23. Mai 2018 / 20:25 Uhr

VfL Wolfsburg: Vorfreude auf das Highlight des Frauenfußballs

VfL Wolfsburg: Vorfreude auf das Highlight des Frauenfußballs

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die VfL-Frauen beim Abschusstraining in Kiew
Die VfL-Frauen beim Abschusstraining in Kiew. © apa
Anzeige

Festtag des Frauenfußballs: In Kiew bestreiten der VfL Wolfsburg und Olympique Lyon am Donnerstag das Endspiel der Champions League.

Anzeige

Kiew ist im Fußball-Fieber: Am Samstag bestreiten hier Real Madrid und der FC Liverpool das Champions-League-Finale der Männer, überall in der Stadt sind die Logos der beiden Klubs zu sehen, im Zentrum sind schon die ersten Straßen gesperrt. Will man die Embleme des VfL Wolfsburg und von Olympique Lyon entdecken, muss man dagegen schon ganz nah ran ans Valerij-Lobanowski-Stadion, wo diese beiden Klubs am Donnerstag (18 Uhr, live auf Sport1) das Königsklassen-Finale der Frauen bestreiten.

Anzeige
VfL-Trainer Stephan Lerch über den Frauenfußball in Deutschland

In der Ukraine, wo Frauenfußball wenig Beachtung findet, wird dieses Highlight-Spiel der beiden besten Klubmannschaften der Welt für einen Rekord sorgen: 16.500 Zuschauer werden im komplett unüberdachten Stadion erwartet - die größte Kulisse, die es je bei einem Frauenfußball-Spiel in diesem Land gab.

Die offizielle UEFA-Pressekonferenz am Tag vom Spiel
Die offizielle UEFA-Pressekonferenz am Tag vom Spiel © apa

Während die Olympique-Mannschaft erst am Tag vor dem Spiel anreiste, sind die Wolfsburgerinnen schon seit Dienstag da, hatten dadurch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch "die wunderschöne Stadt Kiew", wie Pernille Harder feststellte. Mehr als ein Kaffee in Hotelnähe war aber nicht drin - die Konzentration gilt dem Spiel. Trainer Stephan Lerch: "Ich war 2016 als Co-Trainer schon bei einem Endspiel dabei und es ist eine wunderschöne Erfahrung. Die Atmosphäre ist sehr speziell. Alle Augen sind auf die Mannschaft gerichtet und dieses Team hat es verdient, im Finale dabei zu sein."



Der Rahmen ist ein bisschen größer als gewohnt, bei der offiziellen Pressekonferenz wurden alle Fragen und Antworten gleich dreifach übersetzt - ins Englische, Ukrainische und Französische. Was dazu führte, dass Kapitänin Nilla Fischer ihre erste Antwort mit der Bemerkung "Jetzt habe ich fast die Frage vergessen" einleitete. Ihr Ausblick aufs Endspiel: "Wir müssen versuchen, unsere Tore zu machen. Aber es hängt auch immer etwas davon ab, welches Team die bessere Tagesform erwischt hat. Es ist ein Finale - und alles ist möglich."

Bildergalerie: Die VfL-Frauen vorm Finale in Kiew

Pokal und Podium: Die Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel Zur Galerie
Pokal und Podium: Die Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel ©

Harder, die neben Fischer auf dem Podium saß, gab einen kleinen Einblick in die Marschroute des Teams: "Es ist wichtig, dass wir unseren Spielstil so durchziehen, wie wir es in der Bundesliga getan haben. Die Bundesliga ist ein harter Wettbewerb und auch dort hat sich unsere Herangehensweise bewährt. Ich bin mir sicher, dass wir auch Lyons Abwehr knacken können." Und Lerch fügte hinzu: "Wenn wir mutig sind, dem Gegner unser Spiel aufdrängen und Druck aufbauen, dann werden wir ihm Probleme bereiten."

Gruppenfoto mit den Fans in Kiew
Gruppenfoto mit den Fans in Kiew © apa

Nach dem Abschlusstraining (bei dem die zuletzt fehlende Alexandra Popp komplett mitmachte) stellte sich das Team noch mit mitgereisten Fans zum gemeinsamen Gruppenfoto auf - damit war der offizielle Teil des "Matchday minus Eins", wie es in der UEFA-Sprache heißt, beendet. Lerch: " Ich hoffe, und wünsche es allen Zuschauern, dass beide Teams alles abrufen, wozu sie im Stande sind. Ich denke, es kann sich jeder auf diese Partie freuen, weil zwei Topmannschaften aufeinandertreffen!"

Nilla Fischer über Lyon-Star Ada Hegerberg
Mehr zu den VfL-Frauen

Dass das Finale der Männer am Austragungsort alles überlagert, kommt in diesem Jahr übrigens zum letzten Mal vor. Ab 2019 werden die beiden Finals getrennt voneinander ausgetragen, die Männer spielen 2019 in Madrid, die Frauen in Budapest. "Eine gute Entscheidung", wie Ralf Kellermann, sportlicher Leiter der VfL-Frauen, findet.