03. Januar 2020 / 17:48 Uhr

FIFA-Regelhüter erklären: "Abseits bleibt Abseits" - Keine Änderung trotz Ärger mit Videobeweis

FIFA-Regelhüter erklären: "Abseits bleibt Abseits" - Keine Änderung trotz Ärger mit Videobeweis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Abseitsregel sorgt auch in Zeiten des Videobeweises für Ärger - die FIFA-Regelhüter werden die grundsätzliche Regel aber nicht ändern
Die Abseitsregel sorgt auch in Zeiten des Videobeweises für Ärger - die FIFA-Regelhüter werden die grundsätzliche Regel aber nicht ändern © imago images/Hübner/Ulmer/Laci Perenyi (Montage)
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Ein Interview mit Lukas Brud, dem Boss der FIFA-Regelhüter, hat für Aufregung gesorgt. Es schien, als wollte das IFAB die Abseitsregel wegen des Videobeweis-Ärgers künftig anpassen. Nun erklärte er aber: Es soll keine Änderungen geben - seine Aussagen wurden falsch aufgefasst.

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In der Diskussion um die Nutzung des Videobeweises bei knappen Abseits-Entscheidungen planen die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) keine weitreichenden Änderungen. „Wenn die Bilder mit kalibrierten Linien und dem Lot zeigen, dass eine Abseitsstellung vorliegt, dann soll sich der Video-Assistent weiterhin melden“, sagte IFAB-Geschäftsführer Lukas Brud bei sportschau.de am Freitag. „Auch wenn es nur um einen Zentimeter geht. Abseits ist Abseits.“

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Zuvor waren Aussagen von Brud in englischen Medien so interpretiert worden, dass minimale Abseits-Stellungen nicht mehr geahndet werden sollen. Eine derartige Direktive solle Ende Februar in Nordirland beim jährlichen IFAB-Treffen gegeben werden. Eine Toleranzgrenze komme aber nicht in Frage, betonte Brud nun. Er habe lediglich an das Prinzip erinnern wollen, dass der Video-Assistent nur bei klaren, offensichtlichen Fehlern eingreifen solle.

Die neuen Bundesliga-Regeln: Das ist in der Saison 2019/20 im Fußball neu

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Der Videobeweis hat den Fußball maßgeblich verändert. Vor allem bei Handspielen ist es in der Bundesliga zuletzt immer wieder zu heftigen Debatten gekommen. Zur Saison 2019/20 wurden einige Regelveränderungen vorgenommen, die es Schiedsrichtern und Videoassistenten leichter machen sollen. Der SPORTBUZZER hat die neuen Regeln zusammengefasst. ©

Ärger um Abseits nach Videobeweis: Gomez größtes "Opfer"

Entscheidungen nach Szenen, bei denen der Angreifer nur um wenige Zentimeter im Abseits stand, hatten in der Hinrunde sowohl in der Bundesliga und 2. Bundesliga als auch der englischen Premier League für Wirbel gesorgt. Vor allem Ex-Nationalstürmer Mario Gomez war gleich mehrere Male betroffen - gegen den SV Sandhausen sogar gleich drei Mal innerhalb einer Partie! Der Angreifer des VfB Stuttgart hatte die Regelung daraufhin als "eine Katastrophe" und "einfach scheiße" bezeichnet.