21. Januar 2020 / 16:01 Uhr

Positives Hinrundenfazit: Videobeweis verhindert 53 Fehlentscheidungen in der Bundesliga

Positives Hinrundenfazit: Videobeweis verhindert 53 Fehlentscheidungen in der Bundesliga

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Videobeweis hat in der Bundesliga-Hinrunde zahlreiche Fehlentscheidungen korrigiert
Der Videobeweis hat in der Bundesliga-Hinrunde zahlreiche Fehlentscheidungen korrigiert © dpa
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Der Videobeweis sorgt immer wieder für reichlich Diskussionen. Nach der Bundesliga-Hinrunde hat der DFB jetzt aber ein insgesamt positives Fazit gezogen. Die Top-Schiedsrichter regen aber auch Verbesserungen an.

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Auch am 1. Spieltag der Rückrunde gab es in der Bundesliga wieder reichlich Diskussionsstoff rund um den VAR und einige neue Regelauslegungen - insgesamt fällt das Fazit aber durchaus positiv aus. Wie aus den offiziellen Statistiken des DFB nun hervorgeht, gab es in der Hinrunde insgesamt 53 Fehlentscheidungen, die durch ein Einschreiten des Videoassistenten verhindert wurden - nur viermal kam es nach einer Intervention zu einer falschen Entscheidung.

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Spannend zudem, dass in 153 Hinrundenpartien insgesamt 844 Situationen aus dem Kölner Keller überprüft wurden - 583 davon ohne Kommunikation, 200 in Kommunikation mit dem jeweiligen Schiedsrichter, 61-mal kam es zu einer Intervention - das heißt 0,4-mal pro Begegnung. Was sich verlängert hat, ist die Dauer der so genannten "Reviews", also des Nachschauens: In der Vorsaison waren es im Schnitt noch 61 Sekunden, aktuell sind es 79 Sekunden bis zu einer Entscheidung.

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Schiedsrichter-Boss Fröhlich zieht positives Fazit - fordert aber auch Entwicklungen

Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich stellt insgesamt dennoch ein gutes Zwischenzeugnis aus: "Der VAR muss sich weiterentwickeln. Ich glaube, die Mehrheit goutiert, was der Video-Assistent hervorbringt. Es hat sich schon einiges verbessert, es muss sich noch einiges verbessern." Auch FIFA-Schiedsrichter Sascha Stegemann glaubt an den VAR, sieht aber ebenfalls noch Verbesserungspotenzial: "Es gibt eine Ungleichbehandlung von Stadion- und TV-Zuschauern. Man sollte den Fans im Stadion im Sinne der Transparenz genau das zeigen, was man am Fernseher auch sieht - das würde ich mir wünschen. Dazu müssen aber auch die technischen und lizenzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden."

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Sein Kollege Manuel Gräfe hatte im Kicker vorgeschlagen, dass Schiedsrichter künftig ihre Entscheidung per Mikrofon verkünden könnten - ähnlich wie im American Football. Fröhlich dazu: "Ein guter Gedanke, aber das sagt sich so einfach. Es müsste Schulungen geben und Mentalitätswechsel bei Schiedsrichtern, die in eine Moderatorenrolle kommen würden. Das ist nicht von heute auf morgen umsetzbar."