01. September 2019 / 11:48 Uhr

VfR Evesen vergibt in Aerzen den Sieg

VfR Evesen vergibt in Aerzen den Sieg

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Fichtner
Der Eveser Paskal Fichtner (links) rettet seinem Team in Aerzen zumindest einen Punkt. © Sportbuzzer/Archiv
Anzeige

Erst in der Nachspielzeit schafft der VfR Evesen den Ausgleich und wird noch um den möglichen Siegtreffer gebracht

Anzeige
Anzeige

Interessant am Fußball ist, dass er in unendlich vielen Facetten daherkommt. Die des VfR Evesen ist besonders exotisch. Die Fußballmaschine des Titelfavoriten läuft auf Hochtouren, aber sie produziert nur Kleckerkram. Obwohl Evesen in der Nachspielzeit noch einen Punkt rettete, war das 1:1 beim Spitzenreiter MTSV Aerzen unter den Strich eine Enttäuschung.

„Wenn wir den Gegner 70 Minuten einschnüren, wenn wir Chancen für drei Spiele haben, dann ist ein Unentschieden natürlich gefühlt gar nichts“, fand VfR-Fußballballchef Jürgen Bolte. Dass der Führungstreffer des MTSV Aerzen aus einem Eigentor der Gäste resultierte, passt ins Bild. Niklas Siepe war der Unglücksrabe, der in der 9. Minute einen langen Ball klären wollte, dessen Kopfball aber als Bogenlampe hinten im Eck des eigenen Tores landete.

Was danach kam, glich eher dem Handball als dem Fußball. Der VfR Evesen umkurvte den Strafraum der Gastgeber, schob sich die Bälle zu, kam auch zu Tormöglichkeiten, die aber allesamt verpufften. Paskal Fichtner scheiterte bis zur Pause zweimal, ebenso Fynn Marzinowski und Kaoa Aosman mit seinem Lattentreffer.

In der zweiten Halbzeit blieb es genauso einseitig und aus Eveser Sicht genauso erfolglos. Es war spürbar, dass ein ausgebuffter Spieler wie Caglayan Tunc fehlte. Als der VfR Evesen in den letzten Minuten hinten komplett aufmachte, wurde es nochmal interessant. Zuerst der Konter der Platzherren, bei dem der soeben eigewechselte Samuel Pentke dazwischen ging und mit Rot vom Platz gestellt wurde (90.).

In der der ersten Minute der Nachspielzeit dann endlich der Ausgleich durch Fichtner, der abstaubte, als Torwart Noah Buchmeier den Ball nicht festhielt. Als bereits Minute 90 plus fünf lief, hätte Evesen das Spiel beinahe noch gewonnen. Fichtner ging durch, wurde umgesäbelt, doch Schiedsrichter Max Hoffmann mochte so spät keinen Elfmeter mehr geben. „Ein Witz, selbst die Aerzener Zuschauer konnten es kaum glauben“, schilderte Bolte die Schlussszene eines denkwürdigen Spiels.

VfR Evesen: Özel, Stolte (58. Elsner), Marzinowski, Städter, Ghonaim, Siepe (77. Wagener), Aosman, Fichtner, Lennard Heine, Khodr (85. Pentke), Hull.

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Schaumburg
Sport aus aller Welt