26. Oktober 2020 / 18:47 Uhr

VfR Neumünster überrollt SVE Comet Kiel

VfR Neumünster überrollt SVE Comet Kiel

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Dustin Christophersen (re.) bejubelt mit dem Teamkollegen Jonas Schomaker (li.) sein Tor zum 1:0, während SVE-Keeper Lukas Losch noch eine Abseits-Position vermutet... 
Dustin Christophersen (re.) bejubelt mit dem Teamkollegen Jonas Schomaker (li.) sein Tor zum 1:0, während SVE-Keeper Lukas Losch noch eine Abseits-Position vermutet...  © Sonja Paar
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Hinter dem FC Kilia Kiel rangiert auf dem zweiten Tabellenplatz der Fußball-Landesliga Mitte der VfR Neumünster, der nach zwei Niederlagen in Folge wieder in die Spur fand und SVE Comet mit 7:1 abfertigte. Auf dem dritten Platz findet sich der Osterrönfelder TSV ein, der das Nachbarschaftsduell gegen Jevenstedt mit 3:0 gewann.

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TSV Stein – TSV Klausdorf 0:0

Viele Torchancen wurden den 80 Zuschauern zwar nicht geboten, aber dennoch zeigten beide Mannschaften auf tiefem Geläuf ein leidenschaftliches Spiel, das von der Spannung lebte und in dem intensiv geführte Zweikämpfe im Vordergrund standen. Klausdorf operierte über die gesamten 90 Minuten mit langen Bällen, die den Abwehrverbund der Gastgeber jedoch vor keine Herausforderungen stellte. Stein besaß insgesamt gesehen ein leichtes Chancenplus und hatte mit Marten Günther Henke den auffälligsten Akteur auf den Rasen. Beide Teams hätten als Sieger vom Feld gehen können. So verhinderte TSVS-Verteidiger Raoul Naleschinkski auf der Linie den möglichen Führungstreffer des TSVK. Stein hätte drei Punkte einsacken können, wenn Manuel Schwenn in der Nachspielzeit nicht an Klausdorfs Keeper Tobias Paulat gescheitert wäre. „Es war eine Nullnummer der besseren Art. Das Ergebnis geht jedenfalls in Ordnung“, meinte Steins Spielertrainer Kristof Schneider.

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VfR Neumünster – SVE Comet Kiel 7:1

Die Veilchen beeindruckten. Die Neumünsteraner gingen nach zehn Minuten durch Dustin Christophersen in Führung. Da eine Flanke zwei Zeigerumdrehungen später nicht unterbunden werden konnte, kamen die Gäste durch Torge Hansen prompt zum Ausgleich. Finn Torben Block brachte den VfR sofort wieder in die Spur. Den endgültigen Knockout verpassten Hokir Busali und Tarik Alioua den Kielern unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Beim SVE Comet machte sich Frust breit, nach einer guten Stunde grätschte SVE-Stürmer Janneck Rassmanns VfR-Angreifer Alioua mit beiden Beinen um. Schiedsrichter Tobias Fischer zückte Rot für Rassmanns. Der VfR nutzte die nummerische Überlegenheit zu drei weiteren Toren. „Wir haben unsere Qualitäten diesmal gnadenlos auf den Platz gebracht. Unsere Chancen waren nicht erarbeitet, sondern allesamt erspielt“, bilanzierte VfR-Coach Abdul Yilmaz.

Klickt euch durch die Fotos zum Landesligasieg des VfR Neumünster gegen den SVE Comet Kiel:

Fiete Frider Blunck (li.) mit der ersten Torchance für Neumünster, die Comets Keeper Lukas Losch diesmal aber noch klären kann. Zur Galerie
Fiete Frider Blunck (li.) mit der ersten Torchance für Neumünster, die Comets Keeper Lukas Losch diesmal aber noch klären kann. ©

Osterrönfelder TSV – TuS Jevenstedt 3:0

Zwar hätte Robin Grell den TuS Jevenstedt nach 76 Spielminuten in Führung bringen können, doch wenn dies geschehen wäre, hätte es den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Jevenstedt beschränkte sich fast ausschließlich auf die Verteidigung des eigenen Tores, während der OTSV permanent den Vorwärtsgang suchte und eine Vielzahl an Torabschlüssen nicht verwerten konnte. Das änderte sich erst zehn Minuten vor dem Abpfiff. Nach einem Angriff über die linke Seite wurde der Ball in die Mitte auf Florian Kuklinski abgelegt, der aus 14 Metern abzog. Der Schuss der Stürmers wurde von Felix-Peter Struck noch gezielt abgefälscht. Nach dem lange auf sich wartenden Führungstreffer taten sich die OTSV-Akteure leichter und erhöhten in der Endphase durch Neumann und Struck noch auf 3:0. „Wir haben mit Mut und Wucht agiert. Dennoch hatten wir lange zu wenig Durchschlagskraft. Ansonsten hätten wir das Spiel viel früher zu unseren Gunsten entschieden“, bilanzierte OTSV-Coach Maik Gabriel.



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