23. September 2019 / 11:01 Uhr

VfR Neumünster: Jonas Kruse dreht Partie mit dem Schlusspfiff

VfR Neumünster: Jonas Kruse dreht Partie mit dem Schlusspfiff

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Die Kieler Robin Schubert (Nr. 19) und Dean Hirschmann (re.) können den Neumünsteraner Eamon-Enrico Schäffer (Mitte) nicht aufhalten.
Die Kieler Robin Schubert (Nr. 19) und Dean Hirschmann (re.) können den Neumünsteraner Eamon-Enrico Schäffer (Mitte) nicht aufhalten. © Reinhard Gusner
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Neben dem ungeschlagenen TSV Pansdorf, der mit neun Punkten Vorsprung die Tabelle anführt, ist der TSV Klausdorf in der Landesliga Holstein die Mannschaft der Stunde. Einen guten Lauf hat auch der Heikendorfer SV, der nach dem 2:1 beim SV Eichede II auf Rang vier kletterte. Einen glücklichen Sieg landete der VfR Neumünster, der gegen SVE Comet durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 4:3 die Oberhand behielt.

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VfR Neumünster – SVE Comet Kiel 4:3

„Wir haben heute kämpferisch alles reingehauen und sind endlich mal belohnt worden. Ein großes Lob geht mal wieder an unsere fantastischen Fans, die auch froh darüber sind, dass die Punkte in Neumünster bleiben“, freute sich VfR-Torjäger Tarik Alioua. Trotz der sieben Tore sah SVE-Coach Mark Hungerecker kein gutes Spiel. „Es war eine zweikampfstarke Begegnung, aber das Niveau war nicht sehr hoch“, so Hungerecker. Elias Taoud (15.) brachte den SVE in Führung, VfR-Torjäger Tarik Alioua (36.) glich aus. Safa Cakir (49.) konnte mit Beginn der zweiten Halbzeit die Lila-Weißen in Front schießen, doch wiederum war Taoud (64.) zur Stelle und egalisierte. Dem eingewechselten Dean Hirschmann (68.) gelang es sogar, das Ostuferteam in nach vorn zu bringen. „Dass wir das Spiel danach aus den Händen geben, dafür habe ich kein Verständnis. Wenn ich noch Haare hätte, wären sie jetzt alle grau“, haderte Hungerecker, dem sein Team das Geburtstagsgeschenk „verweigerte“. Ganz im Gegenteil. Sefa Cakir (71.) und Jonas Kruse mit dem Schlusspfiff, drehten die Partie zu Gunsten der Rasensportler. „Das kam aus dem Nichts und ärgert mich richtig“, so Hungerecker.

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Klickt euch durch die Bilder zur Landesliga-Partie zwischen dem VfR Neumünster und dem SVE Comet Kiel:

Die Kieler Robin Schubert (Nr. 19) und Dean Hirschmann (re.) können den Neumünsteraner Eamon-Enrico Schäffer (Mitte) nicht aufhalten. Zur Galerie
Die Kieler Robin Schubert (Nr. 19) und Dean Hirschmann (re.) können den Neumünsteraner Eamon-Enrico Schäffer (Mitte) nicht aufhalten. ©

SV Tungendorf – TuS Hartenholm 4:0

Trotz der klaren 4:0-Halbzeitführung kamen die Gastgeber schwer ins Spiel. Julien Huber (18., 26.) und Torjäger Lukas Philipp Bente (21., 30.) trafen dann per Doppelpacks. „Wir hatten eindeutig zu viele Fehler im Spielaufbau und hätten in den ersten zehn Minuten durchaus in Rückstand geraten können. Da hatten wir mächtig Glück. Danach haben wir innerhalb von zwölf Minuten vier Tore geschossen. Das war gut anzusehen“, konstatierte SVT-Coach Marco Frauenstein. Das schönste Tor des Tages erzielt Lukas Bente mit dem letzten Treffer, als er kraftvoll per Kopf nach Eckball von Yannick Greier traf. „Mit dem Ausgang des Spiels sind wir natürlich sehr zufrieden“, so Frauenstein, der eine ruhige zweite Halbzeit erlebte, da die Hartenholmer sich kaum noch wehrten.

Lübecker SC – TSV Klausdorf 0:1

Hier geht's zum Spielbericht.

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34 Tore ©

SV Eichede II – Heikendorfer SV 1:2

Nach schläfriger Anfangsphase schien der 0:1-Rückstand (16.) für die Heikendorfer wie ein Weckruf zu wirken (16.). „Anerkennung für die Reaktion der Mannschaft“, lobte HSV-Trainer David Lehwald, dessen Team energischer auftrat und mit dem ersten Angriff durch Niklas Kracht ausglich, der nach einer Verlagerung von Premton Jasari den Ball im langen Eck unterbrachte (22.). „Beide Mannschaften haben in einem guten Spiel sehr gut verteidigt. Aber wir sind über den Schmerzpunkt hinausgegangen und wollten den Sieg mehr“, meinte Lehwald, dessen Taktik aufging. Fünf Minuten nachdem er Tim Mordhorst in die Offensive beordert hatte, spielte der HSV-Akteur zwei Gegner aus und traf aus spitzem Winkel zum 2:1 (70.). Yannick Menneken hätte den Sack zumachen können (76., 81., 90.). „Schade. Aber das ist jetzt auch Wurst. Hauptsache gewonnen“, freute sich Lehwald.

(Michael Felke)