21. Januar 2021 / 17:56 Uhr

Geht Wolfsburgs Ginczek im Winter? Glasner: "Daniel ist nicht auf mich zugekommen"

Geht Wolfsburgs Ginczek im Winter? Glasner: "Daniel ist nicht auf mich zugekommen"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Verlässt er Wolfsburg im Winter? VfL-Stürmer Daniel Ginczek.
Verlässt er Wolfsburg im Winter? VfL-Stürmer Daniel Ginczek. © Roland Hermstein
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Verlässt Daniel Ginczek den VfL Wolfsburg im Winter? Der 1. FC Köln soll schon Kontakt zum Spieler aufgenommen haben. Auf Trainer Oliver Glasner ist der Stürmer mit einem Wechselwunsch jedenfalls noch nicht zugekommen.

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Beim VfL Wolfsburg ist Daniel Ginczek derzeit nur Stürmer Nummer 3 - denkbar also, dass der Angreifer den Fußball-Bundesligisten noch im Winter verlässt. Als heißester Kandidat gilt der 1. FC Köln, die Rheinländer sollen schon Kontakt mit dem 29-Jährigen aufgenommen haben. Ob der Wechsel wirklich zustande kommt, ist offen. Trainer Oliver Glasner jedenfalls sagt: "Daniel ist auf mich nicht zugekommen und hat gesagt, dass er sich verändern möchte."

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Ginczek hat beim VfL einen schweren Stand. Vorn ist Top-Torjäger Wout Weghorst gesetzt und Sturm-Talent Bartosz Bialek kommt immer besser in Form, brachte die Wolfsburger in Mainz mit seinem Treffer zum 1:0 auf die Siegerstraße. "Er ist unsere erste Option, wenn ein Spiel eng ist", sagt Glasner über den 19-Jährigen, der momentan die Nase vorn hat vor Ginczek und beim 2:0-Erfolg am Dienstag Eigenwerbung betrieb. "Bartosz ist immer fröhlich, aber auch nicht so extrovertiert, dass er auf dem Platz rumtanzt", sagt der Österreicher, aber das Tor habe ihm auf jeden Fall gutgetan. "Nach dem München-Spiel, wo er die Riesen-Chance auf den Ausgleich hatte, war er ziemlich down", berichtet der Coach. "Ich habe ihm gesagt: ,Du kommst in jedem Spiel zu Torchancen, hast gegen Bremen getroffen. Mach' einfach weiter so, mit deinem Fleiß und deinen Qualitäten wirst du noch viele Tore erzielen.'"

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Und genauso kam es, Bialek traf und macht es Ginczek damit umso schwieriger, sich wieder in den Fokus zu spielen. "Es ist für Daniel eine neue Situation", sagt Glasner. Darüber hinaus war der von Verletzungen so geplagte Stürmer selten in seiner Zeit in Wolfsburg bei 100 Prozent. Der Trainer: "Er hatte letztens eine richtig gute Trainingswoche, das habe ich ihm auch gesagt, aber immer wenn es richtig gut läuft, kommt etwas dazwischen. Darunter leidet er, aber auch ich, weil ich einen Daniel Ginczek in Top-Form gern zur Verfügung hätte."

Jetzt könnte es einen Tapetenwechsel geben. Ob es Ginczek nach Köln zieht (es geht wohl um eine Leihe), ist jedoch offen. Ein Problem: Laut Bild steht den Kölnern für diesen Winter nur ein kleines Budget von 500.000 Euro für Transfers zur Verfügung. "Es liegt keine Anfrage vor", hatte VfL-Manager Jörg Schmadtke am Mittwoch gesagt. Auch der FC Schalke 04 soll jüngst an Wolfsburgs Nummer 33 dran gewesen sein, die Gehaltsvorstellungen sollen jedoch zu weit auseinandergelegen haben. Mit nach Leverkusen wird Ginczek aber ohnehin nicht reisen, erneut werfen ihn Beschwerden zurück. "Er hat Rücken-Probleme und konnte zwei Tage nicht trainieren", sagt Glasner.

Ein Mini-Fragezeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Weghorst. Der Top-Torjäger des VfL (mit zwölf Hinrunden-Toren so viele wie noch kein Wolfsburger vor ihm) hatte nach dem Mainz-Spiel Knie-Probleme. Glasner ist aber optimistisch, was einen Einsatz des Niederländers angeht: "Wout hat noch ein paar Probleme. In den letzten beiden Tagen haben wir ihn nicht belastet. Es sieht aber gut aus, dass er auf dem Platz stehen wird." Das wäre immens wichtig, schließlich trifft der Angreifer derzeit wie am Fließband. "Er zeigt schon seit einiger zeit, welch kaltblütiger Stürmer er ist", lobt Glasner. Dass Weghorst einen internen Tor-Rekord aufgestellt hat, freue den Österreicher, "weil ich weiß, dass Tore und kleinere Rekorde jedem Stürmer guttun. Die meisten seiner Tore sind aber auch ein Produkt mannschaftlicher Leistung. So profitiert Wout vom Team, aber auch das Team von ihm."