25. März 2022 / 17:49 Uhr

VfR Evesen prallt ab, VfL Bückeburg ist verunsichert

VfR Evesen prallt ab, VfL Bückeburg ist verunsichert

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Samuel Pentke rechts gegen Torge Rittmeyer
Hinten löchrig, vorne ideenlos: Samuel Pentke (rechts) und der VfR Evesen müssen sich schnell steigern. © jö
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Schaumburger Landesligisten müssen sich schnell steigern, um in Auf- und Abstiegsrunde auf Betriebstemperatur zu kommen. Ein weiterer Ausfall dezimiert den Kader des VfR Evesen.

LANDKREIS. Es ist üblich geworden, dass die Mannschaften nach Spielschluss einen Kreis bilden und der Trainer ein Feedback gibt. Die Sitzung des VfL Bückeburg dauerte zuletzt deutlich länger als sonst üblich, denn nach dem kläglichen 0:3-Auftritt gegen den TSV Godshorn gab tatsächlich viel zu besprechen. Beide heimischen Landesligisten stecken in der Krise. Auch der VfR Evesen zeigte in der vergangenen Woche in Eilvese eine ganz schwache Leistung, kam trotz hoher Spielanteile vorne überhaupt nicht zur Sache und verlor ebenfalls zu Recht. Beide Landesligisten haben am Sonntag Heimspiele (15 Uhr).

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Der VfR Evesen hat in der Aufstiegsrunde den TSV Kaltenweide/Krähenwinkel mit seinem herausragenden Torjäger Marcel Kunstmann zu Gast. Dass die Mannschaft von Heiko Thürnau gegenüber der starken Qualifikationsrunde derzeit kaum wiederzuerkennen ist, hat auch personelle Gründe. Für das Heimspiel gegen die „Krähen“ fällt nun auch noch Paskal Fichtner aus, was den Kader weiter verkleinert.

Mir bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten

Plant VfR-Trainer Heiko Thürnau nach der 0:2-Niederlage Umbaumaßnahmen? „Mir bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten“, sagt er. Seine Mannschaft müsse noch mehr für den Erfolg investieren. Auffällig war, dass Evesen in den beiden Auftaktspielen vorne an den starken Abwehrreihen der Gegner förmlich abprallte. Es werden keine Lücken mehr gerissen, der schnelle Spielaufbau ist in Gemütlichkeit übergegangen, das System funktioniert nicht mehr.

Spielerisch geht gerade auch deshalb nicht viel, weil die unebenen Platzverhältnisse das nach dem Winter kaum zulassen. „Wir hoffen auch in diesem Punkt auf Besserung“, sagt Thürnau.

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Die "Krähen" haben sich im Winter mit Andrew Owusu vom Oberligisten SV Arminia Hannover verstärkt, zudem ist Marlon Roß neu im Kader. Der Start in die Aufstiegsrunde war ähnlich mies wie beim VfR. Nach einem 1:2 gegen den SV Bavenstedt gab es zuletzt ein 1:1 beim TSV Wetschen.

Beim VfL Bückeburg ist nach der chancenlosen Heimniederlage die Angst vor der Überforderung und der Bezirksliga greifbar. Selbst der Auftaktsieg in Bad Pyrmont erscheint plötzlich in einem anderen Licht, weil es auch dort viel Leerlauf gab. „Ich erwarte eine Reaktion von der Mannschaft“, sagt VfL-Trainer Torben Brandt vor dem Spiel gegen den 1. FC Wunstorf.

Jeder müsse an seine Grenzen kommen. Würde auch bei nur bei zwei Spielern die Hingabe fehlen, habe der VfL Bückeburg keine Chance. Maurice Matz steht nicht zur Verfügung, aber vielleicht wieder Alexander Kummert und auf jeden Fall Julian Steierberg. Auch Marcel Buchholz und Tobias Versick können vielleicht wieder mithelfen, Bjarne Struckmeier ohne Training nach seinem Urlaub wohl noch nicht.

Unebener Rasen im Jahnstadion ist ein Thema

Auch beim VfL Bückeburg ist der unebene Rasen im Jahnstadion ein Thema. „Ich hoffe, dass da was zu machen ist, sonst haben wir bei den Heimspielen einen Nachteil“, meint Brandt.

Für die Wunstorfer ist der VfL eine Art Lieblingsgegner, zumal die beiden Partien der Vorrunde gewonnen wurden, beide ohne Gegentor. Ein Wiedersehen gibt es mit "Rebell" Luis Othmer und Luca Sanapo, der in der Jugend beim VfL aktiv war. Marvin Steigmann fehlt dagegen wegen einer langwierigen Schambeinentzündung.

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