03. März 2019 / 19:57 Uhr

Rückschlag für Wolfsburg: Kruse rettet Werder Bremen Punkt bei den "Wölfen"

Rückschlag für Wolfsburg: Kruse rettet Werder Bremen Punkt bei den "Wölfen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Kruse glich für Werder aus. Wolfsburg war durch John Anthony Brooks in Führung gegangen.
Max Kruse glich für Werder aus. Wolfsburg war durch John Anthony Brooks in Führung gegangen. © dpa
Anzeige

Der VfL Wolfsburg verpasst im Kampf um den Europapokal einen wichtigen Sieg, weil Werder Bremen Comeback-Qualitäten beweist.

Anzeige
Anzeige

Bruno Labbadia und der VfL Wolfsburg haben im Europa-League-Rennen der Fußball-Bundesliga einen großen Schritt verpasst. Am Ende einer turbulenten Woche, in der diverse Äußerungen auf eine Trennung nach dieser Saison sowie ein belastetes Verhältnis zwischen dem Trainer und dem Sportchef Jörg Schmadtke schließen lassen, spielte der Tabellensiebte am Sonntag nur 1:1 (0:0) gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen. John Anthony Brooks brachte den VfL in der 54. Minute per Kopf in Führung. Zwei Wolfsburger standen bei einem Freistoß von Maximilian Arnold im Abseits - nicht aber der 26 Jahre alte US-Nationalspieler. Werders Ausgleich fiel 20 Minuten später durch den früheren Wolfsburger Max Kruse (74.).

Ein Zusammenhang zwischen der Unruhe der vergangenen Tage und diesem für Wolfsburg enttäuschenden Ergebnis war jedoch vor 28 101 Zuschauern nicht zu erkennen. Denn der VfL war in diesem Nordderby die klar bessere Mannschaft. Unter dem Strich hilft ihm das Unentschieden sogar noch mehr als den lange Zeit schwachen Bremern. Denn Werder hat zehn Spieltage vor Schluss sechs Punkte Rückstand auf die angestrebten Europapokal-Plätze, während die „Wölfe“ nur eine geringere Anzahl erzielter Tore vom sechsten Tabellenrang trennt.

Die Wölfe in Noten. Das ist die Einzelkritik zum Auftritt des VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen

Koen Casteels: War in der ersten Hälfte weitestgehend beschäftigungslos. Von Werder kaum geprüft, wenige Ballkontakte. Ließ sich zur Halbzeit wegen Problemen mit der Sicht auswechseln. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: War in der ersten Hälfte weitestgehend beschäftigungslos. Von Werder kaum geprüft, wenige Ballkontakte. Ließ sich zur Halbzeit wegen Problemen mit der Sicht auswechseln. Note: 3 ©
Anzeige

Wolfsburg dominiert, aber Wucht und Präzision fehlen

Schmadtke und Labbadia waren vor dem Spiel bemüht, die Unruhe in Wolfsburg wieder einzufangen. Der Geschäftsführer entschuldigte sich sogar für seine öffentlichen Äußerungen über den Trainer. „Das hätte man anders händeln können, das tut mir auch leid“, sagte Schmadtke in einem Sky-Interview. Inhaltlich bestätigte er jedoch noch einmal, was er bereits drei Tage zuvor der „Bild“-Zeitung gesagt hatte: „Wir haben kein freundschaftliches Verhältnis. Das ist aber auch nicht nötig. Das private Verhältnis spielt überhaupt keine Rolle, was irgendwelche Entscheidungen und die tägliche Arbeit angeht.“

Mehr zum VfL Wolfsburg

Labbadias Vertrag mit dem VfL läuft nach dieser Saison aus, Gespräche über eine mögliche Verlängerung wollen beide Seiten wenn überhaupt erst im April führen. Ein Verbleib des 53-Jährigen ist trotz einer erfolgreichen Saison unwahrscheinlich, das können sich auch die Spieler schon länger zusammenreimen. Entsprechend unbeeindruckt von der Entwicklung der vergangenen Tage trat das Team dann auch auf.

Das 1:0 für Wolfsburg ist verdient

Obwohl Werder in der 9. Minute die erste Torchance durch Johannes Eggestein hatte, war Wolfsburg die deutlich druckvollere und aggressivere Mannschaft. Labbadia ließ Neuzugang Felix Klaus im Angriff und Admir Mehmedi direkt dahinter spielen. Alle Wolfsburger Offensivspieler waren flink auf den Beinen, wechselten ständig die Positionen und waren von den Bremern entsprechend schwer zu greifen.

Allerdings spielte sich der VfL zunächst kaum klare Torchancen heraus, weil immer ein Bremer im letzten Moment im Weg stand. In der 11. Minute prallte Mehmedi mit Torwart Jiri Pavlenka zusammen. In der 40. Minute wurde ein Schuss des Schweizers noch abgeblockt. Beide Teams mussten das Spiel danach gehandicapt fortsetzen. Werders Verteidiger Sebastian Langkamp musste bereits in der 42. Minute wegen einer Schulterverletzung vom Feld. Wolfsburgs Torwart Koen Casteels blieb in der Halbzeitpause wegen Sichtproblemen in der Kabine.

Wolfsburg-Ersatzkeeper Pervan hat nicht viel zu tun

Ersatzkeeper Pavao Pervan aus Österreich bekam nach der Pause aber auch nicht viel zu tun. Wolfsburg war weiter dominant. Der lange verletzte Klaus vergab in der 52. und 59. Minute zwei gute Chancen. Dazwischen traf Brooks trotz aller Bremer Proteste zum 1:0.

Werder tat erst danach etwas für dieses Spiel und hatte durch beide Eggestein-Brüder die Chance zum Ausgleich (57./72.). Auch Fanliebling Claudio Pizarro brachte ab der 68. Minute neuen Angriffsdruck ins Bremer Spiel. Mehr als das 1:1 hatte Werder aber nicht verdient.

Bruno Labbadias Jahr beim VfL Wolfsburg in Bildern:

Am 20. Februar wird Bruno Labbadia als Cheftrainer des VfL Wolfsburg verpflichtet. Er übernimmt das Team im Absteigskampf: Wolfsburg hat seinerzeit 24 Punkte nach 23 Spieltagen und steht auf dem 14. Platz – nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. Zur Galerie
Am 20. Februar wird Bruno Labbadia als Cheftrainer des VfL Wolfsburg verpflichtet. Er übernimmt das Team im Absteigskampf: Wolfsburg hat seinerzeit 24 Punkte nach 23 Spieltagen und steht auf dem 14. Platz – nur einen Punkt vom Relegationsplatz entfernt. ©

Die aktuellen TOP-THEMEN

Tipp: In der werbefreien und kostenlosen App UFFL News zu Deinem Fußballverein lesen und schreiben.

Anzeige
Sport aus aller Welt