesliga-Klubs absolvierte Mehmedi 193 Spiele (32 Tore), aus der Nationalmannschaft der Schweiz trat er im Anschluss an die Europameisterschaft im vergangenen Sommer nach 76 Einsätzen zurück.