14. März 2022 / 09:58 Uhr

Viel Aufwand, kaum Ertrag: Meuselwitz holt gegen Fürstenwalde nur einen Punkt

Viel Aufwand, kaum Ertrag: Meuselwitz holt gegen Fürstenwalde nur einen Punkt

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Der Meuselwitzer Florian Hansch (r.) im verbissenen Duell mit dem Fürstenwalder Tom Weiß.
Der Meuselwitzer Florian Hansch (r.) im verbissenen Duell mit dem Fürstenwalder Tom Weiß. © Mario Jahn
Anzeige

Der Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz kommt nicht am Gäste-Keeper vorbei und trennt sich von Schlusslicht Fürstenwalde 0:0.

Meuselwitz. Der ZFC hat gerackert, geackert, kombiniert und geschossen. Aber nicht getroffen, die Meuselwitzer kamen gegen das Schlusslicht der Fußball-Regionalliga, den FSV Union Fürstenwalde, am Sonntag über ein 0:0 nicht hinaus – viel Aufwand, aber kaum Ertrag. ZFC-Trainer David Bergner war zwar nicht zufrieden, übte sich aber in Bescheidenheit: „Wir nehmen den Punkt demütig mit, hätten jedoch gewinnen müssen. Wenn wir in Führung gegangen wären, hätten wir es sicher einfacher gehabt.“

Anzeige

Den Meuselwitzern fehlte auch etwas Schussglück. Nils Miatkes indirekter Freistoß landete ebenso an der Querlatte wie unmittelbar danach Benjamin Försters Schuss (16. Minute). Er hatte schon zuvor Pech, dass sein Knaller aus der Drehung drüber ging (11.). Noch sehenswerter war der Fallrückzieher von Felix Müller, der aber am Kasten vorbei ging (9.). Die Aufzählung an ZFC-Chancen ließe sich fortsetzen, wenngleich sie später rarer wurden, weil die Fürstenwalder etwas mehr ins Spiel kamen, freilich ohne je einmal wirklich torgefährlich zu werden. Die Platzherren konnten sich nun nicht mehr so gefällig durchkombinieren, wie in den ersten 20 Minuten. Dennoch waren sie auch den Rest der ersten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft. Warum sie allerdings gegen solch einen harmlosen Gegner so häufig langatmig den Ball viel zu oft „hintenrum“ kreisen ließen, anstatt zügig auf die oftmals auf den Flügeln freistehenden Mitspieler zu passen, blieb rätselhaft. Das gipfelte dann oft in mehr oder weniger unkontrollierten weiten Schlägen von Torhüter Matthias Hamrol. Möglicherweise wollte man ihn damit munter halten, denn zu halten hatte er nahezu nichts.

Mehr zum Fußball

Mit zunehmender Spielzeit verloren die Einheimischen die anfangs vorhandene spielerische Linie so immer mehr. Was Bergner damit erklärte, dass sein Team im Gegensatz zu den Gästen eine englische Woche hinter sich hatte. Das habe man in der Endphase gesehen. Tatsächlich schien den Zipsendorfern dann die Frische zu fehlen. Als allerdings der gerade eingewechselte, also relativ frische Ben-Luca Moritz in der 84. Minute, als ungeachtet schwerer Beine seiner Mitspieler noch immer ein Sieg möglich war, unmotiviert und langatmig einen weiten Rückpass spielte, verkniff sich ein Teil der 470 Zuschauer die Unmutsbekundung nicht mehr. Selbst Müller schien nun von der Rolle, als er einen seltsamen Querpass ins Aus spielte. So blieb es beim torlosen Remis. „Ich bin froh, dem gegnerischen Trainer mal nicht zum Sieg gratulieren zu müssen“, bemerkte Fürstenwalde-Trainer Kenny Verhoene salopp. Sein Team habe anfangs Glück gehabt, sich dann aber gefangen und aggressiver agiert.

Sein Meuselwitzer Gegenüber Bergner ärgerte sich indes, dass es nach einer unsauberen Aktion gegen Förster (58.) keinen Strafstoß gab: „Da hätte es Elfmeter für uns geben müssen.“ Florian Hansch hatte die Szene über die rechte Seite mit einem Sturmlauf und etwas glücklicher Finte nebst Eingabe vorbereitet, doch der ZFC-Mittelstürmer scheiterte drei Meter vorm Tor, wurde wohl auch gehalten. Aus anderem Blickwinkel wirkte die Aktion Försters einfach etwas zu umständlich. Auch der stets anspielbare Nils Miatke hatte kurz zuvor mit einem Volleyschuss kein Glück, der Ball strich knapp übers Tor. Schüsse von Hansch wurden gehalten (60., 77.). Und eine Slapstick-Einlage der Union-Abwehr ließ die ZFC-Fans nur lachen statt jubeln (74.).

Anzeige

ZFC Meuselwitz: Hamrol – Albert (76. Moritz), Müller, Senkbeil, Miatke – Becker – Hansch (82. Weinert), Jacobi (55. Kadric), Eckardt, Kulke (55. Trübenbach) – Förster (76. Jahn). Z.: 470.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.