10. August 2022 / 12:39 Uhr

Nach Polizei-Ärger vor Wolfsburg gegen Werder: Innenministerium kündigt Aufklärung an

Nach Polizei-Ärger vor Wolfsburg gegen Werder: Innenministerium kündigt Aufklärung an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Polizeikontrollen vor dem Bundesliga-Spiel Wolfsburg gegen Bremen sorgen weiter für Streit.
Die Polizeikontrollen vor dem Bundesliga-Spiel Wolfsburg gegen Bremen sorgen weiter für Streit. © IMAGO/Nordphoto (Montage)
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Nach dem Ärger um die Polizeikontrollen von Werder-Fans vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und den Bremern hat das niedersächsische Innenministerium reagiert. Man wolle den Vorfall "sorgfältig prüfen", kündigte Landesinnenminister Boris Pistorius an.

Nun reagiert das Land Niedersachsen: Nach dem Polizei-Ärger vor dem Budnesliga-Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SV Werder Bremen hat Innenminister Boris Pistorius am Mittwoch mögliche Fehler eingestanden und eine umfassende Aufklärung angekündigt: "Es kristallisiert sich heraus, und das werden wir sorgfältig prüfen und entsprechend Schlüsse ziehen, dass man möglicherweise nicht alles so hätte machen müssen, und vor allem hätte man es besser kommunizieren müssen, als es geschehen ist", sagte der SPD-Politiker.

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Werder-Ultras waren am Samstag aus Protest nicht zu dem Spiel in Wolfsburg (2:2) gekommen. Zuvor hatten sie Durchsuchungen und Personalienkontrollen der Polizei am Wolfsburger Hauptbahnhof als unverhältnismäßig empfunden. Die Aktion sollte "Auseinandersetzungen von Fangruppierungen" verhindern, rechtfertigte die Behörde die Maßnahmen.

Entgegen den Aussagen von Klub-Vertretern des VfL und von Werder ist das Aufeinandertreffen der beiden Bundesligisten laut niedersächsischem Innenministerium allerdings bereits in der Vergangenheit als Risikopartie angesehen worden. "In den Spielzeiten 2018/2019 und 2019/2020 waren die Begegnungen dieser beiden Mannschaften in Wolfsburg durch die Polizei bereits als sogenanntes 'Rot-Spiel' eingestuft", teilte das Ministerium am Mittwoch auf dpa-Anfrage mit.

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Die Verantwortlichen beider Klubs kritisierten das Vorgehen der Polizei und konnten auch die Risiko-Einschätzung nicht nachvollziehen. Bremens Profifußball-Leiter Clemens Fritz sagte: "Wenn man die letzten Jahre nimmt, es war immer ruhig. Ich habe da kein Verständnis." Beide Klubs hatten laut Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald "im Vorfeld eine Einschätzung der Sicherheitslage vorgenommen und hatten dieses Spiel als grün eingeschätzt".