14. November 2021 / 19:24 Uhr

VfR Evesen bucht zu 90 Prozent die Aufstiegsrunde

VfR Evesen bucht zu 90 Prozent die Aufstiegsrunde

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
x-Louis Elsner
Louis Elsner (rotes Trikot) trifft zum 2:0 für den VfR Evesen. © Jörg Bressem
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Erfolg gegen den TSV Barsinghausen bringt Evesern die Tabellenführung / Trainer Thürnau lobt einen Spieler, der nicht nur laufen kann.

EVESEN. Heiko Thürnau schrieb während des Spiels viel in seinen Notizblock. Mängel können es aber nicht gewesen sein, denn sein VfR Evesen setzte sich gestern mit einem glatten 3:0-Sieg an die Tabellenspitze der Landesliga-Südstaffel. Danach war selbst der perfektionistische Trainer zufrieden. „Ich kann nichts mehr kritisieren, ich bin mit allem völlig einverstanden“, sagte Thürnau, der wusste, dass die Aufstiegsrunde jetzt zu 90 Prozent gebucht ist.

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Vom Auftritt des VfR Evesen gegen den TSV Barsinghausen waren auch die Zuschauer begeistert. Die Platzherren setzten konsequent ihr radikal schnelles Umschaltspiel über die Flügel um. Das frühe 1:0-Kopfballtor von Caglayan Tunc in der 2. Minute brachte zusätzliche Sicherheit. Auch die Rote Karte für Pascal Martin in der 30. Minute spielte dem VfR Evesen in die Karten. Er hatte gegen „Charly“ Tunc zur Notbremse gegriffen.

Der souveräne Schiedsrichter Jonas Daniel Meereis verwies ihn auch deshalb des Platzes, weil Louis Elsner nur wenige Minuten zuvor ebenfalls rücksichtslos gefoult wurde.


Er wird immer stärker, er nimmt jetzt auch den Kopf hoch

Er war für den TSV Barsinghausen definitiv zu schnell unterwegs und er war es auch, der in der 41. Minute nach einem weiten Pass von Niko Kleiber auf 2:0 für den VfR Evesen erhöhte. Elsners Laufleistung war sensationell, das bestätigte auch Thürnau: „Er wird immer stärker, er nimmt jetzt auch den Kopf hoch.“ Nach dem Wechsel war der neue Spitzenreiter sichtlich bemüht, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen.

Als in der 50. Minute der „VfR-Express“ erneut abging und Elsner den Ball vor das Tor brachte, da erhöhte Tunc in aller Gelassenheit auf 3:0. Das Spiel war damit gelaufen, weil der TSV Barsinghausen, der in der ersten Halbzeit durchaus mehrere gute Torszenen hatte, den Fußball komplett einstellte und nur noch anderweitig für nette Unterhaltung sorgte.

Das 3:0 war ein Riesenschritt

Allen voran Torwart Tim-Liam Freund, der so dauerhalt, nervig und penetrant herumnörgelte, dass ihn Meereis in der 78. Minute kurzerhand vom Platz stellte, erst mit Gelb-Rot und nach weiteren Schimpftiraden mit Rot. Auch die Barsinghäuser Bank war so aufgeregt, als wenn es im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft kurz vor Schluss 1:1 stehen würde.

Der Evesen hätte gegen neun überforderte Gästespieler durchaus drei, vier Tore mehr machen können. Er ist mit seinem beindruckenden, leidenschaftlichen Fußball mittlerweile auch über Schaumburgs Grenzen hinaus das Maß aller Dinge. Das 3:0 war ein Riesenschritt“, freute sich auch Manager Peter Möse hinterher.

VfR Evesen: Förster, Elsner (85. Odoy), Bennett Heine, Siepe, Marzinowski (39. Ghonaim), Tunc, Pentke, Kleiber, Hull, Lennard Heine, Fichtner (65. Moritz Heine).