26. Mai 2017 / 21:14 Uhr

VfL Wolfsburg: Was tut der DFB nach dem Brutalo-Check gegen Didavi?

VfL Wolfsburg: Was tut der DFB nach dem Brutalo-Check gegen Didavi?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Didavi ist zusammen mit Marcel Tisserand beim Fanklub Oderwaldwölfe (Sportheim Achim, Börßum) zu Gast.
Wurde übel umgehauen: VfL-Mittelfeldspieler Daniel Didavi.
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Hat das packende Relegations-Hinspiel zwischen dem VfL und der Eintracht für Braunschweigs Jan Hochscheidt noch ein Nachspiel? Der Mittelfeldspieler hatte sich bei der 0:1-Niederlage am Donnerstagabend beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zwei gaaanz hässliche Szenen geleistet. Am Freitag hieß es nun: Der DFB soll sich damit beschäftigen. Möglicherweise wird am Ende gar gegen Hochscheidt ermittelt.

Ob es wirklich dazu kommt, das blieb aber noch offen. Allerdings: Spätestens nach der zweiten hässlichen Szene hatte Hochscheidt ganz viel Glück, dass er nicht vom Platz flog. Die üble Szene in der 41. Minute: Hochscheidt checkte VfL-Kreativkopf Daniel Didavi einfach mal im eigenen Strafraum um. Ebenso hinterhältig war die Szene in der zehnten Minute: Da trat er Wolfsburgs Christian Träsch im Vorbeilaufen einfach mal in die Hacken – und tat dann so, als ob das keine Absicht gewesen sei. Beides wurde von Schiedsrichter Sascha Stegemann nicht geahndet.

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Wie genau der VfL diese Szenen bewertet, dazu gab‘s gestern keine konkreten Antworten. Trainer Andries Jonker wählte ruhige Töne, dabei dürfte er innerlich gekocht haben. „Ich musste in 13 Spielen viele Schiedsrichter-Entscheidungen schlucken“, sagte der Coach, der Anfang März in Wolfsburg übernommen hatte. Jonker meinte weiter: „Ich habe mich gefragt, warum Entscheidungen so getroffen wurden. Aber ich halte jetzt meinen Mund und möchte dazu nichts sagen.“

Aber nicht nur auf dem Platz kochten die Emotionen hoch – nein, auch am Spielfeldrand war es hitzig wie lange nicht. Da wurde Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht zum Wüterich. Er schimpfte nach dem Abpfiff nicht nur über Schiri Stegemann, sondern giftete vorher auch Richtung Wolfsburger Ersatzbank – mit A....loch-Geste: Fernsehbilder zeigen, wie Lieberknecht mit seinem rechten Zeigefinger auf seinen Allerwertesten deutet, dabei Richtung VfL-Bank blickt und auch noch ein paar Worte fallen lässt. „Jeder Trainer ist für sein eigenes Verhalten verantwortlich“, meinte VfL-Trainer Jonker gestern vielsagend dazu.

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Übrigens: Nach dem Spiel, als beide Trainer sich auf den Weg zur Pressekonferenz machten, war der Ärger während des Spiels kein Thema. „Wir sind gut auseinandergegangen. Ich verstehe die Emotionen im Spiel, ich verstehe die Emotionen zwischen Wolfsburg und Braunschweig“, sagte Jonker und fügte vor dem Wiedersehen am Montag hinzu: „Torsten Lieberknecht ist schon lange bei der Eintracht, er macht da einen sehr guten Job. Wir sind sehr freundlich auseinandergegangen und haben uns gegenseitig ein schönes Wochenende gewünscht...“