26. August 2020 / 18:59 Uhr

Viel Erfahrung für Vorsfelde: Ex-Zweitliga-Profi Kevin Schulze kommt

Viel Erfahrung für Vorsfelde: Ex-Zweitliga-Profi Kevin Schulze kommt

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der SSV Vorsfelde stellte seine Neuzugänge vor.
Neu an Bord: Vorsfeldes Co-Trainer Frank Pichatzek (l.), der Vorsitzende Rüdiger Adamczyk (2.v.l.), Coach Willi Feer (3.v.r.) und Schriftführer Helmut Thomas (r.) begrüßen Ex-Profi Kevin Schulze (3.v.l.), Dennis Moser (M.) und Valon Limani (2.v.r.). © Jürgen Braun
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Starker Zugang für den SSV Vorsfelde: Kevin Schulze von Lok Leipzig schließt sich dem Landesligisten an. Schulze ist in der Region kein Unbekannter.

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Der SSV Vorsfelde hat noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Kurz vor dem Saisonstart gab das Team aus der Fußball-Landesliga die Verpflichtung von Kevin Schulze bekannt, der von Regionalligist Lok Leipzig kommt und mit dem VfL Wolfsburg sogar schon deutscher U19-Meister war.

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Zuletzt hatte der 28-Jährige mit Leipzig in der Regionalliga gekickt und kann mit Holstein Kiel, Greuther Fürth und Wacker Nordhausen weitere namhafte Stationen vorweisen. Sogar für Deutschland hat Schulze bereits gespielt: Von der U17 bis zur U19 kam der vielseitige Neuzugang, der auch als Außenverteidiger eingesetzt werden kann, auf insgesamt acht Länderspiele. Auch im Angriff wurde Schulze bereits eingesetzt - das soll beim SSV nun wieder passieren. Mit David Schmidtheisler, der beruflich nach Mexiko gegangen ist, verlor der SSV schließlich einiges an Durchschlagskraft.

Mit Leipzig war Schulze nur knapp am Aufstieg in die 3. Liga gescheitert, gegen den SC Verl gab es nach dem 2:2 im Hinspiel in Leipzig nur ein 1:1 im Rückspiel - das reichte nicht. Nun geht es für Schulze also in die Landesliga statt in die 3. Liga - und zurück in die Heimat-Region: Der beidfüßige Spieler ist gebürtiger Wittinger und in Parsau aufgewachsen. Als Jugendlicher spielte er Stürmer, als er in der Nationalmannschaft spielte, wurde er langsam aber sicher zum Verteidiger, bei Lok agierte er zuletzt wieder im Sturm.

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Die Heimat war ein wichtiger Faktor für Schulze: "Corona hat mir ein bisschen die Augen geöffnet, was ich wirklich will", so der 28-Jährige, dessen Sohn Levi nun eineinhalb Jahre alt ist. "Familie stand für mich immer an erster Stelle. Ich wollte unbedingt wieder zurück zu meinen Eltern, damit der kleine bei Oma und Opa sein kann." Zudem war Vorsfelde, das den Kontakt über den neuen Co-Trainer Frank Pichatzek hergestellt hatte, schnell dran an Schulze: "Der SSV hatte sich relativ früh gemeldet. Ich hatte sehr gute Gespräche mit dem Vorsitzenden Rüdiger Adamczyk", erklärt der Heimkehrer.

Mit dem Vorsfelde-Wechsel wartet eine Umstellung auf Schulze - nicht nur auf dem Platz, auch daneben. "Ich war die letzten acht, neun Jahre Profi, habe mit dem Fußballspielen mein Geld verdient. Jetzt gibt es eine Findungsphase, es wird sich demnächst klären, was ich machen werde", so der 28-Jährige. Immerhin: Vor seiner Profi-Zeit hatte der Parsauer eine Ausbildung bei VW absolviert.

Zudem stellte Vorsfelde mit Dennis Moser und Valon Limani, der in Testspielen für den SSV überzeugt hatte, zwei weitere Neuzugänge offiziell vor. Moser hatte bereits im Winter seinem Ex-Klub erklärt, dass er wechseln wollte. "Das ist alles ganz sauber gelaufen", so SSV-Chef Rüdiger Adamczyk. Coach Willi Feer freut sich derweil auf die drei Neuen - auch wenn Limani noch kein Deutsch spricht. Feer: "Schulze bringt viel Erfahrung mit, kann eigentlich alles spielen, aber wir planen ihn vorn ein. Moser kann auf beiden Außenbahnen agieren, Limani auf der linken Seite alles spielen." Feer weiß, dass er nun einen starken Kader hat, weiß aber auch: "Es muss alles ineinander greifen."