27. Oktober 2019 / 20:41 Uhr

VfR Evesen entscheidet Partie gegen TuS Germania Hagen erst in der Nachspielzeit

VfR Evesen entscheidet Partie gegen TuS Germania Hagen erst in der Nachspielzeit

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Der Eveser Kaoa Aosman (Mitte) bleibt in der Abwehr hängen. Im Hintergrund lauert Fynn Marzinowski, der den Abpraller zum 1:0 nutzt. © Uwe Kläfker
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Die Spiele des VfR Evesen laufen derzeit nach identischem Muster. Die Chancenverwertung ist schlecht, aber die fußballerische Überlegenheit so gravierend, dass ein Sieg unvermeidbar ist. Mit dem 2:0 gegen den TuS Germania Hagen setzte sich Titelfavorit wieder an die Spitze der Tabelle. Auch die Meisterschaft scheint unvermeidlich zu sein.

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Der Sieg gegen die Pyrmonter hätte höher ausfallen müssen und das Spiel musste längst entschieden sein, ehe Lennard Heine in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem Elfmeter das längst überfällige 2:0 erzielte. Evesen war zwar über die gesamte Distanz deutlich besser als der Gegner, machte aber zu wenig daraus, obwohl die 1:0-Führung von Fynn Marzinowski aus der 18. Minute doch eigentlich Sicherheit hätte geben müssen. Paskal Fichtner kam in einer für ihn typischen Szene über die rechte Seite, Kaoa Aosman wollte in der Mitte einen Strafstoß schinden, den Abpraller vollendete Marzinowski.

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Die Platzherren machten das gut. Sie pressten früh und erstickten alle Angriffe des TuS Germania Hagen schon im Keim. Bei den Chancen von Tunc in der 4., 37. und 45. Minute zeigte sich Evesen im Abschluss aber flüchtig. Die einzige Möglichkeit der Gäste im gesamten Spiel endete in der 19. Minute bei VfR-Torwart Christian Förster. Gefährdet war der Sieg der Gastgeber deshalb auch in der zweiten Halbzeit eigentlich nicht.

Fichtner (68.) und Samuel Pentke (70. und 71.) hätten auf 2:0 erhöhen müssen, ehe dem VfR Evesen kurz vor Toresschluss in einer kuriosen Schlussszene schließlich doch noch ein Treffer gelang, als Abwehrmann Markus Trompa auf der Linie mit einem Handspiel rettete, Hassan Ghonaim aber trotzdem im Nachsetzen auf 2:0 erhöhte. Doch Schiedsrichter Nils Lange wendete die Vorteilsbestimmung nicht an, erkannte stattdessen auf Rot und Elfmeter, den Lennard Heine verwandelte.

VfR: Förster, Marzinowski, Städter, Aosman (60. M. Heine), Fichtner (79. Ghonaim), Siepe, Tunc, Pentke, Niko Kleiber (90. Wagener), Stolte, L. Heine.