10. März 2021 / 16:25 Uhr

Video-Konferenz mit Aytekin: Gifhorner Schiri Kalberlah fand den Austausch super

Video-Konferenz mit Aytekin: Gifhorner Schiri Kalberlah fand den Austausch super

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Deniz Aytekin calling: Der Top-Schiri (r.) nahm sich fast 90 Minuten Zeit und beantwortete jede Menge Fragen der über 100 Teilnehmer der Video-Konferenz. Unter ihnen war auch der Gifhorner Unparteiische Stefan Kalberlah (o. l.).
Deniz Aytekin calling: Der Top-Schiri (r.) nahm sich fast 90 Minuten Zeit und beantwortete jede Menge Fragen der über 100 Teilnehmer der Video-Konferenz. Unter ihnen war auch der Gifhorner Unparteiische Stefan Kalberlah (o. l.). © Stephan Schamuhn/NFV Kreis Northeim-Einbeck
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Über 100 Unparteiische und Funktionäre des NFV-Bezirks Braunschweig hatten jetzt die Möglichkeit, Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin im Video-Chat Fragen zu stellen. Der Hillerser Stefan Kalberlah war dabei und fand den Austausch super.

Austausch mit einem der besten Schiedsrichter Deutschlands: Deniz Aytekin hat sich vor Kurzem den Fragen von über 100 Unparteiischen und Funktionären des NFV-Bezirks Braunschweig gestellt - in einer Video-Konferenz versteht sich. Und der Gifhorner Schiri Stefan Kalberlah war als Zuhörer mittendrin. Er fand aber nicht nur die Ausführungen Aytekins interessant, sondern freute sich besonders, viele bekannte Gesichter wiederzusehen.

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"Wir hatten im Sommer schon ein ähnliches Event mit Robert Schröder. Es ist schön, wenn die Bezirks-Schiedsrichter mal wieder zusammenkommen." Doch mit den Bundesliga-Schiris Schröder und auch Harm Osmers hat Kalberlah schon oft gesprochen. Er erklärt mit einem Schmunzeln: "Ich kenne die beiden, seit ich 16 bin, wir waren als Jungschiedsrichter zusammen auf Lehrgängen. Wenn ich mich mit denen austauschen will, rufe ich sie an." Umso mehr hat es ihn gefreut, nun einen weiteren Top-Referee kennenzulernen. Denn: "Es ist immer gut, sich mit Spitzen-Schiris auszutauschen."

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So hat Aytekin, der in dieser Saison bis jetzt verletzungsbedingt passen musste, von seinem Comeback im Hamburg-Derby am 1. März gesprochen und der kuriosen Woche, die dieses Spiel einläutete: Anschließend war er unter der Woche als vierter Offizieller beim DFB-Pokal-Duell zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg und stand darauf wieder beim Zweitliga-Spiel in Würzburg (gegen Heidenheim) auf dem Platz. Das bedeutete drei Corona-Tests binnen einer Woche. "Auch im Profi-Fußball ist derzeit vieles anders", sagt Kalberlah.

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Der Bundesliga-Schiri beantwortete fast 90 Minuten lang viele Fragen und gab einige Tipps. „Ich gehe nicht auf den Platz, um der Beliebteste zu sein. Man muss schon konsequent sein, dabei aber auch menschlich bleiben", sagte Aytekin beispielsweise. Kalberlah fand den Austausch super, auch wenn für ihn, der vor allem Jugend- und Kreisliga-Spiele pfeift, wenig für die Praxis auf dem Platz dabei war. "Zwischen Bundes- und Kreisliga gibt es einfach zu große Unterschiede. Ich sage immer: Jede Spielklasse hat ihre Spieler und Schiedsrichter."

Und so rückte auch etwas anderes in den Vordergrund, das zuletzt wegen der Corona-Pandemie auf der Strecke geblieben ist: das Gemeinschaftsgefühl. Kalberlah: "Es ist immer schön, die anderen mal wiederzusehen - auch wenn es nur virtuell ist. Dass es keine Lehrgänge gibt und die Kontakte untereinander nicht so da sind, ist das, was wirklich fehlt."