09. März 2022 / 14:57 Uhr

Wolfsburgs Arnold ehrlich: "Klar wären wir gern in der Situation wie Freiburg"

Wolfsburgs Arnold ehrlich: "Klar wären wir gern in der Situation wie Freiburg"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Tolle Leistung: VfLer Maximilian Arnold ist beeindruckt vom bisherigen Saisonverlauf des SC Freiburg.
Tolle Leistung: VfLer Maximilian Arnold ist beeindruckt vom bisherigen Saisonverlauf des SC Freiburg. © DPA
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Der VfL Wolfsburg hat sich in der Bundesliga etwas gefangen, das zu Saisonbeginn ausgesprochene Ziel Europa ist jedoch weit entfernt. Anders sieht's hingegen beim kommenden Gegner SC Freiburg aus - zu dem Maximilian Arnold beeindruckt schaut.

Nach einer verkorksten Hinrunde hat sich der VfL gefangen und sich im Abstiegskampf etwas Luft verschafft. Doch dem zu Saisonbeginn ausgerufenen Ziel läuft der Wolfsburger Fußball-Bundesligist deutlich hinterher, vom internationalen Geschäft ist die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt recht weit entfernt - anders als der kommende Gegner, der Tabellenplatz sechs belegt. "Klar wären wir gern in der Situation wie der SC Freiburg", sagt daher Mittelfeldmann Maximilian Arnold.

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Die Breisgauer spielen bislang eine beeindruckende Saison. Satte 41 Zähler hat der SCF bereits gesammelt und liegt damit nur zwei Punkte hinter 1899 Hoffenheim auf Champions-League-Rang vier. "Das beeindruckt einen schon", sagt Arnold, "weil dort schon über Jahre sehr ordentliche Arbeit gemacht wird." Federführend ist dabei Trainer Christian Streich, der seit über zehn Jahren für die Freiburger verantwortlich und damit der dienstälteste Coach in der Bundesliga ist. Und die Ära Streich wird weitergehen, Anfang der Woche hat der 56-Jährige seinen Vertrag um eine weitere Spielzeit bis 2023 verlängert.

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Die Freiburger setzen in guten wie in schlechten Zeiten auf Konstanz - und werden dafür belohnt. "In diesem Jahr sind sie sehr weit vorne", weiß Arnold. "Sie gewinnen jetzt auch die engen Spiele, davon hatte Freiburg einige." Anders als der VfL, der in dieser Saison zu viele Niederlagen kassiert hat, um oben mitspielen zu können und auch die knappen Partien einige Male nicht für sich entscheiden konnte. Darüber hinaus hätten die Freiburger, so Arnold, "auch nicht die Belastung, die wir hatten". Stimmt, in der Champions League waren die Breisgauer zwar nicht, dafür haben sie es aber bis ins Pokal-Halbfinale (beim Hamburger SV) geschafft - in diesem Wettbewerb war für Wolfsburg ja bereits nach der ersten Runde wegen eines Wechselfehlers Schluss.

Während in Freiburg also geträumt wird, geht's für den VfL erst mal darum, den Klassenerhalt schnell klarzumachen. Obwohl Wolfsburg acht Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 hat, schaut Arnold nicht nach oben - aber auch nicht nach unten. Das Eigengewächs habe "schon länger nicht mehr auf die Tabelle geschaut. Es zählt nur, Spiele zu gewinnen." Am besten schon das nächste am Samstag. Im Hinspiel gegen Freiburg hatte Arnold Diego Benaglio als Rekordspieler abgelöst. "So schön das auch war, war es nicht so geil, was im Nachhinein passiert ist", sagt der 27-Jährige. Denn nach dem 0:2 im Oktober musste Mark van Bommel als Wolfsburg-Coach gehen.

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Für die Revanche will auch Arnold seinen Teil beitragen. Mit seiner Ecke, die Unions Taiwo Awoniyi ins eigene Tor geköpft hatte, gelang Wolfsburgs Nummer 27 am Samstag sein erster Liga-Assist in dieser Saison. Zudem sind ihm bisher erst zwei Tore gelungen. "Wenn man sieht, wie wenig Tore wir geschossen haben und auch, dass ich in der letzten Saison mehr Torbeteiligungen hatte, fragt man sich schon, was da los ist", sagt Arnold, der mit 276,3 Kilometern der laufstärkste Spieler der Bundesliga ist ("Wenn ich mir die fünfte Gelbe nicht einfange, habe ich ganz gute Chancen, den Platz zu verteidigen"). Seine Standards seien zwar "besser geworden", sagt der VfLer, "aber ich bin auch auf meine Mitspieler angewiesen, die die Dinger verwerten sollen".

Einer, der nicht fürs Toreschießen verantwortlich, aber dennoch extrem wichtig für die Wolfsburger ist, ist Xaver Schlager. Beim 1:0 gegen Union feierte der Österreicher sein Startelf-Comeback nach Kreuzbandriss. "Ich bin sehr froh, dass Xaver wieder da ist", sagt Arnold, der zusammen mit Schlager in der Vorsaison eine der besten Doppel-Sechsen der Liga gebildet hatte. "In der letzten Saison hat man gesehen, dass jeder wusste, was der andere tut. Das hat richtig Spaß gemacht." Jetzt solle man von Schlager aber nicht zu schnell zu viel erwarten, mahnt Arnold: "Er ist gerade von einem Kreuzbandriss zurückgekommen. Das dauert noch ein bisschen, bis er wieder der alte Xaver ist."

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