01. Juni 2021 / 12:32 Uhr

Wolfsburgs Weghorst: Der Verein hat schon vor einem Jahr nach van Bommel gefragt

Wolfsburgs Weghorst: Der Verein hat schon vor einem Jahr nach van Bommel gefragt

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Demnächst zusammen in Wolfsburg: Wout Weghorst (hier beim Oranje-Training in Portugal) und Mark van Bommel (r.).
Demnächst zusammen in Wolfsburg: Wout Weghorst (hier beim Oranje-Training in Portugal) und Mark van Bommel (r.). © Imago Images
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Wout Weghorst, niederländischer Top-Torjäger des VfL Wolfsburg freut sich auf einen Landsmann als Trainer - und verriet, dass sein Klub Mark van Bommel schon lange auf dem Zettel hatte.

Der eine gehört zu den Top-Torjägern der Bundesliga, der andere ist hochdekorierter Ex-Nationalspieler seines Landes und jetzt Trainer. In der kommenden Saison werden Wout Weghorst und Mark van Bommel beim VfL zusammenarbeiten. Und der Stürmer freut sich auf seinen niederländischen Landsmann, den der Wolfsburger Bundesligist vermutlich am Mittwoch auch offiziell als neuen Chefcoach präsentieren wird: "Er ist genau die Persönlichkeit, die der Klub gesucht hat", sagte Weghorst gegenüber "De Telegraaf".

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Und Weghorst verriet, dass der VfL schon viel länger als gedacht den Namen van Bommel auf dem Zettel hatte: "Vor mehr als einem Jahr hat mich die Vereinsführung nach ihm gefragt. Da wusste ich, dass sie ihn interessant fanden." Der neue Coach, so findet Weghorst, passt zu seinem neuen Klub: „Wolfsburg ist sehr ambitioniert, wir arbeiten seit einiger Zeit daran, ein wirklich gutes Spitzensportklima in diesem Verein zu schaffen." Dafür brauche es starke Typen in sportlicher Verantwortung - und das sei van Bommel. "Außerdem ist er in Deutschland ein bekannter Name. Ich bin sehr neugierig."

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Und die eigene Zukunft? Weghorst hatte zuletzt mehrmals betont, dass er sich auf die Champions League mit dem VfL freue, dennoch schlägt er die Tür für einen Wechsel nicht ganz zu. "Ich habe immer nach den höchsten Zielen gesucht. Aber es gibt nicht viele Vereine, die im Moment eine sportliche Verbesserung wären", sagte er. Gerade die neue Herausforderung in der Königsklasse sei ihm wichtig, um sich "als Fußballer und Mensch" unbekannten Aufgaben zu stellen. "Ich möchte immer meine Komfortzone verlassen. Das wird bald wieder passieren." Zudem fühle er sich "in Wolfsburg sehr geschätzt". Dennoch gelte weiterhin: Wenn ein großer Klub käme - zuletzt waren englische Vereine und AS Rom als Interessenten genannt worden, "werden wir uns die Geschichte anhören, denn das Gesamtbild müsste stimmen". Nun aber liege sein Fokus erst einmal "ganz auf der EM".

Am Mittwoch EM-Test in Faro

Weghorst bereitet sich gerade mit dem Oranje-Team im portugiesischen Lagos auf die EM vor, am Mittwoch steht in Faro ein Testspiel gegen Schottland an, am Sonntag ist dann in der Heimat in Enschede Georgien der letzte Vorbereitungsgegner. Anschließend reisen Weghorst und Co. ins "Hauptquartier" der Elftal nach Zeist bei Utrecht, am 13. Juni ist die Ukraine in Amsterdam erster EM-Gegner der Niederlande. Mit Weghorst? Eher nicht. Bondscoach Frank de Boer spielte zuletzt ohne echten Zielspieler in der Angriffsmitte. Und: Die Aufgebote umfassen für diese EM zwar 26 Spieler, aber auf dem Spielberichtsbogen dürfen wie gehabt nur 23 stehen. Der VfL-Torjäger wird nach Stand der Dinge jeweils um seinen Platz im Kader kämpfen und auf eine Joker-Chance hoffen müssen. Er hat allerdings starke Fürsprecher in seiner Heimat - unter anderem Ex-Nationalspieler Wim Kieft, der in seiner Telegraaf-Kolumne schrieb, dass Weghorst im Vergleich zu Konkurrent Luuk de Jong der "komplettere Spieler" sein.

Im zweiten EM-Gruppenspiel kann es am 17. Juni übrigens zu einem Wolfsburger Duell kommen - dann sind die Österreicher mit dem VfL-Duo Xaver Schlager und Pavao Pervan Gegner der Niederlande, die alle Vorrunden-Spiele in Amsterdam austragen.